Positivity in Corona-Zeiten: Diese 7 Dinge nehmen wir aus der Krise mit

Lockdown, Ausgangsbeschränkung, Kontaktverbot – seit der Corona-Krise ist nichts mehr beim Alten. Doch gerade in Sachen Nachhaltigkeit lehrt uns diese Zeit auch vieles: 7 Dinge, die wir aus der Corona-Krise mitnehmen.

Positivität in Corona-Zeiten: Diese 7 Dinge nehmen wir aus der Krise mit
Not macht erfinderisch: Was wir aus der Corona-Krise mitnehmen. Foto © Sisoje / E+
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Die Corona-Krise hat unseren Alltag auf den Kopf gestellt: Kein bisheriges Ereignis hatte vergleichbare Folgen für die Schweiz. Der Lockdown, das Kontaktverbot aber auch die allmähliche Lockerung der Massnahmen konfrontieren uns mit ganz neuen Herausforderungen.

Und trotzdem gibt es einiges, was die Corona-Krise und lehrt – nicht zuletzt in Punkto Nachhaltigkeit. Denn während Umweltschutz und Klimawandel in den Nachrichten nur noch spärlich thematisiert werden, können wir gerade jetzt sehen, welche Rolle Nachhaltigkeit und Solidarität im Alltag und im Miteinander spielen.

1 Weniger ist wirklich mehr

Während des Lockdowns waren ganze Innenstädte wie leergefegt. Mit einer allmählichen Lockerung der Massnahmen kommt das öffentliche Leben nun langsam wieder ins Rollen und auch Kleidergeschäfte und Co. sollen ab dem 11. Mai wieder ihre Türen öffnen. Aber mal ehrlich: Hat Ihnen in der Zeit etwas gefehlt?

Wir finden: Der Lockdown hat uns gelehrt, dass wir gar nicht so viel brauchen und dass wir auch ohne die neuste Frühlingskollektion durch die Saison kommen. Apropos: Wer kürzlich einen Blick in die Schaufenster der grossen Fast-Fashion-Riesen geworfen hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass gesamte Kollektionen nun nicht mehr aktuell sind und quasi für die Tonne produziert wurden. Wenn das kein Anlass ist, das Konsumverhalten zu überdenken.  

2 Lokal einkaufen und Neues entdecken

Die Corona-Krise hat unser Kaufverhalten beeinflusst – das hält eine Studie des Instituts für Kommunikation und Marketing fest. Darin heisst es, dass Schweizer seit Beginn der Krise verstärkt auf Regionalität achten. Auch Ferdi Hodel, Geschäftsführer des Zürcher Bauernverbandes, betont in einem Interview mit dem SRF, dass die Schweizer vermehrt direkt in Hofläden einkaufen und Wert auf regionale Produkte legen: «Das zeigt, wie wichtig die Eigenproduktion der Schweiz während einer Krise ist.»  

In lokalen Hofläden einkaufen unterstützt nicht nur die einheimischen Bauern, sondern tut auch der Umwelt gut. So lassen sich lange Transportwege und unnötiger Verpackungsabfall sparen. Gründe genug also, um auch nach der Krise dem Bio-Bauern um die Ecke treu zu bleiben. Wer den Einkauf mit dem Velo oder zu Fuss macht, hat gleich noch etwas für seine Gesundheit getan.

3 Saisonal und frisch kochen: Gut für uns und die Umwelt

Lockdown und Kontaktverbot haben dafür gesorgt, dass wir mehr Zeit zuhause verbringen. Deswegen und weil im Restaurant essen gerade schlichtweg nicht möglich ist, kochen viele selber. Wer selbst kocht und dabei auf regionale und saisonale Zutaten achtet, tut sich selbst und der Umwelt etwas Gutes.

Besonders nachhaltig ist es, wenn Sie gleich mehrere Portionen vorkochen, anstatt sich jeden Tag aufs Neue vor den Herd zu stellen. Meal Prep ist ausserdem genau das richtige, wenn der Büroalltag nach der Krise wieder losgeht. Hier finden Sie inspirierende Tipps fürs Meal Prep inklusive feiner Rezeptvorschläge zum Vorkochen.  

4 Weniger Auto fahren – mehr radeln

Um öffentliche Verkehrsmittel in Corona-Zeiten zu meiden, steigen Schweizer seit dem Lockdown besonders gern aufs Velo: Eine Studie des Instituts für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich zeigt, dass die mit dem Velo zurückgelegten Stecken in der Schweiz sich in dieser Zeit fast verdreifacht haben.

Velofahren reduziert nicht nur den CO2-Fussabdruck, sondern hält auch fit. Wegen geschlossener Fitnessstudios müssen wir den Sport ohnehin nach draussen oder ins Wohnzimmer verlegen. Wir finden: Die Vorliebe fürs Velofahren sollten wir auch in Zeiten nach Corona beibehalten.

5 Homeoffice ist möglich

Eine der entscheidenden Erkenntnisse, die wir aus der Corona-Krise mitnehmen, ist, dass Homeoffice in vielen Bereichen funktioniert. Was viele Arbeitnehmer – und insbesondere Pendler – sich schon lange wünschen, zeigt sich in der Not als gute Lösung.

Wenn jeder von uns auch nach der Corona-Krise einmal die Woche im Homeoffice arbeitet, können dadurch CO2-Emissionen gespart werden und die Strassen wären in der Rush Hour nicht mehr so verstopft. Für viele ist die Arbeit von zuhause aus ausserdem gut für die Wor Life Balance: Gerade Eltern können die Zeit, die sonst für den Arbeitsweg drauf geht, dann mit ihren Kindern verbringen.

Auch an wichtigen Meetings kann von zuhause oder vom eigenen Büro aus teilgenommen werden – vielleicht finden ja auch in Zukunft mehr Geschäftstreffen per Video-Konferenz statt und sparen dafür die ein oder andere Geschäftsreise mit dem Zug, Auto oder gar dem Flugzeug.  

6 Solidarität ist das A und O

Zusammenhalt macht stark, auch das hat die Pandemie uns deutlich vor Augen geführt. Dass gegenseitige Unterstützung grundlegend ist, zeigen unter anderem die vielen Seiten im Internet, auf denen man lokale Unternehmen unterstützen kann sowie die Nachbarschaftshilfe, die sich vielerorts entwickelt hat. Letzteres ist ein guter Anfang, um künftig nicht nur Hilfe anzubieten, sondern dieses Netzwerk zu nutzen, um sich Dinge auszuleihen oder Gebrauchtes weiter zu verschenken, anstatt Neues zu kaufen. Auf diesen Sharing-Plattformen der Schweiz können Sie auch online Gebrauchsgegenstände tauschen, leihen und teilen.

7 Zusammen stark fürs Klima

Trotz des Kontaktverbots finden ausserdem weiterhin Klimademos statt und versammeln online weltweit Tausende Menschen, die zusammen für einen besseren Umweltschutz demonstrieren. Und vielleicht ist sogar die Hoffnung für einen besseren Klimaschutz gestiegen – denn die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie schnell Veränderungen umsetzbar sind, wenn es darauf ankommt.