Ursachen für den Klimawandel

Die Auswirkungen des Klimawandels gefährden Tiere, Ökosysteme und den Menschen. Dürren und Überschwemmungen sind nur einige Folgen. Wie es zum Klimawandel und dem damit zusammenhängenden Treibhauseffekt kommt, lesen Sie hier.

Der Ausstoss von Kohlendioxid verstärkt den Treibhauseffekt und begünstigt den Klimawandel.
Der Ausstoss von CO2 verstärkt den Treibhauseffekt und begünstigt den Klimawandel. Foto: vencavolrab / iStock / Thinkstock
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Es wird wärmer auf der Erde. Und zwar beunruhigend schnell. Was das Klima in vormenschlichen Zeiten in Jahrtausenden durchgemacht hat, erleben wir jetzt innerhalb von 100 Jahren. Das zeigen die Ergebnisse der Datenanalysen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), einem Zusammenschluss von über 2000 weltweit führenden Klimawissenschaftlern.

Unter dem Begriff Klima verstehen wir den über mehrere Jahrzehnte (meist 30 Jahre) aus verschiedensten meteorologischen Daten ermittelten durchschnittlichen Zustand der Erdatmosphäre an einem bestimmten Ort.

Grund für die gravierenden Veränderungen ist die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts innerhalb der Erdatmosphäre. Das IPCC erklärt, dass diese Verstärkung und die damit einhergehenden rasanten Temperaturanstiege der letzten hundert Jahre durch den Menschen verursacht werden. Jeden Tag werden Unmengen fossiler Energieträger eingesetzt, wodurch die Konzentrationen der klimaschädigenden Treibhausgase in der Atmosphäre stark zunehmen. Auch in der Schweiz stammen 80 Prozent der schädlichen Treibhausgasemissionen aus der Verbrennung fossiler Energien wie etwa Heizöl, Benzin, Diesel und Kerosin.

Hier erfahren Sie anschaulich und kompakt, was genau der Klimawandel ist.

Autos stossen umweltschädliche Gase aus, die das Klima beeinflussen.

Bei der Verbrennung von Benzin entstehen umweltschädliche Rückstände. Foto © Sefan Redel / iStock / Thinkstock

Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre die Erde lebensfeindlich: Anstelle der weltweiten, mittleren Temperatur von +15°C in Bodennähe würde eisige Kälte von -18°C vorherrschen. Spurengase in der Luft sorgen für die zusätzliche Erwärmung der Atmosphäre.

Die sogenannten Treibhausgase lassen das kurzwellige Sonnenlicht ungehemmt auf die Erde einstrahlen. Diese Strahlung wird von der Erdoberfläche teilweise absorbiert und in Form von Wärme wieder an die Atmosphäre abgegeben. Die Treibhausgase hindern die langwellige Wärmestrahlung aber daran, ins All zu entweichen. Stattdessen absorbieren sie diese und geben sie in alle Richtungen wieder ab - auch Richtung Erde. Dies heizt die Erdoberfläche und die untere Luftschicht auf.

Durch die Aktivitäten der Menschen erhöhen sich die Konzentrationen der Treibhausgase in der Atmosphäre. Ein grösserer Teil der Strahlen wird von der Atmosphäre absorbiert und erneut auf die Erde zurück gestrahlt. So heizt sich die Luft in Bodennähe zusätzlich zum natürlichen Treibhauseffekt auf. Das lebenswichtige Glasdach wird so zu einer lebensgefährlichen Falle.

Die wichtigsten, vom Menschen in deren Konzentration beeinflussten Treibhausgase sind im Kyoto-Protokoll festgehalten: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O), PFKWs und HFCs.

Der Mensch produziert in vielen Lebensbereichen Treibhausgase. Am meisten mit der Verbrennung von Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle, wodurch Kohlendioxid (CO2) entsteht. Jedes Jahr werden dadurch rund 30 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre freigesetzt - mit weltweit steigender Tendenz.

Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle sind fossile Energieträger. Menschen benötigen sie für die Stromgewinnung, für die Energiegewinnung im Strassen- und Flugverkehr und für die Wärmegewinnung beim Heizen.

Kohlekraftwerke sind die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung. Ein mittelgrosses Kohlekraftwerk stösst rund 10 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus - ein Fünftel der Emissionen der ganzen Schweiz.

Der Personenverkehr mit dem Auto verursacht pro Person und Kilometer viermal mehr CO2 als der öffentliche Verkehr. Beim Güterverkehr verursacht eine Tonne auf der Strasse sogar fünfmal mehr CO2 als auf der Schiene.

Gemäss dem aktuellen Bericht des IPCC trägt die Luftfahrt weltweit 2 bis 8 Prozent zur menschengemachten Erwärmung bei. Der Flugverkehr wächst stetig und rasch. Innert 15 Jahren soll er sich gemäss der Luftfahrtsindustrie weltweit verdoppeln. Fliegen aber ist CO2-intensiv: Ein Flug von Zürich nach Miami und zurück verursacht pro Person gleich viel CO2 wie ein Auto während eines Jahres.

Die Unsicherheit ist vor allem deshalb so gross, weil Flugzeuge nicht nur CO2 ausstossen, sondern auch Stickoxide, Feinpartikel und Wasserdampf - und das alles in grosser Höhe, was deren Wirkung verstärkt. Gemäss Zahlen des IPCC gehen die Forscher davon aus, dass diese Klimawirkung im Jahresmittel um 2.3 bis 5 Mal höher ist als das produzierte CO2 alleine.

Ein weiterer, wichtiger Faktor ist der Konsum. Durch den Energieverbrauch bei der Produktion von Gütern, die globalisierten Transportwege sowie das Verbrennen von Abfällen kommen einerseits auch dort CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern zustande. Andererseits entstehen insbesondere bei der Fleischproduktion und in der konventionellen Landwirtschaft grosse Mengen starker Treibhausgase, vor allem Methan und Lachgas.

Quelle: WWF