Cleverer Klimaschutz – Diese 3 Projekte bringen Sie zum Staunen

Promo – CO2-neutrale Peperoni dank einer Kehrichtverbrennungsanlage und ein Supermarkt, der dafür sorgt, dass es Hotelgäste schön warm haben. So innovativ kann Klimaschutz sein.

Die Gewächshäuser in Hinwil werden Klimaneutral betrieben.
Dieses Gewächshaus in Hinwil lässt Gemüse Klimaneutral wachsen. Foto © zVg
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CO2-neutral bis 2023 – um dieses wichtige Ziel zu erreichen, lässt sich Coop richtig viel einfallen. Diese drei innovativen Projekte zeigen, wie kreativ Klimaschutz sein kann und welche zukunftsträchtigen Lösungen den Transport unserer Lebensmittel nachhaltiger und sogar klimaneutral machen.

3 Millionen Liter Heizöl weniger

Tomaten im Gewächshaus

Die Cherrytomätli wachsen Klimaneutral. Foto © zVg

In Hinwil wird für Coop bereits seit 2009 CO2-neutrales Gemüse wie Tomaten oder Peperoni angebaut – und zwar auch in der kälteren Jahreszeit.

Möglich macht dies die nahe gelegene Kehrichtverbrennungsanlage. Denn die ungenutzte Abwärme der Anlage reicht gut aus, um die Gewächshäuser zu heizen. Das spart pro Jahr 3 Millionen Liter Heizöl.

Ein weiterer positiver Effekt: Durch den Bezug der Abwärme verringert sich der Stromverbrauch für die Luftkondensatoren der Verbrennungsanlage.

Die Ökobilanz zeigt es deutlich: Die Ersparnisse bewirken, dass nicht nur Peperoni & Co klimaneutral sind, sondern sogar der gesamte Weg – vom Setzling bis zum Transport an die Verkaufsstellen.  Durch die ausgeklügelte Technik kann unter dem Strich mehr Strom ins Netz eingespiesen werden als vor dem Betrieb der Treibhäuser. Dieser positive Nutzen kann als Emissionsgutschrift dem Gemüseanbau zugerechnet werden.

Für das Wohl der Hotelgäste

Überhaupt lässt sich Abwärme, öfter als man denkt, sinnvoll verwenden.

So nutzt Coop, wie im Falle der Treibhäuser, nicht nur die Abwärme anderer. Die Detailhändlerin sorgt auch dafür, dass die eigene Abwärme, wenn immer möglich, zur Verwertung an Dritte weitergegeben wird.

Im Brennpunkt

Im Falle der Coop-Verkaufsstelle auf der Bettmeralp im Wallis geht das so: Die Abwärme, die beispielsweise bei der Kühlung von Milchprodukten entsteht, wird nicht nur für den eigenen Wärmebedarf genutzt. Das Geschäft liefert darüber hinaus einen Grossteil der Heizwärme für das Hotel Walliserhof, das sich direkt über der Verkaufsstelle befindet. So sorgt der Supermarkt gleich im doppelten Sinn für das Wohl der Gäste.

Reife Bananen – kühle Bananen

Ein cleveres System, um die Abwärme zu nutzen, wendet Coop in der Bananenreiferei in Kaiseraugst an.

Jährlich reifen hier 23'000 Tonnen Bananen aus, was sehr viel Wärme erfordert. Andererseits müssen diese Bananen, kurz bevor sie ausgereift und verkaufsbereit sind, gekühlt werden, damit sie frisch bleiben. Zuerst wärmen, dann kühlen – beides sind Verfahren, die viel Energie brauchen.

Ein cleverer Wärme-Kälte-Austausch macht es jedoch möglich, dass die Abwärme der Kälteerzeugung für den Reifeprozess der Bananen verwendet werden kann.

Jeder Schritt zählt

Dadurch braucht die Bananenreiferei keine fossilen Brennstoffe mehr und spart über 40'000 Liter Heizöl pro Jahr, was einer CO2-Reduktion von 135 Tonnen entspricht. Damit wird ein C02-neutraler Betrieb ermöglicht.

Von der Strasse auf die Schiene

Natürlich ist nachhaltiger Klimaschutz nicht nur bei der Produktion, der Lagerung oder in den Verkaufsstellen ein grosses Thema. Denn um von einer Station zur nächsten zu gelangen, müssen die Produkte auch transportiert werden.

Um diesen Posten in der Klimabilanz möglichst klein zu halten, verlagert Coop den Transport ab 90 km Transportweg von der Strasse auf die Schiene.

Der Elektrolastwagen mit Solarzellen auf dem Dach

Solarstrom vom Dach macht den Transport klimafreundlicher. Foto © zVg

Wo dies nicht möglich ist, wenn zum Beispiel Geschäftsstellen beliefert werden müssen, setzt die Detailhändlerin auf umweltfreundliche Treibstoffe wie Biodiesel aus Abfällen, Biogas oder Strom und investiert in neue Mobilitätssysteme wie in den Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes oder eines unterirdischen Cargo-Systems.

Von der Luft aufs Wasser

Flugtransporte von Waren belasten das Klima. Coop hat sich daher zur Richtlinien gemacht, dass ein Produkt nur per Flugzeug transportiert werden darf, wenn dies aus Qualitätsgründen oder aufgrund grosser Zeitknappheit nicht anders möglich ist.

Ausserdem deklariert Coop seit 2007 transparent alle Flugwaren mit dem «By Air»-Aufkleber. Die CO2-Emissionen der Warentransporte per Flugzeug werden mit Klimaschutzprojekten höchster Standards in der Coop-eigenen Wertschöpfungskette, zum Beispiel im Bio-Reisanbaugebiet Indien, kompensiert. Dies in Zusammenarbeit mit dem WWF.

Das Ziel ist, dank schnellerer Logistikprozesse und moderner Kühltechniken immer mehr Waren aus Übersee per Schiff zu transportieren.

Dieser Artikel wird unterstützt von der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Erfahren Sie mehr über die Vision «CO2-neutral bis 2023» und über die Treibhäuser oder das Hotel auf der Bettmeralp. Zudem finden Sie hier mehr Infos zu den Solar-Lastwagen und der CO2-Kompensation für Flugwaren.

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