Ärmere Länder sind die grössten Opfer des Klimawandels

Die Folgen der Erderwärmung treffen wirtschaftlich schwache Länder besonders stark, wie ein aktuelles Ranking zeigt. Das müsse beim aktuellen Klimagipfel in Doha bedacht werden, fordert die Umweltorganisation Germanwatch.

Ärmere Länder sind vom Klimawandel besonders betroffen
Auch Bangladesch leidet häufig unter Überschwemmungen. Foto: © Stockbyte / Thinkstock
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2011 waren insbesondere Thailand, Kambodscha und Pakistan von heftigen Stürmen und darauf folgenden Überschwemmungen betroffen. Das zeigt der neue Klima-Risiko-Index der gemeinnützigen Umweltorganisation Germanwatch.

Zwar finden sich unter den Top Ten des Rankings auch reiche Länder wie die USA (Platz sieben). Dennoch sind es zumeist arme Staaten, die der Klimawandel besonders hart trifft. «Es muss mehr Unterstützung für Anpassung gegeben werden», drängt deshalb Christoph Bals von Germanwatch angesichts dieser Ergebnisse im Interview mit dem Radiosender Deutschlandfunk. Ausserdem müsse der Ausstoss an Treibhausgasen schnellstmöglich reduziert werden, um den Klimawandel einzudämmen.

Den aktuellen Klima-Risiko-Index präsentierte Germanwatch am Rande des Klimagipfels in Doha. Dort verhandeln derzeit fast 200 Staaten darüber, wie es mit dem internationalen Klimaschutz vorwärts gehen soll.

Quelle: Germanwatch.org, dradio.de, 20minuten.ch

Text: Leena Heinzelmann

Infobox: Der Klima-Risiko-Index

Als Grundlage für die Berechnung des Index dienen Daten über Naturkatastrophen. Dabei werden wirtschaftliche Schäden sowie Opferzahlen in Beziehung gesetzt zur Grösse und Wirtschaftskraft der jeweiligen Länder. Die Schweiz lag 2011 mit 19 Todesopfern auf Platz 25.

Inwiefern die Stürme und darauf folgende Überschwemmungen tatsächlich durch den Klimawandel verursacht wurden, ist nicht gänzlich erwiesen. Laut dem Klima-Risiko-Index würden Experten jedoch immer klarere Belege für diesen Zusammenhang finden.

 

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