Sina Candrian: «Wir werden geboren, um uns zu bewegen»

Promo – Profisnowboarderin Sina Candrian berücksichtigt Nachhaltigkeit in vielen Bereichen ihres Alltags. Uns verrät sie, was ihr dabei besonders wichtig ist und wie sie ihre Passion für Sport und Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit einbringt.

  • 4
  • 0

Viele Jahre reiste Sina Candrian (32) als Profisnowboarderin um die Welt. In Zukunft wird sie in den Bergen vermehrt mit Filmern und Fotografen zusammenarbeiten und mit ihnen Projekte realisieren. Als Projektleiterin des Schulprogramms GORILLA setzt sie sich für die nachhaltige Bildung von Schülerinnen und Schüler ein. Dazu gehört die Bewegungsförderung, aber auch die Sensibilisierung zu Themen wie dem Konsumverhalten, der Umwelt und einem nachhaltigen Lebensstil.

Sina, wie bist du zum Snowboarden gekommen?

Ich bin durch meine Eltern auf die Sportart gestossen: Mein Vater hat damit angefangen, weshalb ich es unbedingt auch probieren wollte. Das war 1993, als ich fünf Jahre alt war. Damals war die Auswahl an Snowboardmaterial für Kinder noch relativ klein. Trotzdem hat es meine Mutter geschafft, alles zu organisieren, was ich benötigte. Und so habe ich mit ihr zusammen das Snowboarden gelernt. Einige Jahre später habe ich das Snowboarden dann meinem Bruder beigebracht – wir fahren auch heute noch viel zusammen.

Was war dein sportliches Highlight?

Meine ganze Karriere war ein Highlight mit vielen verschiedenen Höhepunkten. Es war natürlich schön, als erste Schweizerin das US Open zu gewinnen, dieser Sieg öffnete mir viele Türen. Aber ebenso gerne denke ich an einen Backcountry Trip nach Nordmazedonien zurück. Dort erkundete ich totales Neuland für Snowboarder und Snowboarderinnen.

Was sind deine Ziele für die kommenden Jahre?

Meine sportliche Karriere werde ich eher dem Filmen und dem Fotografieren widmen und mich mehr im Backcountry ausleben – auf diese neue Herausforderung und die neuen Erlebnisse freue ich mich sehr.

Bei der Jugendarbeit möchte ich noch mehr Kinder und Jugendliche erreichen und mit ihnen tolle Sport-Erlebnisse feiern. Es ist mir ein grosses Anliegen, meine Passion weiterzugeben.

Du engagierst dich bei der Organisation GORILLA als Instruktorin. Was sind deine Aufgaben?

Bei Tagesworkshops bin ich als Skate-Instruktorin vor Ort. Es ist immer wieder schön, jemandem die ersten Schritte einer neuen Sportart beibringen zu dürfen. Die Erfolge der Schülerinnen und Schülern motivieren mich, als Instruktorin weiterzuarbeiten und mich für die Erweiterung des Angebots einzusetzen. Neuerdings leite ich im Rahmen eines GORILLA-Schulprogramms auch Weiterbildungskurse für Lehrpersonen zu den Themen Sport, Ernährung und psychische Gesundheit.

Wie viele Workshops begleitest du pro Jahr?

Bisher waren es ungefähr 8 bis 15 Workshops pro Jahr. Allerdings habe ich gerade angefangen, auch im Administrationsteam bei GORILLA zu arbeiten. Deshalb könnten es durchaus noch mehr werden. Ich freue mich immer wieder an der Front zu arbeiten. Dort ist ersichtlich, ob man den Bürojob richtig gemacht hat und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.

Weshalb ist Bewegungsförderung bei Jugendlichen wichtig?

Bewegung ist nicht nur aus sportlicher Sicht gesund, sondern auch gut für die Psyche. Wir werden geboren, um uns zu bewegen – deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass Bewegung zu einem gesunden Lebensstil gehört.

Nachhaltiges Handeln beginnt mit dem inneren Antrieb, dem Drang, etwas zu verändern: TATENDRANG. Unter «Taten statt Worte» fasst Coop ihr Nachhaltigkeits-Engagement mit knapp 400 Taten zusammen und engagiert sich seit über 30 Jahren für Mensch, Tier und Natur.

Neu ist in euren Workshops auch der Teil "Green" dazugekommen. Worum geht es dabei und welche Themen werden bei GORILLA Green thematisiert?

Wir zeigen den Jugendlichen auf, dass ihr persönliches Konsumverhalten einen Einfluss auf die Umwelt hat. Im Workshop geht es vor allem um eine nachhaltige Ernährung, beispielsweise um den Vergleich von pflanzlichen und tierischen Produkten oder die Herkunft der Lebensmittel. Ausserdem zeigen wir mit konkreten und einfachen Massnahmen, wie Food Waste im Alltag vermieden werden kann.

Was ist das Schönste an den Bergen?

In den Bergen zu wohnen, ist genial! Ich kann hier arbeiten und mich online mit meinen Mitarbeitern austauschen. Nach der Arbeit schalte ich Computer aus und bin in wenigen Schritten in der Natur, entdecke coole Biketrails, kann schwimmen, klettern oder snowboarden gehen – alles was mein Herz begehrt.

Was bedeutet für dich Nachhaltigkeit?

Ich berücksichtige das Thema Nachhaltigkeit in vielen verschiedenen Bereichen meines Alltags. Ich ernähre mich lokal, biologisch und vegan. Bei meiner Kleidung achte ich darauf, dass sie aus Bio Baumwolle oder Holz hergestellt und fair produziert wurde sowie und von guter Qualität ist. Denn umso länger ich ein Kleidungsstück trage, desto umweltschonender ist es. Ich nutze, wenn immer möglich, den öffentlichen Verkehr und für Privatreisen habe ich mir vorgenommen, nicht mehr ins Flugzeug zu steigen. Zuhause ist ausserdem alles mit dem Fahrrad erreichbar, sodass ich fast komplett auf das Auto verzichten kann.

Was sind deine drei wichtigsten Nachhaltigkeits-Tipps?

  • Frisch, lokal und gesund Essen
  • Die eigene Antriebskraft nutzen, anstatt Fossilien verbrennen
  • Lebe in denjenigen Bereichen nachhaltig, bei denen es für dich stimmt, habe Spass dabei und geniesse das Leben!

Was ist für dich Tatendrang?

Mein Tatendrang mit GORILLA ist, mit Jugendlichen zusammen zu arbeiten und ihnen in den Bereichen Action, Food und Green Inputs zu geben, damit sie sich persönlich weiterentwickeln können. Im besten Fall entdecken sie dadurch eine neue Passion, welche sie dazu bewegt, Verantwortung für sich und ihre Umwelt zu übernehmen.

Dieser Artikel entstand durch die Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Als Partnerin unterstützt Coop die Schulprojekte «Gorilla» der Schtifti Fondation und «fit4future» der Cleven-Stiftung. Damit begeistert Coop jährlich rund 225'000 junge Menschen und sensibilisiert sie für einen gesunden Lebenstil und die Bedeutung von regelmässiger Bewegung.

Nachhaltigleben

Passend zum Thema: