Heuschnupfen: Pollenallergie natürlich behandeln

Der Frühling hat Einzug gehalten! Mit dem Flug der ersten Pollen beginnt jedoch für viele Schweizer die Zeit des ständigen Niesens und der juckenden Augen: sie leiden an Heuschnupfen. Lesen Sie hier, mit welchen Heilmitteln aus der Natur Sie Symptome und Ursachen des Heuschnupfens natürlich behandeln.

Im Frühling beginnt die Heuschnupfen-Zeit.
Heuschnupfen plagt viele Schweizer. Natürliche Heilmittel verschaffen Linderung. Foto: © Martin Cvetkovic / iStock / Thinkstock
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Bei einigen Menschen ist die allergische Reaktion des Körpers auf die Pollen von Bäumen, Sträuchern und anderem Gewächs so intensiv entwickelt, dass ihre Lebensqualität dadurch in hohem Masse eingeschränkt wird. Rund 20 Prozent der Schweizer sind davon betroffen.

Wer eine starke Pollenallergie hat, sollte unbedingt damit zum Arzt gehen und sich bezüglich der Behandlung beraten lassen. Darüber hinaus oder für nur geringe Beschwerden gibt es aber auch Möglichkeiten, um den Heuschnupfen natürlich zu behandeln. Hilfe bieten hier etwa Wurzeln, Kräuter und Öle, die direkt bei den Ursachen der Immunsystem-Störung ansetzen. Aber auch mit dem richtigen Verhalten kann man viel gegen den Heuschnupfen tun.

Ursachen und Symptome von Heuschnupfen

Schwarzkümmelöl wirkt ausgleichend auf das gesamte Immunsystem

In der Volksmedizin der arabischen Welt, in Afrika und China wird Schwarzkümmelöl schon seit langem bei Allergien eingesetzt. Studien belegen die positive Wirkung des Öls auf die Gesundheit und bescheinigen eine antibakterielle, entzündungshemmende und antiallergische Wirkung der über 100 darin enthaltenen Substanzen.

Das Zusammenspiel der fetten und ätherischen Öle sowie der Spurenelementen im Schwarzkümmelöl haben eine positive und ausgleichende Wirkung auf das Immunsystem. Zudem enthält es viele mehrfach gesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, die aber an wichtigen Reaktionen des Immunsystems mitwirken.

Das Schwarzkümmelöl ist sehr verträglich und kann daher auch bei heuschnupfengeplagten Kindern angewendet werden. Fangen Sie am besten schon ein paar Wochen vor Beginn der Heuschnupfenzeit mit der Einnahme an, um den Heuschnupfen so natürlich zu behandeln. Das Öl ist entweder in Reinform oder in Kapseln in Apotheken erhältlich. Die Heilpraktikerin und Krankenschwester Barbara Kunick-Wünsche empfiehlt auf ihrer Internetseite eine Dosierung von 4 x 500 mg Öl pro Kapsel oder zweimal am Tag die Einnahme von einem Löffel reinen Öls.

Mit Pilzen den Heuschnupfen natürlich behandeln

Reishi stärkt die Abwehrkräfte

Heilpilze bewähren sich schon seit Jahrtausenden in der chinesischen Medizin und bringen bei Allergien die überreagierende Immunabwehr wieder ins Gleichgewicht. Besonders der Rheishi ist äusserst effektiv, um den Heuschnupfen natürlich zu behandeln. Er reguliert das Immunsystem und wirkt Entzündungen entgegen. Zugleich verringert er auch die Histaminausschüttung des Körpers. Histamin ist ein körpereigener Stoff, der als Auslöser für Juckreiz, Schwellungen der Schleimhaut und Entzündungen des Körpers gilt.

Hericium und Pleurotus helfen im Darmbereich

Auch der Darm spielt eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung und der Regulierung des Immunsystems. Die Heilpilze Hericium und Pleurotus helfen, den Heuschnupfen natürlich zu behandeln. Sie festigen die Schleimhäute in Magen und Darm, die durch die Pollenallergie aus dem Rhythmus geraten sind. So wird die Durchlässigkeit der Darmwand für allergieauslösende Stoffe gesenkt und die körpereigene Barriere verstärkt, die eine Überreizung des Immunsystems mit fremden Stoffen verhindert. Pleurotus hilft dem Körper zudem, die angestaute Flüssigkeit und Schleim auszuspülen.

Die Heilpilze sind entweder als Konzentrat oder Kapseln erhältlich, die aus ganzen Pilzen hergestellt werden und so alle wertvollen Inhaltsstoffe enthalten. Drogerien, Reformhäuser und Apotheken führen sie im Sortiment.

Heuschnupfen

Kommen die Schleimhäute von Augen und Atemwegen von Allergikern mit den Pollen in Berührung, dann reagiert die Immunabwehr sofort, und zwar mit Fehlalarm, auf die an sich harmlosen Stoffe. Je nach Stärke der Allergie treten als Folge gerötete oder juckende Augen, Kribbeln und Kratzen der Nase oder geschwollene Schleimhäute auf. Es kann auch zu Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Müdigkeit oder Schlaflosigkeit kommen.

 

Den aktuellen Pollenflugkalender der Schweiz finden sie hier. Die Webseite informiert Sie, wann welche Pollen in der Luft sind.

Viele Schweizer leiden unter dem Pollenflug.

Blühende Bäume wie diese Birke machen nicht jedermann Freunde. Foto: © kosmos111 / iStock / Thinkstock

In wahrsten Sinne des Wortes ist gegen die Pollenallergie ein Kraut gewachsen. Das indische Lungenkraut ist aufgrund seiner antiallergischen und antientzündlichen Eigenschaften hervorragend geeignet, um die typischen Symptome der Pollenallergie gezielt natürlich zu behandeln. Wird es punktuell vor einem Aufenthalt in der Natur, etwa einem Picknick oder einer Velotour eingenommen, verhindert es meist gar das Aufkommen der störenden Heuschnupfen-Symptome. Dafür ist der Inhaltsstoff Vasicin verantwortlich. Er besitzt die Eigenschaft, die feinen Äste der Bronchien zu entkrampfen und zu erweitern. Dadurch werden der Juck- und Niesreiz ebenso wie der Schnupfen nachhaltig bekämpft und die natürlichen Selbstheilungskräfte gestärkt.

Indisches Lungenkraut erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke. Dort ist es sowohl in Tabletten- oder Tropfenform zu kaufen. Besonders geeignet für Kinder mit Pollenallergie ist auch die Verabreichung als Globuli, also von Streukügelchen, die den Wirkstoff des indischen Lungenkrauts beinhalten.

Augentrost hilft bei gereizten Augen

Das Wurzelkraut wird in der Alternativmedizin häufig bei entzündeten oder gereizten Augen angewandt. Daher ist es auch bei Pollenallergie wunderbar geeignet, um diesen natürlich zu behandeln. Äusserlich können Sie Augentrost als Salbe oder Tropfen verwenden. Aber auch innerlich wirkt der Augentrost bei Pollenallergie lösend und lindernd bei. Brühen Sie sich dazu einen Tee aus einem Teelöffel Augentrostkraut und einem Viertel Liter Wasser. Nach fünf Minuten Zieh-Zeit können Sie täglich drei Tassen davon trinken, um gereizten Augen vorzubeugen.

 Schnelle Hilfe bei der Pollenallergie

  • Waschen Sie ihr Gesicht mit kühlem Wasser, das beruhigt und verschafft einen klaren Kopf.
  • Gönnen Sie sich bei brennenden und juckenden Augen eine kurze Auszeit und legen sie ein feuchtes Tuch über die Augen, das zuvor in kaltem Wasser getränkt wurde.
  • Spülen Sie Ihre Schleimhäute jeden Tag mit einer Salzlösung
  • Bei Kopfschmerzen beruhigt und erfrischt ein kühles Tuch auf der Stirn
  • Kauen Sie schon vor aber auch während der Heuschnupfen-Saison Honigwaben. Diese wirken antibakteriell und sind im Reformhaus oder Bioladen zu erwerben.
 

Quelle: gesundheitsspiegel, kraeuter-verzeichnis, welness-gesund, startseite, barbara-kunick-wuensche Text: Miriam Dippe

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