Im Herbst Heidelbeeren schneiden bringt mehr Früchte im Sommer

Heidelbeeren schneiden gehört zu jenen Gartenaufgaben, deren fruchtiges Ergebnis sich zur kommenden Erntezeit im Juli nicht nur sehen lassen kann, sondern auch die Geschmacksnerven erfreut. Durch das Heidelbeeren Zurückschneiden wird sowohl das Wachstum angeregt als auch die Fruchtreife optimiert.

Heidelbeeren im Herbst schneiden
Im Herbst Heidelbeeren schneiden und dafür umso mehr der blauen Früchte im Sommer geniessen! Foto © Hemera / Thinkstock
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Warum Heidelbeeren schneiden im Herbst

Die zur Familie der Heidekrautgewächse (botanische Bezeichnung Ericaceae) zählende und in Nordamerika sowie China beheimatete Heidelbeere, wird unter anderem auch als Blaubeere, Schwarzbeere, Moosbeere und in der deutschsprachigen Schweiz ebenso als Heubeere bezeichnet.

Da vor allem die in Schweizer Gärten reichlich gepflanzten Kulturheidelbeeren, ihre begehrten blauen Beeren vermehrt an jungen Trieben spriessen lassen, zählt das Heidelbeeren Schneiden zu den wichtigsten und ertragreichsten Arbeiten im eigenen Garten.

Vorgehensweise beim Heidelbeeren schneiden

Die beste Zeit, um Heidelbeeren zu schneiden, sind die Herbstmonate, wenn die Heidelbeersträucher ihr Laub bereits abgeworfen haben, wobei Sie darauf achten sollten, die Heidelbeertriebe nur an frostfreien Tagen zu kürzen.

Heidelbeeren zurückschneiden sollten Sie allerdings erst bei vier- bis fünfjährigen Heidelbeersträuchern, da sie ab diesem Alter nur wenige neue Triebe entwickeln. Ein Rückschnitt der Heidelbeeren unterstützt das Wachstum neuer Triebe und die damit verbundene ertragreiche Bildung von Heidelbeeren ungemein.

Wenn Sie die Heidelbeeren schneiden, lassen Sie etwa sechs kräftige Triebe pro Heidelbeerstrauch stehen, wobei Sie zuerst die ältesten Triebe und jene mit schlecht ausgereiften respektive wenigen Heidelbeeren entfernen, indem Sie diese direkt über dem Boden abschneiden.

Gegebenenfalls können Sie auch die Seitentriebe der Heidelbeeren schneiden, um damit dem Sonnenlicht den ungehinderten Zugang zu den dadurch noch süsser heranreifenden Beeren zu ermöglichen.

Tipp: Bester Standort für Heidelbeeren

Die prinzipiell pflegeleichten Heidelbeerpflanzen bevorzugen einerseits einen recht sonnigen, jedoch nicht zu heissen Standort, womit ein Plätzchen im Halbschatten als optimales Domizil gilt. Andererseits benötigen Heidelbeersträucher einen nährstoffarmen (kein Dünger erforderlich) und sauren Boden mit einem pH-Wert unter 5, was sich durch Torf oder Moorbeeterde, die mit dem Gartenboden vermischt wird, erreichen lässt. Eine Kompost- oder Mulchdecke versorgt die Heidelbeersträucher zusätzlich mit dem nötigen Stickstoff. Zudem sollten Sie darauf achten, Staunässe zu vermeiden, denn diese lässt die Heidelbeeren im wahrsten Sinne des Wortes «sauer werden».