Wintergemüse ernten und Nützlingen ein Zuhause geben

Bestimmtes Gemüse erhält erst nach dem ersten Frost Geschmack.

Erst nach dem ersten Frost landet Gemüse wie Randen auf Ihrem Teller. Foto: ivandzyuba, iStock, Thinkstock

Im Herbst bringen Gärtner die Nachsaat ein. Das kann beispielsweise Spinat, Feldsalat, Wintergetreide oder Zottelwicke sein. Mit diesen Pflanzen wäscht sich der Boden in den kalten Monaten nicht aus. Der Spätherbst ist aber auch Erntezeit. Im Oktober erntet man das Wurzel- und Wintergemüse. Denn erst nach dem ersten Frost erhalten Rosen- und Grünkohl ihren typischen Geschmack und landen dann auf den Tellern.

Naturnaher Garten als Herberge für Winterschläfer

Der Igel fühlt sich im naturnahen Garten ganzjährig wohl. Er sucht in Hecken und in Komposthaufen nach Käfern, Schmetterlingsraupen und Schnecken. Fallen die Temperaturen, ziehen sich die stacheligen Gartenbewohner in geeignete Quartiere zum Überwintern zurück. Das können Ast-, Laub- und Steinhaufen im Naturgarten sein. Dort siedeln sich auch Insekten und anderes Getier an, welche von den Igeln als Gaumenschmaus verzehrt werden. Oftmals wirken die Haufen wie unaufgeräumte Ecken, doch sind sie für Spitzmäuse, Reptilien und Amphibien kleine Paradiese im Naturgarten.

Wie baut man einen Asthaufen?

Ein Asthaufen nimmt etwa eine Fläche von zwei bis vier Quadratmetern im Naturgarten ein. Für einen guten Witterungsschutz muss er mindestens einen Meter hoch sein. Auf dem Erdboden stapelt der Gartenbesitzer dickere Äste auf. Damit schafft er Hohl- und Lebensräume für die Wintergäste. Dem folgen dünnes Geäst und Laub. Alle drei Schichten werden abwechselnd aufgeschichtet, damit mehrere Schlafmöglichkeiten im Naturgarten entstehen.

Vogelfutter aus dem Naturgarten

Vögel, die in der Schweiz überwintern, suchen in Parkanlagen und Vorgärten häufig erfolglos nach Futter. Den Hungerleidern helfen dann meist Futterhäuschen. Doch Naturgärten sind gute Alternativen. Dort finden sie Blütenreste oder überwinternde Insekten, die sich in Stauden verstecken. Ferner laben sie sich an Beeren von Weissdorn oder Schlehe und picken im bodenbedeckenden Laub nach Insekten, die darin Schutz vor der Kälte suchen.

Der naturnahe Garten ist im Winter nicht nur eine gute Schlaf- und Raststätte für die Tiere, der Gartenbesitzer erlebt dank ihm auch in der kalten Jahreszeit viele Augen- und Naturfreuden.

Quellen: bfnu, Natur im Garten, wwf, gartenland.ch, baselland.ch, umwelt-olten.ch, froschnetz.ch, pro-igel.ch Text: Kerstin Borowiak