Kletterrosen richtig schneiden und eine Blütenpracht erhalten

Kletterrosen brauchen im Gegensatz zu Strauch- oder Beetrosen wenig Pflege. Wichtig ist nur, dass Sie nach der Blüte die Kletterrosen schneiden. Mit dem richtigen Schnitt werden die Pflanzen zum Austrieb neuer Blüten angeregt. Dicht wachsende Rosen lohnen dann die Mühe.

Kletterrosen im Garten richtig schneiden
Für das Schneiden von Kletterrosen benötigt es nur wenig Aufwand und einige Kenntnisse. Foto: iStock / Thinkstock
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Kletterrosen schneiden: Unterschiede zu Beet- und Strauchrosen

Ihre Beet- und Strauchrosen müssen Rosenliebhaber im beginnenden Frühling schneiden. Nur dann können sich neue Triebe entwickeln, die  Blüten tragen. Wenn Sie Ihre Strauchrosen nicht schneiden, bleiben die Pflanzen dünn und neigen zu langen, unansehnlichen Trieben.

Kletterrosen hingegen reagieren ganz anders. Sie blühen an den Trieben des Vorjahres. Wenn Sie schon im Frühjahr Ihre Kletterrosen schneiden, entfernen Sie daher die blütentragenden Triebe. Deshalb sollten Sie erst die Zeit im Juli nutzen, um Ihre Kletterrosen zu schneiden und in Form zu bringen.

Bis zur Hauptblütezeit werden die neu wachsenden Triebe der Kletterrosen in Form gebracht und am Gerüst angebunden. Im Juli sind die meisten Rosenblüten dann ausgeblüht. Deshalb ist jetzt die Zeit, zur Schere zu greifen, und die Kletterrosen zu schneiden. Nutzen Sie immer eine scharfe Gartenschere oder besser noch eine spezielle Rosenschere. Dadurch verringern Sie die Gefahr, die Stiele aufzureissen und so Schädlingen und Pilzen eine Angriffsfläche zu bieten. Sie sollten dabei unbedingt Handschuhe und schützende Kleidung tragen, da die Dornen die Haut schwer verletzen können.

Kletterrosen nach der Blüte richtig schneiden

Entfernen Sie beim Rosenschnitt nicht nur die verblühten Teile selbst, sondern schneiden Sie immer gleich den ganzen Trieb ab, sodass nur noch drei bis vier Augen daran verbleiben. Nur einige waagerecht verlaufende Triebe sollten Sie stehen lassen, denn sie verzweigen sich besser als senkrechte. Die Triebe werden immer leicht schräg geschnitten. Dadurch können Tau- oder Giesswasser besser ablaufen und die Rose bleibt vor Pilzerkrankungen geschützt.

Wenn Sie beginnen, Ihre Kletterrosen zu schneiden, achten Sie darauf, dass Sie die Triebe nicht direkt am Boden kürzen. Dadurch beschädigen Sie die Veredelungsstelle. Die Kletterrose entwickelt dann nur noch wilde Triebe, an denen keine Blüten wachsen. Dieser Tipp gilt übrigens auch dann, wenn Sie den Rosenschnitt an Strauchrosen vornehmen.