Möglichst schnell und richtig Gartenabfälle kompostieren

Kompost ist die beste Art zu düngen, denn er steigert die Bodenqualität im Biogarten enorm. Gartenabfälle richtig kompostieren ist auch gar nicht schwer, dauert aber mit einigen Methoden recht lange. Lesen Sie, wie Sie Laub, Grasschnitt, Pflanzenreste, Gemüse- und Obstabfälle besonders schnell kompostieren und in nährstoffreichen Bodenverbesserer verwandeln.

Eigene Gartenabfälle kompostieren
Wenn Sie kompostieren, beschleunigen Sie einfach den natürlichen Verrottungsprozess Ihrer Gartenabfälle. Foto © iStock / Thinkstock
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Früher oder später verrottet jedes organische Material. Richtig und schnell kompostieren bedeutet, diesen Prozess zu beschleunigen. Entscheidend dafür sind hohe Temperaturen. Bakterien und Pilze, welche die organischen Abfälle umsetzen, erzeugen mit ihrer Stoffwechselaktivität Wärme, die auch einen einfachen Gartenkomposthaufen im Kern auf 50-60 Grad Celsius aufheizen kann. Das wiederum sorgt für schnellere Verrottung.

Schnell kompostieren: Komposthaufen oder Kompostbehälter?

Wichtig ist das natürliche Erreichen einer möglichst hohen Temperatur. Sogenannte Thermokomposter sind mit einer wärmedämmenden Schicht ausgekleidet und versprechen dadurch höhere Temperaturen und schnellere Verrottung. So lassen sich auch kleine Kompostmengen richtig kompostieren. Ist die Kompostmenge ausreichend gross (mindestens einen Meter lang, breit und hoch) werden auch in einem schlichten Haufen bei korrekter Zusammensetzung des Ausgangsmaterials ausreichend hohe Temperaturen erreicht.

Richtig kompostieren: Die Mischung machts

Wenn Sie Gartenabfälle kompostieren, achten Sie auf die richtige Mischung von nährstoffarmem und nährstoffreichem Material. Ersteres gibt dem Kompost Struktur, Letzteres sorgt für den Nährstoffgehalt.

Nährstoffarm sind generell trockene, braune Materialien wie Falllaub, Stroh und Gehölzschnitt. Nährstoffreich sind frischer Grasschnitt, frische Pflanzenabfälle sowie Obst- und Gemüsereste. Richtig kompostieren Sie, wenn Sie beide Materialarten immer etwa im Verhältnis 1:1 mischen.

Da natürlich im Herbst und Winter mehr Laub und Gehölzschnitt, in der Wachstumsperiode mehr frische Materialien anfallen, ist es sinnvoll, neben dem Komposthaufen einen Vorrat trockenen Laubs und gehäckselter Zweige anzulegen. Mit diesem Material werden im Sommer die grünen Abfälle bei Bedarf gemischt.

Gut zerkleinern bedeutet schnell kompostieren

Gründliches Zerkleinern des Ausgangsmaterials vergrössert die Angriffsfläche für die Kompostlebewesen und beschleunigt so die Kompostentstehung. Steht kein Häcksler zur Verfügung, greifen Sie zur Gartenschere. Laub lässt sich zerkleinern, indem Sie mit dem Rasenmäher ein paar Mal darübergehen.

Wasser- und Luftmanagement für den Komposthaufen

Das Klima im Komposthaufen sollte feucht, aber nicht zu nass sein. Wässern bei Trockenheit und Nässeschutz bei Dauerregen helfen, die Verrottung zu beschleunigen. Zum richtigen Kompostieren gehört auch das Umsetzen des Komposthaufens nach einigen Wochen. Fehlt Ihnen dafür die Zeit, können Sie durch Auflockern mit einer Grabegabel Bewegung und frische Luft in den Kompost bringen.