Lästige Trauermücken mit Hausmitteln wirksam bekämpfen

In der kalten Jahreszeit treten in der Blumenerde von Zimmerpflanzen oft unzählige kleine schwarze Fliegen auf. Diese sogenannten Trauermücken sind in der Natur durchaus nützlich, aber in der Wohnung eher lästig. Da sie auch den betroffenen Pflanzen schaden können, sollte man Trauermücken bekämpfen. Dafür gibt es einige Hausmittel, mit denen man das ganz natürlich schafft.

Trauermücken bekämpfen: Mit diesen Hausmitteln funktioniert es
Foto: 2micha / Wikipedia (CC BY 3.0)
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Trauermücken gehören zwar zu einer Unterordnung der Mücken, stechen aber nicht. In der Natur sind die kleinen Fliegen sehr nützlich, da sie sich zum Beispiel im Komposthaufen von abgestorbenen Pflanzenteilen ernähren und diese zersetzen. An Zimmerpflanzen können die kleinen Plagegeister jedoch enorme Schäden anrichten.

Die Weibchen legen ihre Eier in der Erde ab, nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven. Diese ernähren sich von den feinen Wurzeln der Pflanze. Erwachsene Tiere richten keinen Schaden an, sind aber trotzdem unangenehm. Deshalb sollte man sofort beginnen, die Trauermücken zu bekämpfen, wenn man einen Befall feststellt. Bevor man aber zur chemischen Keule greift, sollte man erst eines der vielen Hausmittel gegen Trauermücken ausprobieren.

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Mit Quarzsand die Trauermücken vom Eier legen abhalten

Ihre Eier legen Trauermücken meistens von oben in die Blumenerde. Die Larven fühlen sich dabei in feuchter Erde besonders wohl. Um zur Bekämpfung der Schädlinge nicht die Blumenerde austrocknen lassen zu müssen, kann man ihnen den Weg mit einer Schicht Quarzsand versperren.

Hierzu wird ein Teil der Erde um die Pflanze herum abgetragen, eine Schicht Quarzsand eingefügt und die restliche Erde wieder darauf gegeben. Wer das macht, sollte die Pflanze dann jedoch nur noch von unten giessen, da sich der Quarzsand sonst überall verteilt, was viele Gewächse nicht mögen. Zudem bleibt so die oberste Schicht Erde trocken, was die Trauermücken vom Eier legen abhält. Foto: © NorthHatley / iStock / Thinkstock

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Durch vorbeugende Massnahmen Trauermücken bekämpfen

Da sich Trauermücken in feuchter Erde besonders wohlfühlen, sollte man darauf achten, dass das Substrat immer erst abtrocknet, bevor erneut gegossen wird. So wird die Vermehrung der Tiere erschwert. Eine weitere Möglichkeit ist, die Erde komplett mit einer Schicht Quarzsand zu bedecken, weil dann die Weibchen nicht an die Erde kommen, um ihre Eier dort abzulegen. Auch eine Schicht Zimt auf der Erde soll hier gut helfen.

Einfache Hausmittel gegen Trauermücken

Wenn nur einzelne Pflanzen betroffen sind, reicht es oft schon aus, diese umzutopfen, um die Trauermücken zu bekämpfen. Die alte Erde sollte dabei möglichst vollständig von der Pflanze entfernt und die Wurzeln mit Wasser abgespült werden. Auch der Topf muss gründlich gereinigt werden.

Gegen erwachsene Trauermücken helfen auch fleischfressende Pflanzen. Werden diese in der Nähe befallener Pflanzen aufgestellt, kann der Befall verringert werden. Ein weiteres Hausmittel gegen Trauermücken sind Streichhölzer, die mit dem Kopf in die Erde gesteckt werden. Der Schwefel tötet die Larven der Trauermücke sehr zuverlässig ab. Als Alternative kann man hier auch Knoblauch verwenden.

Hilfe aus dem Gartencenter zum Trauermücken bekämpfen

Im Fachhandel gibt es sogenannte Gelbtafeln oder Gelbsticker, die natürlich hergestellte Lockstoffe enthalten. Diese werden einfach aufgestellt. Sie ziehen die Trauermücken an, die dann daran kleben bleiben.

Hilft keines der natürlichen Mittel gegen Trauermücken, können sie auch mit speziellen Insektiziden bekämpft werden, die über das Giesswasser verabreicht werden. Dies sollte aber immer die letzte Wahl sein.