Tomaten-Pflanzen im Naturgarten: Wann und wie Sie am besten säen

Tomaten sind der Schweizer liebstes Gemüse. Besonders schmackhaft ist das rote Gemüse aus dem eigenen Garten oder vom Balkon. Deshalb ziehen viele Hobbygärtner eigene Tomaten-Pflanzen. Erfahren Sie, wie man richtig Tomaten sät, daraus gesunde Keimlinge zieht und welche Tomatensorten sich eignen.

Nachhaltig saftige Tomaten ziehen im eigenen Garten.
Saftige Tomaten lassen sich nachhaltig selbst anbauen. Foto: DusanVulic, iStock, Thinkstock
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Rot, gelb, grün, braun oder violett: Tomaten wachsen in vielen Farben, Grössen und Formen. Wer im Supermarkt einkauft, kennt meist nur den roten Klassiker. Wer ungewöhnlichere Sorten essen möchte, kann eigene Tomaten-Pflanzen anbauen. März und April ist die beste Zeit, um Paradeiser zu säen. «Wenn kein Gewächshäuschen vorhanden ist, wo man die jungen Pflänzli frostfrei halten kann, sollte man nicht zu früh säen,» rät Bina Thürkauf, die in ihrer Biogärtnerei etwa 35 Tomatensorten kultiviert. «Draussen könnten sie erfrieren und in der warmen Stube wird es ihnen bald mal zu warm.» Wer eigene Pflanzen auf dem Fensterbrett zieht, sollte bis etwa Mitte April mit der Aussaat warten.

Tomaten säen

Tomaten kann man leicht an einem sonnigen Fensterplatz heranziehen. Bina Thürkauf empfiehlt, dabei auf ausreichend Licht zu achten. Sonst werden die Keimlinge lang und kränklich. Am besten gedeihen diese bei einer Temperatur zwischen 22 und 27 Grad. Damit die Tomatensamen in der Erde schneller keimen, legt man diese über Nacht in Wasser ein. Als Gefässe eignen sich spezielle Aussaatkisten oder aber Eierkartons, Dosen oder Behälter aus Zeitungspapier. Diese füllt man mit Anzuchterde, befeuchtet alles mit einem Wassersprüher und legt zwei bis drei Samen in grösseren Abständen aus. Die Tomatensamen bedeckt man  mit etwas Erde, da diese Dunkelkeimer sind. Doch nicht zu viel, rät die Expertin. Die Schicht sollte in etwa der doppelten Samendicke entsprechen. Anschliessend besprüht man alles mit Wasser und breitet darüber eine Plastiktüte, einen Deckel oder eine Glasplatte aus. In den kommenden Tagen prüft man regelmäßig die Feuchtigkeit im Minitreibhaus und sorgt so für gelegentliche Frischluftzufuhr. Erste Keimlinge sind nach etwa sieben bis 14 Tagen zu erkennen. Ab dann ist die Abdeckung überflüssig und ohne Plastik gelangt mehr Sonnenlicht an die kleinen Tomaten-Pflanzen. Wichtig ist, dass die Erde nicht austrocknet. Deshalb steht eine mehrmals tägliche Kontrolle und das entsprechende Befeuchten auf dem Tagesplan.

Durch das Pikieren werden Tomaten-Pflanzen robuster

Nach knapp zwei Wochen bilden sich die ersten Blätterpaare aus. Nun kann man die Tomaten-Pflanzen vereinzeln, was auch als Pikieren bezeichnet wird. Als erstes giesst man die Pflänzchen und wartet zwei bis drei Stunden, bis man diese am Stengel vorsichtig aus dem Topf zieht. Dabei ist Obacht angesagt, um nicht die Wurzeln zu verletzten. Überlanges Wurzelgeflecht kürzt man auf etwa zwei Zentimeter Länge. So wird das Wachstum angeregt. Anschliessend pflanzt man jede Tomate in einen neuen Topf um. Dafür bedeckt man den Gefässboden mit Anzuchterde, setzt die Pflanze ein und füllt den Topf bis zum Blätteransatz mit Erde auf. Nun müssen die Tomaten-Pflanzen gut gewässert und für etwa zwei Tage zu einem schattigen Platz umziehen.

Danach benötigen die Pflanzen wieder mehr Sonne. Ein «kleines Abhärtungstraing» bei milden Temperaturen hilft, die Tomaten auf die Zeit im Freiland vorzubereiten: Man kann diese tagsüber nach draussen stellen – doch nur wenn keine Zugluft herrscht. Die Tomatenexpertin Bina Thürkauf führt fort: «Man kann Tomaten, je nach Lage, ab Anfang bis Ende Mai ins Beet bringen. Dabei sollte man unbedingt  einen sonnigen Ort mit Überdachung wählen, um die Tomaten-Pflanzen vor Regen zu schützen. Diese vertragen den Regen in unseren Breitengraden nicht so gut und können dadurch an Braun-und Krautfäule erkranken».

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