Für grüne Daumen: Pflanzen im Garten richtig giessen

Einige Pflanzen mögen es lieber trocken, andere feucht oder sie vertragen kein Wasser auf den Blättern. Was Sie beim Pflanzen giessen beachten sollten, damit alles im Garten richtig schön aufblüht.

Pflanzen im Garten richtig giessen
Foto: © bobiwankanobi, iStock, Thinkstock
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Pflanzen giessen kann gerade im Sommer eine Herausforderung werden. Denn wenn die Tage sehr warm sind, müssen sie mehr – und vor allem richtig – gegossen werden. 10 Tipps, die Sie beachten sollten, wenn Sie Ihre Pflanzen im Garten und auf dem Balkon wässern.

1. Am frühen Morgen giessen

Den wenigsten Wasserverlust hätte man, wenn man morgens zwischen drei und fünf Uhr die Pflanzen giessen würde. Zu dieser Zeit ist die Erde wie die Umgebungsluft am meisten abgekühlt, wodurch am wenigsten Wasser verdampft und die Pflanzen genügend Zeit haben, das lebensnotwendige Nass aufzunehmen. Da aber nicht jeder ein Frühaufsteher ist, sollte man möglichst morgens die Pflanzen giessen. Die Luft ist noch vergleichsweise kühl, es verdunstet noch nicht allzu viel Wasser und die Pflanzen erhalten so einen guten Start in den Tag.

Giesst man indes tagsüber, dann verdunstet nur unnötig viel Wasser, wodurch der Giessaufwand wesentlich höher ausfällt. Kann man Pflanzen nicht morgens giessen, dann ist der frühe Abend der zweitbeste Giesszeitpunkt. 

2. Nicht bei Sonnenschein giessen

Pflanzen giessen bei Sonnenschein sollte man generell nicht. Schnell sind die Blätter nass und die Feuchtigkeit hat einen klassischen Brennglaseffekt, wenn die Pflanzen in der Sonne stehen. Das kann zu unschönen Brandflecken und braunen Blätter führen.

Richtig schädlich können feuchte Blätter an pilz- oder fäuleanfälligen Pflanzen werden. Pflanzen, die zu Mehltau neigen, also Zucchetti, Kürbis oder Gurken, erhalten diesen eher, wenn sie ständig feuchte Blätter haben. Diese Pflanzen sollte man möglichst nicht abends giessen.

Auch Tomatenpflanzen erhalten durch die feuchten Blätter im unteren Bereich viel schneller die gefürchtete Kraut- und Braunfäule. Zumindest bei ihnen kann man die Gefahr durch Giesswaser allerdings minimieren, indem man die unteren Blätter komplett entfernt. Dies gilt im Blumenbeet genauso für Rosen, Flammenblumen oder Skabiosen.

3. In Bodennähe giessen

Achten Sie darauf, dass die Pflanzen immer möglichst weit unten gegossen werden. Je näher man am Boden wässert, desto mehr Wasser kommt direkt an den Wurzeln an.

4. Für Blühpflanzen, Gemüse und Rasen gilt: immer kräftig wässern

Pflanzen sollten kräftig gewässert werden. Dies gilt für Blühpflanzen, Gemüse und auch den Rasen. So sind beispielsweise Tomaten, Zucchetti oder Gurken auch mal über fünf bis zehn Liter auf einmal froh, anstatt mal hier und da mal ein paar Liter zu erhalten.

Als Folge einer geringen oder unregelmässigen Wassergabe können Zucchetti oder Gurken auch mal nur männliche Blüten ausbilden und dadurch keine Früchte tragen. Die Tomate indes reagiert gerne mit Blütenfäule bei zu viel Trockenheit oder unregelmässigem Giessen.

5. Für mediterrane Pflanzen gilt: lieber einmal weniger giessen

Gerade bei mediterranen Pflanzen kann das Gegenteil der Fall sein. Lavendel, Olive oder auch Rosmarin haben mit Trockenheit weniger Probleme. Dafür schadet ihnen eher zu viel Wasser.

6. Machen Sie den Fingertest

 Der Fingertest macht das Pflanzengiessen erheblich leichter: Hierzu den Zeigefinger in die Erde stecken, um zu testen, ob diese nur an der Oberfläche oder tiefer ausgetrocknet ist. Hat man den halben Finger in der Erde versenkt und spürt Feuchtigkeit, dann ist das Pflanzen giessen noch nicht unbedingt nötig.

Lesetipp:

7. Weniger giessen dank Unkraut jäten

Um Pflanzen weniger zu giessen, sollten Sie das Beet regelmässig «unkrautfrei» machen. Dabei wird gleichzeitig der Boden gelockert, denn so kann die Erde und damit auch die Pflanze wesentlich besser Wasser aufnehmen und das Giessen wird etwas erleichtert.

8. Weniger giessen dank Mulch

Mulch aller Art auf das Beet zu geben – funktioniert auch im Topfgarten –  minimiert ebenfalls den Aufwand beim Pflanzengiessen. Dies kann Rasenschnitt sein, den man einige Tage in der Sonne antrocknen lässt, was möglicherweise noch vorhandene Energie in den Wurzeln von Wildkräutern absterben lässt. Auch Stroh ist geeignet, Rindenmulch oder Hackschnitzel, Kies, Split oder andere Materialien. Sie alle haben gemeinsam, dass durch ihre Auflage die Erde weniger schnell austrocknet.

9. Mit Regenwasser giessen

Pflanzen mögen Regenwasser lieber als das kalkhaltige Wasser, das aus dem Hahn kommt. Lassen Sie Ihre Giesskannen bei Regen einfach draussen stehen. So sparen Sie Trinkwasser und tun Ihren Pflanzen etwas Gutes.

10. Mit lauwarmem Wasser giessen

Achten Sie darauf darauf, dass das Giesswasser nicht zu kalt und nicht zu heiss ist. Pflanzen mögen, gerade wenn es heiss ist, lieber wohltemperiertes Giesswasser.

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