Mit richtigem Mulchen Rasen und Beete stärken

Stehen die heissen Sommermonate bevor, gilt es, Rasen und Beete nachhaltig vor dem Austrocknen und Überhitzen zu schützen. Eine effektive Möglichkeit ist hier das Mulchen mit Materialien wie Rindenmulch. Fachgerecht ausgebracht, beugt der Mulch ausserdem ganz nebenbei Unkrautbefall vor.

Mulchen im eigenen Garten schützt vor Trockenheit
Mulchen im eigenen Garten schützt vor Trockenheit von Rasen und Beeten in den Sommermonaten. Foto: iStock / Thinkstock
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Welcher Mulch eignet sich am besten?

Je nach Kulturen, die Sie in Ihrem Garten anbauen, eignen sich unterschiedliche Materialien für das Mulchen. So können Sie angetrockneten Rasenschnitt, Kieselsteine, Strohmulch oder auch spezielle Mulchfolie verwenden. Ein echter Allrounder ist der Rindenmulch: Die gehäckselte Baumrinde ist in grober, mittlerer und feiner Qualität erhältlich.

Häufig eignet sich zum Mulchen eine mittlere Stärke, denn sehr feiner Rindenmulch kann durch Wettereinflüsse, wie Wind, rasch abgetragen werden. Verwenden Sie sehr groben Rindenmulch, bilden sich zwischen den Rindenstücken dagegen häufig Hohlräume. In der Folge kann dem abgedeckten Boden Feuchtigkeit entweichen.

Wie bringt man den Mulch aus?

Damit Sie Ihre Gartenpflanzen durch das Mulchen ausreichend schützen können, muss das Material flächendeckend verteilt werden. Die ideale Dicke einer Mulchschicht ist von dem gewählten Mulchmaterial abhängig. Wählen Sie grob gehäckselte Rinde, sollten Sie eine Schicht von ca. 7 - 10 Zentimetern auf den Gartenboden aufbringen. Mulchen Sie dagegen mit feinem Mulchmaterial, können Sie die genannte Dicke etwa um die Hälfte reduzieren.

Bevor Sie Ihren Garten mulchen, entfernen Sie vorhandene Wurzelunkräuter. Wenn diese durch die Mulchschicht wachsen, wird das Entfernen schwieriger.

Rindenmulch enthält fast keine Mineralien und kann bei der Zersetzung dem Boden wichtige Nährstoffe, wie Stickstoff, entziehen. Um zu vermeiden, dass Ihre Pflanzen durch das Mulchen einen Nährstoffmangel erleiden, empfiehlt es sich, den Boden in einem vorbereitenden Schritt mit Hornspänen zu versehen. Verwenden Sie hierfür ca. 40 - 80 Gramm der Späne pro Quadratmeter Gartenboden und arbeiten Sie diese flach in den Untergrund ein.

Beachten Sie beim Auftragen der Mulchschicht auch die Art Ihrer Gartenpflanzen: Gewächse mit halbschattigem oder schattigem Standort, sowie grössere Gehölze, vertragen Mulch meist problemlos. Dagegen bevorzugen beispielsweise Rosen offene Böden. Obwohl sich auch hier vor allem Rindenmulch eignet, sollten Sie beim Ausbringen des Mulches den engeren Bereich um die Pflanzenwurzeln aussparen.