So pflanzen und pflegen Sie Margeriten am besten

Margeriten sind ein echter Hingucker im Garten und auf dem Balkon und dabei pflegeleicht. Wie Sie die weissen Blumen am besten pflanzen und pflegen plus Tipps zum Überwintern und Schneiden.

Margeriten: So pflanzen und pflegen Sie die Blumen am besten
Margeriten sind eigentlich pflegeleichte Blumen. Sie brauchen aber viel Wasser. Foto: © HeikeRau/ iStock / Getty Images Plus
  • 14

Gewusst? Der griechische Name für die Margerite, Leucanthemum, bedeutet übersetzt «weisse Blüte». So einfach sind manchmal alte Sprachen.

Die beliebten Margeriten gehören zur Familie der Korbblütler und sind in ganz Europa verbreitet. Charakteristisch sind vor allem die Blüten der Pflanze mit der gelben Blütenmitte und den weissen Blütenblättern. Sie kommen besonders gut als Beetpflanze zur Geltung. Aber auch im Topf auf Balkon oder Terrasse machen die Blumen eine gute Figur. Wer bei der Margeriten-Pflege einige Punkte beachtet, wird den ganzen Sommer lang mit einer Blütenpracht belohnt.

Margeriten pflanzen im Garten: Geeignete Arten

Bei den Gartenmargeriten reicht das Farbspektrum von weiss bis violett.

Das Farbspektrum bei den Gartenmargeriten reicht von weiss bis violett und sogar rot. Foto: © Kwangmoozaa/ iStock / Getty Images Plus

Die heimische Wiesemargerite kennen wir von Wiesen und Weiden. Sie eignet sich hervorragend im Garten und zählt zu den mehrjährigen, winterharten Margeriten-Sorten. Auch die Garten- oder Sommermargerite (Leucanthemum maximum) peppt Ihr Beet auf. Nebst der weissen Sorte erweitern rote, rosafarbene oder gelbe Züchtungen das Farbspektrum.

Wenn Sie Margeriten pflanzen, dann ist gut zu wissen, dass die Wiesenmargerite sich gerne aussamt und Ausläufer bildet, dafür aber als eher kurzlebig gilt. Bei der langlebigen Gartenmargerite ist dies nicht der Fall.

Tipp: Damit sich die Wiesenmargerite aussamen kann, die letzten Blüten im Herbst nicht entfernen.

Strauchmargeriten werden gerne auch als Margeritenbaum gezüchtet.

EIn Margeritenbaum ist zwar sehr hübsch aber nicht winterhart. Foto: © Magdevski/ iStock / Getty Images Plus

Die Strauchmargeriten (Argyrathemum) werden gerne als Hochstamm gezüchtet. Im Aussehen sehr ähnlich, lediglich mit kleineren Blüten, sind diese Margeriten-Arten, entsprechend ihrer Heimat, den Azoren, Madeira und Kanarische Inseln, nicht winterhart und müssen im Haus überwintern.

Strauchmargeriten sollten Sie erst nach Ende der Frostgefahr pflanzen und am besten in einen Topf mit normaler Blumenerde. Auch im Herbst muss man darauf achten, dass die Pflanzen keinen Frost abbekommen.

Nachhaltigkeitstipp: Vor allem Wiesen-, aber auch Garten-Margeriten sind bei Wildbienen, Schmetterlingen und Schwebfliegen als Nahrungspflanze beliebt.

Der richtige Standort wenn Sie Margeriten pflanzen

Margeriten brauchen einen sonnigen Standort im Garten oder auf dem Balkon

Margeriten brauchen einen sonnigen Standort im Garten oder auf dem Balkon. Foto: © DiyanaDimitrova/ iStock / Getty Images Plus

Margeriten gedeihen besonders gut an einem sonnigen Standort, einige Stunden am Tag Schatten tolerieren sie allerdings auch. im Schatten hingegen wachsen sie langsamer und bilden weniger Blüten. Margeriten mögen einen durchlässigen Boden. Bekommen Margeriten eine schwere, humusreiche Erde zum Wachsen, sind sie besonders blühfreudig.

Nachbarschaftstipp: Wenn Sie Margeriten pflanzen, dann sind Kornblumen, Klatschmohn, Lupine, Schafgarbe oder Echinacea gute Nachbarn.

Margeriten pflegen

Während die Wiesenmargerite nicht so durstig ist, möchte die Gartenmargerite täglich und ausreichend Wasser. Besonders wichtig bei der Margeriten-Pflege ist, dass der Wurzelballen niemals ganz austrocknet. Auch die Strauchmargeriten sollte nie im trockenen stehen.   Passiert es doch, lässt die Pflanze schnell ihre Blüten und Blätter hängen und die Blumen verblühen. Deshalb sollte man Margeriten an sehr warmen Tagen morgens und abends giessen.

Tipps für die Pflege im Frühjahr

  • Vertrocknetes Pflanzenmaterial sollten Sie bis zum Neuaustrieb hinunter abschneiden.
  • Ob im Topf oder Beet: Geben Sie den Blumen einen Langzeitdünger. Urgesteinsmehl ist z. B. eine gute Wahl.
  • Gartenmargeriten mögen alle 2, 3 Wochen die Gabe eines Flüssigdüngers.
  • Hohe Margeriten-Blumen neigen zum Umfallen. Eine Stütze, z. B. ein Staudenring, verhindert dies.

Margeriten pflegen während der Blütezeit

Je nach Sorte ist die Margeriten-Blütezeit von Mai/Juni bis Oktober, wobei die Blüten der Wiesen-Margeriten meist etwas kleiner sind, als jene der Garten-Margeriten.

Um die Margeriten blühfreudig zu halten, sollten Sie bei Bedarf, mindestens einmal pro  Woche zu einer scharfen Schere greifen und Verblühtes ausputzen. Hierbei den Blütenstiel immer bis zum obersten Blatt entfernen.

Für die volle Blütenpracht sollten Sie Gartenmargeriten alle 3, 4 Jahre teilen. Hierzu im Herbst oder bei Austrieb im Frühjahr ausgraben und mit einem Spaten in mehrere Pflanzen teilen.

Strauch-Margeriten vertragen ein- bis zweimal im Monat etwas Flüssigdünger.

Achtung Kontaktallergie! Wer bekanntermassen gegen Korbblütler bei Hautkontakt mit Ausschlag reagiert sollte auf Margeriten im Garten und auf dem Balkon verzichten.

Margeriten überwintern

Während unsere heimischen Margeriten-Arten winterhart sind, vertragen Strauchmargeriten keinen Frost geschweige denn einen ganzen Winter im Freien. Im Herbst muss man darauf achten, dass die Pflanzen (ausser die winterharten Margeritenstauden) keinen Frost abbekommen. Deshalb sollten sie, bevor die ersten Fröste beginnen, ins Haus geholt werden, damit die Pflanzen dort überwintern können. Optimal ist dann ein heller, 10 bis 15 Grad kühler Standort.

den Margeritenbusch müssen Sie vor der Winterruhe etwa um 1/3 zurückschneiden. Es muss auch weniger gegossen werden, der Wurzelballen sollte allerdings trotzdem nie ganz austrocknen. Werden die Tage im Frühjahr wieder wärmer, können die Margeriten nach dem letzten Frost wieder nach draussen.