Schweizer Blumen sind voll von bienenschädlichen Pestiziden

Wer in Schweizer Gartencentern Zierpflanzen kauft, riskiert dadurch die Vergiftung nützlicher Bienen. Denn Blumen aus Gewächshäusern sind in Europa zum Grossteil mit bienenschädlichen Pestiziden belastet, wie aktuelle Stichproben zeigen.

Pestizide: Schweizer Blumen sind voll von bienenschädlichen Giften
Viele Blumen, die in Gartencentern und Supermärkten verkauft werden, weisen Pestizide auf. Foto: © Zoonar RF / Zoonar / Thinkstockphotos
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Narzissen, Veilchen und Krokusse sind im Frühjahr besonders beliebte Gartenblumen. Aber genau bei diesen wurden bei Stichproben oft giftige Pestizide gefunden, wenn die Pflanzen aus Gewächshäusern stammten. Dies hat die Greenpeace-Studie «Giftiger Garten Eden» herausgefunden, die Stichproben von 35 europäischen Pflanzenarten untersucht hat.

Pestizide in allen Schweizer Blumen gefunden

Von insgesamt 86 Proben wiesen laut der Untersuchung nur zwei keine Pestizide auf. Die zehn untersuchten Pflanzen aus der Schweiz enthielten allesamt Insektengift. Vier davon sogar das bienenschädliche Imidacloprid, das in der Schweiz teilweise verboten ist. Beim Bestäuben der Blüten treten die Bienen mit diesen Pestiziden in Kontakt und können an der Vergiftung sterben,

Bio-Blumen sind die bessere Wahl

Die untersuchten Pflanzen wurden zumeist in Gewächshäusern angebaut, die vom Pestizidverbot ausgenommen sind. In der Medienmitteilung von Greenpeace empfiehlt Landwirtschaftsexpertin Marianne Künzle, stattdessen besser Bio-Pflanzen zu kaufen. Diese findet man in Bio-Gärtnereien oder zunehmend auch in Supermärkten und Gartencentern. So verhindere man, dass die Pflanzen Pestizide enthalten, und schütze die nützlichen Bienen. 

Der Greenpeace-Test im Überblick

Für den Test wurden 86 Stichproben von insgesamt 35 europäischen Zierpflanzen im Labor analysiert. Die Pflanzen stammen aus Gartencentern, Bau- und Supermärkten aus zehn europäischen Ländern. 84 Proben wiesen Pestizide auf.

 

Quellen: greenpeace.org, 20min.ch
Autor: Cristina Bürgi