Gesunde Lebensmittel durch Fruchtwechsel

Bleiben Sie fit und ernähren Sie sich aus dem Bio-Garten

Bleiben Sie fit und essen Sie knackiges Gemüse aus dem Bio-Garten. Foto: kazoka30, iStock, Thinkstock

Im biologischen Gemüsegarten muss auf den Fruchtwechsel geachtet werden. Der wechselnde Anbau von Pflanzen auf einer Fläche verhindert, dass die Pflanzen dem Boden nur einseitig Nährstoffe entziehen. Die Pflanzen werden in die drei Gruppen Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer unterschieden, je nachdem wie viel Nährstoffe sie verbrauchen. Im ersten Jahr werden also die Starkzehrer, im zweiten die Mittelzehrer und im dritten die Schwachzehrer angelegt. Zu der ersten Gruppe gehören unter anderem Kohlarten, Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Lauch oder Kürbisse. Mittelzehrer sind Spinat, Zwiebeln, Erdbeeren, Auberginen, Karotten oder Salat. Am wenigsten Nährstoffe verbrauchen Bohnen, Erbsen, Radieschen oder Kräuter. Auch die Mischkultur wird im Biogarten gross geschrieben. Denn der Boden verliert seine Fruchtbarkeit, wenn man immer nur die gleichen Pflanzen anbaut. Mischkultur wird betrieben, wenn verschiedene Pflanzen gleichzeitig angebaut werden. Jedoch verträgt sich nicht jede Pflanze mit der anderen, einige stören sich sogar bei Ertrag oder Wachstum, wenn sie nebeneinander gedeihen. So sollen Tomaten nicht mit Gurken, Bohnen nicht mi Erbsen oder Kohlrabi nicht mit Kohlarten angebaut werden. Erdbeere und Zwiebel oder Pfefferminze und Kartoffeln vertragen sich hingegen gut.

Mit Nützlingen gegen Schädlinge

Für jeden Schädling hat die Natur auch den passenden Gegenspieler. Durch verschiedene Einflüsse können die Schädlinge aber trotzdem die Überhand gewinnen. Vorbeugende Massnahmen können mit den richtigen Mischkulturen getroffen werden. Denn durch die Vermischung von Wurzelausscheidungen wird es laut der Andermatt Biogarten GmbH für den Schädling schwierig, seine Wirtspflanze zu finden. Blattläuse zum Beispiel können auch mit dem einheimischen Zweipunkt-Marienkäfer vertrieben werden. Pro Blattlauskolonie werden mindestens zwei Marienkäferlarven oder ein bis zwei erwachsene Marienkäfer freigelassen.

Quelle: nachhaltigkeit.org



Tipps für den Bio-Garten


  • Nur organischen Dünger verwenden, denn alle chemischen Präparate belasten die Umwelt
  • Im Gemüsegarten auf Fruchtwechsel und Mischkulturen achten
  • Zum Bewässern eignet sich auch Regenwasser
  • Schädlingsbekämpfung kann mit Nützlingen entgegengetreten werden
  • Schneckenzäune aufstellen, anstatt chemische Körner zu streuen
  • Asche gehört wegen der Schwermetalle nicht in den Garten

 


Weitere Tipps und Infos zum Bio-Garten finden Sie hier:


  • Tipps und Tricks rund um den biologischen Gartenbau. Es können auch Nützlinge per Post bestellt werden.
  • Das ökö-forum Umweltberatung Luzern bietet unter www.oeko-forum.ch ein pdf zu Mischkultur und Fruchtfolgen an. Darin findet sich auch eine Liste, welche Pflanzen zusammen angepflanzt werden können.
  • Unter www.bilder.agrarwissen.ch finden Sie Labors für Bodenanalysen.