Wie Sie mit Mischkultur im Garten mehr Erfolg haben

Pflanzen gedeihen mit den richtigen Beet-Nachbarn besonders gut – das nennt sich Mischkultur. Die Vorteile der Mischkultur im Garten und die gängigsten Pflanzenkombinationen.

Wie Sie mit Mischkultur im Garten mehr Erfolg haben
Foto: © Photohaiku, Fotocute, Keikona / iStock / Getty Images Plus
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Gute Nachbarn im Beet, vor allem aber im Gemüsegarten, begünstigen sich gegenseitig im Wuchs und der Gesundheit. So ist das Risiko für Schädlingsbefalls deutlich geringer. Viele Hobbygärtner setzen daher auf die Mischkultur, die auch in der ökologischen Landwirtschaft gerne eingesetzt wird und damit genau das Gegenteil von Monokulturen darstellt.

Zwar ist die Mischkultur im Garten kein Garant, dass alles perfekt im eigenen grünen Reich wächst und gedeiht, aber sie macht vieles deutlich besser und optimiert den Garten auf ganz natürliche Weise.

Vorteile der Mischkultur

Werden verschiedene Pflanzen-Kulturen gemischt, hat das mehrere Vorteile.

Weniger Fressfeinde dank Mischkulturen

Beispielsweise haben es Fressfeind im Beet schon viel schwerer, sich schnell durch ihre Lieblingsspeise zu fressen, wenn andere Pflanzen oder Gemüsesorten den Weg versperren.

Ein gutes Beispiel für die Mischkultur im Garten ist hier die Reihenpflanzung von Salat, der sich mit anderen Pflanzen abwechselt, um ihn vor Schnecken etwas zu schützen. Sind Gemüsekulturen wie Lauch, Fenchel oder Rucola dazwischen gepflanzt, dann lenken diese Pflanzen vom Salat ab oder erschweren den Weg zum Büffet.

So setzten bereits unsere Grossmütter Tagetes in Reihen zwischen den Salat oder fassten ihn damit ein. Dieser einjährige Blüher wird zwar auch zum Opfer der Schnecken, da sie sich lieber über die schnellwachsende Blühpflanze hermachen, aber der Salat hat hierdurch bessere Überlebenschancen.  Im Falle der Tagetes spricht man von Fangpflanzen. Ein weiterer Vorteil: Tagetes verbessern die Qualität des Bodens und vergrämen lästige Wurzelälchen. Diese Funktion ist im weiter unten erwähnten Mischkultur-Beispiel sehr hilfreich.

Duftende Mischkultur gegen Schädlinge

Die Mischkultur mit Kräutern oder duftenden Pflanzen kann ebenfalls Schädlinge abhalten. Schädlinge sind vom intensiven Duft mancher Pflanzen verwirrt und finden ihre Opferpflanzen nicht oder nur sehr schwer.

Auch breiten sich durch die Mischkultur im Garten Krankheiten nicht oder zumindest nicht so stark aus. Eines der Paradebeispiele: Die Kombination aus Lauchgewächsen und Erdbeeren im Beet. Mehr dazu in der Bildgalerie.

Der Gegenpart in der Mischkultur

Ein weiterer Vorteil den man in der Mischkultur nutzt: Hungrige und weniger hungrige Pflanzen zusammen in ein Beet setzen.

Schutz vor Wind und Wetter

Mischkultur kann auch noch viel einfacher sein. So werden auf grösseren Flächen 2, 3 Reihen Sonnenblumen oder Mais angebaut, um Anbauflächen vor allzu starkem Wind und damit Bodenerosion zu schützen.

Platz sparen mit Mischkultur

Gerne werden auch Flach- und Tiefwurzler zusammengesetzt, da dies die benötigte Anbaufläche reduziert. Manche spezielle Mischkultur-Partner beeinflussen sich hierdurch auch noch positiv.

Und schliesslich können in der Mischkultur Pflanzen eine wahre Symbiose eingehen. Das wussten bereits die alten Mayavölker, die die als Milpa bezeichnete Anbauweise für optimale Erträge nutzten. Was das ist, wie das auch hierzuland funktioniert und weitere Lieblingskombinationen für die Mischkultur im Garten in der Bildergalerie. Mit unseren genannten Pflanzkombinationen können Sie sich so ihren eigenen Mischkultur-Pflanzplan erstellen.

Mischkulturen im Gemüsegarten im Überblick

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Tomaten und Kohl

Tomaten haben einen intensiven Duft. Dies können sich Fans von Kohlgemüse zunutze machen und Kabis oder Chinakohl zu den Tomaten pflanzen. Denn der Duft der Tomate lenkt den Kohlweissling ab – einen Schädling, der Kohlsorten befällt. Zudem brauchen Kohlpflanzen genauso wie Tomaten eine regelmässige Düngergabe. Weitere gute Partner der Tomate sind Basilikum, Petersilie und Buschbohnen. Diesen Nachbarn hält die Tomate Schadinsekten wie saugende Blattläuse fern. Foto: © GoodLifeStudio, bymuratdeniz / iStock / Getty Images Plus

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