Kräutergarten: Verschiedene Kräuter und ihre Pflege

Frische Kräuter aus dem eigenen Garten oder vom Balkon haben mehr Geschmack als gekaufte und abgepackte.

Frische Kräuter aus dem eigenen Garten oder vom Balkon haben mehr Geschmack als gekaufte und abgepackte. Foto: Alison Stieglitz, iStock, Thinkstock

Kräuterauswahl im Kräutergarten

 

Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich hinsichtlich der jeweiligen Bedürfnisse sowie aufgrund des Geschmacks.

Basilikum: Die Staude mag keinen Frost und liebt viel Wärme sowie Licht. In der Regel ist die Pflanze einjährig und wächst im Kräutergarten an einem sonnigen sowie windgeschützten Standort mit nährstoffreichen Boden. Um den Blattwuchs anzuregen, sollte man die Blüten entfernen. Wer Basilikum im Beet kultiviert, bereitet den Boden mit etwa sieben Litern reifem Kompost pro Quadratmeter im Frühjahr vor. Dabei ist auch die Fruchtfolge zu beachten, weil die Staude am besten jedes Jahr an einem anderen Platz gedeiht.

Rosmarin: Die immergrünen Sträucher können bis zu 1,5 Meter hoch werden. Die Pflanzen wachsen an einem windgeschützten und sonnigen Platz. Als Mittelzehrer bevorzugen sie durchlässigen und mageren Boden. Jedes Frühjahr ist eine Düngung notwendig, insbesondere nachdem man die Triebe nach der Blüte zurückgeschnitten hat.

Koriander: Das einjährige Kraut versteckt sich in vielen Gewürzmischungen. Wie auch Kerbel ist die Pflanze ein Schwach- bis Mittelzehrer. Da Koriander auch zu den Doldenblütlern gehört, kann man die beiden Gewächse im Kräutergarten nicht zusammen anbauen. Koriander benötigt zudem viel Sonne und nährstoffreiche Erde. 

Petersilie: Die zweijährige Pflanze hat einen ähnlichen Nährstoffbedarf wie Rosmarin. Wer das Kraut im Topf zieht, sollte dabei biologischen Flüssigdünger einsetzen. Am besten wächst Petersilie  auf lockeren, nährstoffreichen Boden und im Halbschatten. Die Pflanze kann nur alle fünf Jahre im gleichen Boden angepflanzt werden.

Kerbel: Das anspruchslose Kerbel erinnert äusserlich und geschmacklich an Petersilie. Die Pflanze wächst zwar in Kübeln, gedeiht aber nicht so gut auf der Fensterbank. Der Schwach- bis Mittelzehrer verlangt nach Halbschatten. Man kann im Frühjahr etwa 5 Liter pro Quadratmeter reifen Kompost im Kräutergarten aufbringen oder im Topf eine Portion Hornspäne verwenden. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass der Boden nie komplett austrocknet. Zudem ist Fruchtfolge relevant, weil man Kerbel nur alle vier Jahre an der gleichen Stelle pflanzt.

Thymian: Es gibt viele Sorten der immergrünen, niedrigen Thymiansträucher. Alle bevorzugen einen sonnigen und trockenen Standort. Da Thymian ein Schwachzehrer ist, wächst dieser auch im Steingarten. Wenn man einen Kräutergarten anlegen möchte, kann man fast alle Pflanzen mit vergleichbaren Bedürfnissen mit Thymian anbauen.

Gewisse Kräuter, wie etwa Schnittlauch oder Lavendel bringen mit ihren Blüten Farbe in den Kraeutergarten.

Gewisse Kräuter, wie etwa Schnittlauch oder Lavendel bringen mit ihren Blüten Farbe in den Kräutergarten. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Gewürzpflanzen aus dem Kräutergarten richtig trocknen

Die Kräuter schneidet man vor der Blüte – am besten am späten Vormittag. Diese sind nach der Ernte kurz mit kaltem Wasser abzuwaschen und mit Küchenpapier oder einem Tuch trocken zu tupfen. Anschliessend bündelt man die Pflanzen und hängt die Kräuter luftig auf. Alternativ kann man diese auch auf Küchenpapier legen. In jedem Falle sollte der Ort schattig, trocken und warm sein. Splitternde Stängel oder brüchige Blätter verraten, dass die Trocknung beendet ist. Dann streift man die Blätter von den Stielen ab oder zerkleinert die Pflanze mit einer Schere. Um die getrockneten Kräuter vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen, bewahrt man diese in beschrifteten Dosen oder dunklen Gläsern mit Deckel auf. Insbesondere Koriander, Lorbeer, Majoran, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian bewahren das eigene Aroma noch nach dem Trocknen.

Kräutergarten: Einfrieren oder Einsalzen konserviert das Aroma noch besser

Wer Basilikum, Estragon oder Rosmarin nicht trocknen möchte, kann die Kräuter stattdessen in Weissweinessig oder Olivenöl erntefrisch einlegen. Denkbar ist auch eine Art Kräuterpaste mit Öl herzustellen. Etwas energieaufwändiger ist es, Gewürzpflanzen aus dem Kräutergarten einzufrieren. Diese verlieren dadurch jedoch weniger Aroma. Dazu portioniert man die gewaschenen und zerkleinerten Kräuter in Eiswürfelbehälter und übergiesst alles mit Wasser. Dann stellt man die Behälter in das Gefrierfach. Grössere Portionen kühlt man einfach in beschrifteten Gefrierdosen.

Quellen: «Der Selbstversorger Balkon» (2011) von Michael Breckwoldt, «Kräutergärten» (2000) von Helmut Jantra, «Mein Kräutergarten» (2010) von William Denne, «Kräutergarten» (2012) von Joachim Mayer, «Die besten Gartentipps aus Omas Zeiten» (2012) Compact via, Text: Kerstin Borowiak

Kräuter im Garten anbauen: Tipps und Tricks mit Bildern

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Es geht nichts über selbst geerntete frische Kräuter! Mit ihnen verleihen Sie Ihren kulinarischen Kreationen nicht nur den letzten Feinschliff, sondern auch eine frische und unvergleichlich würzige Note. Wir zeigen Ihnen ein paar gute Ideen für die Umsetzung Ihres eigenen Kräutergartens. Zunächst einmal benötigen Sie das Grundmaterial, bestehend aus reichlich Erde, einer kleinen Handschaufel und nicht zu vergessen: Kräuter Ihrer Wahl! Und schon kann's losgehen! Foto © John Foxx / Stockbyte / Thinkstock

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Dieser Artikel entstand mit Unterstützung der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Erfahren Sie mehr über das Label Oecoplan und warum es vom WWF empfohlen wird. Unter dem Label Oecoplan bietet Coop unter anderem flüssigen Bio-Dünger, vegane biologische Pflanzerde ohne Torf oder Nützlinge gegen Blattläuse, Trauermücken und andere Schädlinge an.

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