Wie Sie am besten ein Hochbeet selber bauen

Anstelle eines herkömmlichen Flachbeetes kann man im Garten auch ein Hochbeet einfach selber bauen. Das bringt viele Vorteile mit sich. Als besonderes Gestaltungselement lockert es den Garten auf. Aber auch Gemüseanbau im Hochbeet ist sehr vorteilhaft.

Hochbeet einfach selber bauen: So klappt es mit wenig Aufwand
Ein Hochbeet lässt sich im Garten ganz einfach selber bauen. Foto: Jürgen Rösemeier
  • 108

Ein Hochbeet sorgt so für ein optisches Highlight im Garten. Da es sich einfach und bequem pflegen lässt, ist auch der Gemüseanbau im Hochbeet eine echte Alternative zu herkömmlichen Beeten. Durch das Schichtsystem im Inneren sind beste Ernten gesichert. Vor allem in Regionen mit schlechter Bodenqualität ist es eine Bereicherung, im Garten ein Hochbeet einfach selber zu bauen.

Hochbeet anlegen: So einfach ist das selber bauen

Das Anlegen eines Hochbeetes muss nicht teuer sein, und selbst wenig geübte Hobbygärtner schaffen das in der Regel problemlos. Als Baustoffe können Holz oder Steine verwendet werden. Im Handel werden auch komplette Bausätze angeboten, um ein Hochbeet selber zu bauen.

Bevor mit dem Bauen begonnen wird, müssen Grösse und Standort des Hochbeetes bestimmt werden. Eine Nord-Süd-Ausrichtung ist sehr günstig, da so das Sonnenlicht optimal genutzt werden kann. Bei der Höhe, Breite und Länge sollte man darauf achten, dass das Beet nicht zu gross wird und von allen Seiten erreichbar ist. Dort, wo es entstehen soll, muss zunächst eine etwa 30 cm tiefe Grube ausgehoben werden. Danach wird das Grundgerüst des Hochbeetes aufgestellt und ein Ungezieferschutz nach unten in Form eines Drahtgitters eingebracht. Zum Schluss wird das Hochbeet befüllt.

Bild: 1 von 14

Hochbeet selber bauen: Die Materialien

Ein Hochbeet selber zu bauen ist gar nicht so schwer und mit wirklich nur ein wenig Geschick und ein paar Werkzeugen ist das Projekt an einem Tag erledigt. Zunächst gilt es Breite, Länge und Höhe festzulegen. Die Höhe sollte bei 80 bis 120 Zentimetern liegen. Das hier gebaute Hochbeet ist zudem 1 Meter tief und 2 Meter lang. Die Länge ist beliebig, aber die Tiefe sollte nicht viel mehr als 1 Meter betragen, um wirklich von allen Seiten an das spätere Gemüse zu gelangen.

Die Werkzeuge, die man benötigt: Eine (Stich-)Säge, einen grossen und einen kleineren Hammer, eine Wasserwaage, eine Drahtzange, ein Metermass und einen Akkuschrauber/eine Bohrmaschine. Als Baumaterial ist heimisches, wetterfestes Holz wie etwa Lärche, in der gewünschten Länge zugeschnitten, zu empfehlen. Foto: © Jürgen Rösemeier

Weitere Bilder anschauen

 

Gemüseanbau im Hochbeet: Hoher Ertrag und längere Anbausaison

Beim Gemüseanbau im Hochbeet wachsen die Pflanzen dank der vielen Nährstoffe optimal und bringen deutlich höhere Erträge. Aufgrund der zusätzlichen Bodenwärme von 5°C bis 8°C verlängert sich die Anbausaison. Ausserdem lassen sich die Gemüsepflanzen ganz einfach vor Schneckenfrass schützen.

Da die Nährstoffversorgung im ersten Jahr am höchsten ist, sollten vorerst nur stark zehrende Gemüsearten angebaut werden. Gut geeignet sind hier Kohl, Gurken, Tomaten, Auberginen oder Lauch. Ab dem dritten Jahr können auch Salat oder schwach zehrende Kräuter für den Gemüseanbau im Hochbeet verwendet werden. Auf raumgreifende Arten wie Zucchini, Rhabarber oder Kürbis sollte verzichtet werden.

Tipps für den Gemüseanbau im Hochbeet

Besonders reiche Erträge lassen sich mit Mischkulturen erzielen. Bohnen mit Bohnenkraut, Karotten mit Zwiebeln oder Gurken mit Dill sind nur einige Beispiele. Für bunte Farbtupfer kann Kapuzinerkresse gepflanzt werden, deren Ranken über den Rand des Hochbeetes hinaus wachsen können.