Die Gemüseernte: Die Belohnung für die viele Gartenarbeit!

Frisch geerntetes Gemüse schmeckt am besten!

Frisch geerntetes Gemüse schmeckt am besten! Foto: Martin Poole, Digital Vision, Thinkstock

Juli – Zeit für das Herbstgemüse

Herbstgemüse, wie Chinakohl, Fenchel und Zuckerhut können Sie ab Mitte Juli pflanzen. Auch Radieschen und Kopfsalat können jetzt noch einmal für eine Späternte gesät werden. Randen eignen sich für eine zweite Aussaat ebenfalls sehr gut.

Wichtig bei der Wiederverwendung der Beete für eine zweite Aussaat ist, dass sie die Erde zuerst lockern und kräftig düngen. Denn die erste Ernte hat den Boden bereits stark ausgezehrt. Die fehlenden Nährstoffe müssen nun durch Düngung ersetzt werden.

 

 

August und September – Belohnung durch eine reichhaltige Ernte!

Salat und Tomaten konnten Sie bereits zwischen durch ernten. Jetzt ist die Zeit auch für das restliche Gemüse wie Zucchini, Bohnen, Rot- und Weisskohl, Zwiebeln und Gurken gekommen. Wer immer noch nicht genug vom Gärtnern hat, kann jetzt noch die Möglichkeit nutzen und den letzten Feldsalat und Spinat auszusäen.

Wenn Ihnen der Reifungsprozess der Kürbisse zu lange dauert, können Sie im September das Giessen einstellen und die Wurzeln mit einer Schaufel im Umkreis von 50 cm um die Pflanze mit einer Schaufel kappen. Die Kürbispflanze bringt so vor dem einmal all ihre Kraft auf um die Früchte Absterben noch fertig ausreifen zu lassen.

Oktober und November – Den Garten für den Winter fertig machen

Tomaten, die noch nicht genügend gereift sind, können Sie ins Haus nehmen. Oft reifen Sie an einem warmen Ort noch nach. Erntereste, die nicht mehr brauchbar sind, können Sie zusammen nehmen und als Kompost verwerten.

Beete mit sehr hartem Boden sollten Sie noch ein letztes Mal lockern, um sich die Frostgare zu Nutze zu machen. Dabei handelt es sich um eine Frostentwicklung, die in feinkörniger Erde eine Bodenstruktur entwickelt, auf der Pflanzen im nächsten Jahr besonders gut gedeihen. Mit dem Düngen sollten Sie allerdings bis zum nächsten Frühjahr warten.

Wenn jetzt noch Kartoffel- oder Randenknollen hervor kommen, können Sie diese für das nächste Jahr aufbewahren. Die Knollen der Rande können sie in feuchtem Sand lagern. Für die Kartoffeln eignet sich am besten ein kühler, dunkler und trockener Raum.

Wie sie den restlichen Garten, Wiesen, Hecken und Stauden am besten für den Winter fertig machen, lesen Sie in unserem Artikel «Gartentipps: So wird der Naturgarten fit für den Winter». Darin erfahren Sie auch, wann Sie Wintergemüse am besten ernten.

Tipp: Wenn Sie während des Sommers ein Gartentagebuch führen, können Sie dieses im nächsten Jahr zu Rate ziehen und vielleicht beim einen oder anderen Gemüse Verbesserungen vornehmen.

Tipps zur Ernte

Viele der Gemüsepflanzen, wie Salat, Spinat und Radieschen sind mit Nitrat angereichert. Die Sonne baut im Laufe des Tages das Nitrat ab. Da zu viel Nitrat für die Gesundheit schädlich sein kann, ist es wichtig, dass Sie erst am Abend ernten.

Die meisten Gemüsesorten schmecken am besten, wenn sie richtig reif sind. Bei den Zucchini ist es anders. Bei einer Grösse zwischen 10 und 20 cm haben sie am meisten Geschmack. Warten Sie also besser nicht zu lange mit der Ernte.

 

 

Quelle: gartenwelt.de, livingathome.de, mein-schoener-garten.de, wolf-garten.de, rp-online.de  Text: Jessica Buschor