Garten im MaiIm Mai wird der Garten lebendig: Jetzt kannst du erste Kulturen ernten, wärmeliebende Pflanzen sorgfältig vorbereiten und Beete für den Sommer gestalten. Gleichzeitig lohnt es sich, naturnah zu planen, damit Boden, Insekten und Pflanzen langfristig gesund bleiben. Dieses Dossier bietet dir einen praktischen Überblick über wichtige Gartenarbeiten im Mai – mit alltagstauglichen Tipps für einen nachhaltigen Garten in der Schweiz. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Foto: © Rob3rt82 / iStock / Thinkstock Im Mai sinnvoll im Garten erledigen Frostempfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen auspflanzen: Setze Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika oder Basilikum erst dann ins Freie, wenn die Gefahr von Spätfrost weitgehend vorbei ist. So schützt du die jungen Pflanzen vor Kälteschäden und gibst ihnen einen sicheren Start. Sommerblumen und Stauden ins Freiland pflanzen: Jetzt ist eine gute Zeit, Arten wie Ackerwinde, Klatschmohn, Schwertlilie, Margerite, Sterndolde, Glockenblume oder Wilde Möhre an ihren Platz im Garten zu setzen. So können sie gut einwurzeln und den Sommer über blühen. Gemüse direkt aussäen: Im Mai lassen sich Bohnen, Mais, Zucchini, Gurken und viele Kräuter direkt ins Beet säen. Achte auf einen genügend erwärmten Boden und halte die Saat gleichmässig feucht. Neue Rasenfläche anlegen: Wenn du eine neue Rasenfläche planst, ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt. Der Boden ist meist ausreichend warm und die Feuchtigkeit im Frühjahr unterstützt die Keimung. Jungpflanzen abhärten: Gewöhne vorgezogene Pflanzen schrittweise an draussen. Kühlere Temperaturen und tägliche Stunden an der frischen Luft helfen ihnen, kräftiger zu werden und später besser im Beet anzuwachsen. Vorgezogene Erdbeerpflanzen auspflanzen: Setze kräftige Erdbeerpflanzen jetzt an ihren endgültigen Standort, damit sie sich vor der Hauptwachstumszeit gut etablieren können. Kartoffeln anhäufeln: Ziehe Erde locker an die Kartoffelpflanzen, sobald sie gewachsen sind. Das schützt die Knollen vor Licht, fördert die Bildung weiterer Knollen und stabilisiert die Pflanzen. Was du im Mai besser vermeidest Sommerpflanzen nicht zu früh ins Freie setzen: Vor den Eisheiligen können kalte Nächte noch grosse Schäden verursachen. Spätfrost kann empfindliche Pflanzen vollständig zerstören. Junge Pflanzen nicht in der Mittagssonne einpflanzen: Setze sie besser am Morgen oder gegen Abend. So vermeidest du Sonnenbrand, Hitzestress und unnötige Verdunstung. Gehölze jetzt nicht umsetzen: Der Maiaustrieb ist empfindlich und verlangt den Pflanzen viel Energie ab. Ein Standortwechsel kann sie in dieser Phase stark schwächen. Nicht übermässig giessen: Der Mai ist oft wechselhaft, mit Regen und kühleren Phasen. Zu viel Wasser fördert Staunässe und kann die Wurzeln schädigen. So gärtnest du im Mai ökologisch sinnvoll Blühende Kräuter stehen lassen: Lasse etwa Schnittlauch oder Salbei weiterblühen, wenn möglich. Ihre Blüten sind wertvolle Nahrungsquellen für Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber. Wildblumen und ungemähte Ecken zulassen: Solche Bereiche bieten Nützlingen Nahrung, Schutz und Rückzugsorte. Schon kleine wilde Inseln können die Artenvielfalt im Garten deutlich fördern. Mulchen statt nackter Erde: Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung, unterstützt das Bodenleben und hilft dabei, unerwünschten Bewuchs zu verringern. Vielfalt gezielt fördern: Wenn in deinem Garten zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Pflanzen blühen, profitieren Nützlinge über viele Wochen hinweg. Diese Vielfalt kann auch das natürliche Gleichgewicht gegenüber Schädlingen stärken. Selbstgemachte Pflanzenjauche verwenden: Jauchen, etwa aus Brennnesseln, sind eine naturnahe Alternative zu synthetischem Dünger. Sie können Pflanzen stärken und den Gartenkreislauf sinnvoll ergänzen. Unsere Redaktions-Highlights für den Mai für ein gutes Gelingen und viel Spass im Garten Mehr Erdbeeren ernten durch das richtige DüngenIndem Sie Ihre Erdbeeren richtig düngen und Sie so mit ausreichenden Nährstoffen versorgen, können Sie den Ertrag Ihrer Pflanzen deutlich steigern. Passen Sie jedoch auf, dass Sie nicht zu viel düngen. Portulak säen: Bis in den Winter hinein frisch erntenPortulak ist ein Wildgemüse, das nahezu in Vergessenheit geraten war. Dabei ist es ganz einfach, Portulak zu säen und das ganze Jahr über als frischen Salat auf den Tisch zu bringen. In milden, schneefreien Wintern kann Portulak noch dann geerntet werden, wenn sonst kein anderes Gemüse mehr wächst. Zuckermais pflanzen: So säen und pflegen Sie Mais am bestenZuckermais aus dem eigenen Garten ist eine leckere Beigabe zu sommerlichen Grillfesten. Mais zu säen ist auch nicht sehr schwierig. Mit der richtigen Vorbereitung des Bodens und ausreichend Dünger gelingt es schnell, über mehrere Monate Mais zu ernten. Wirsing: Wie Sie das leckere Kohlgemüse selbst pflanzenWirsing wird von Gourmets vor allem wegen seiner zarten, aromatischen Blätter geschätzt. Im Geschäft sind meist nur die geschlossenen Köpfe zu bekommen. Wenn Sie im eigenen Garten Wirsing pflanzen, können Sie den leckeren Kohl auch blattweise geniessen. Radieschen pflanzen: Ideal zum schnellen und mehrmaligen ErntenRadieschen gehören in jeden sommerlichen Salat. Sie eignen sich nicht zum Kochen, doch roh sind sie ein echter Leckerbissen. Da sich die Früchte nur wenige Tage halten, lohnt es sich, im eigenen Garten oder auf dem Balkon Radieschen zu pflanzen. Durch zeitlich versetztes Säen lassen sie sich die ganze Gartensaison über frisch ernten. Melonen pflanzen: So ziehen Sie die aromatischen Früchte im GartenOb Sie Wassermelone pflanzen oder Zuckermelonen anbauen möchten, mit etwas Pflege gedeihen Melonen sehr gut im Garten. Was Sie beachten müssen, wenn Sie Melonen anbauen. Krautfäule an Tomaten und Kartoffeln: Hartnäckig, aber besiegbarDie Krautfäule an Tomaten und Kartoffeln ist eine Pflanzenkrankheit, die durch eine Pilzinfektion hervorgerufen wird. Mithilfe frühzeitiger Bekämpfung und geeigneter vorbeugender Massnahmen können Sie eine Ausbreitung verhindern. Platzsparend Kräuter pflanzen mit selbst gemachter KräutertreppeBegrenzter Platz im Garten oder auf dem Balkon will geschickt genutzt werden. Mit einer Kräutertreppe können Sie besonders viele Gewürzpflanzen auf kleinem Raum unterbringen. Für den Aufbau gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich alle sowohl für Kräuter als auch für andere Nutzpflanzen eignen. Kapuzinerkresse gegen Blattläuse: Ein bewährtes Hausmittel?Kapuzinerkresse zieht Blattläuse wie ein Magnet an. Doch mit Kapuzinerkresse Blattläuse zu bekämpfen klappt nur unter Umständen. Denn es gibt über 600 verschiedene Arten Blattläuse in der Schweiz und jede Art hat andere Pflanzenvorlieben. Feuerdorn pflanzen: An richtigem Standort eine pflegeleichte ZierdeFeuerdorn ist ein immergrüner Strauch und findet sich in Gärten besonders oft als Teil von Schnitthecken oder frei wachsenden Hecken. Möchten Sie den pflegeleichten Feuerdorn pflanzen, achten Sie auf die Wahl eines geeigneten Standortes. Sellerie anbauen: So klappt es mit dem richtigen PflanzenSellerie gehört zu den beliebtesten Gemüsepflanzen, die vor allem wegen ihres aromatischen Geschmacks in keiner Suppe fehlen dürfen. Aber auch dem Salat gibt Sellerie eine pikante Note. Wenn Sie im Frühjahr Sellerie anbauen, können Sie im Herbst die schmackhaften Knollen für die Lagerung im Keller ernten. Immer frisches Grün im Haus: So bauen Sie Schnittsalat anDer frischeste Salat kommt aus dem eigenen Garten! Schnittsalat oder auch Pflücksalat ist dafür bestens geeignet. Denn die kleinen Pflanzen wachsen schnell und können im Beet oder Kübel das ganze Gartenjahr über nachgesät werden. Rosenkohl pflanzen: Wie am besten selbst anbauenWohl niemals scheint der Winter so weit entfernt wie im Mai. Aber wer im Spätherbst und Winter frische Röschen ernten möchte, muss jetzt den Rosenkohl pflanzen. Das Kohlgemüse ist keins von den eiligen Gartengewächsen: Von Aussaat bis Erntebeginn vergehen sieben, sortenabhängig sogar neun Monate.