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Garten im Mai

Im Mai wird der Garten lebendig: Jetzt kannst du erste Kulturen ernten, wärmeliebende Pflanzen sorgfältig vorbereiten und Beete für den Sommer gestalten. Gleichzeitig lohnt es sich, naturnah zu planen, damit Boden, Insekten und Pflanzen langfristig gesund bleiben. Dieses Dossier bietet dir einen praktischen Überblick über wichtige Gartenarbeiten im Mai – mit alltagstauglichen Tipps für einen nachhaltigen Garten in der Schweiz.

Garten im Mai
Foto: © Rob3rt82 / iStock / Thinkstock

Im Mai sinnvoll im Garten erledigen

  • Frostempfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen auspflanzen: Setze Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika oder Basilikum erst dann ins Freie, wenn die Gefahr von Spätfrost weitgehend vorbei ist. So schützt du die jungen Pflanzen vor Kälteschäden und gibst ihnen einen sicheren Start.
  • Sommerblumen und Stauden ins Freiland pflanzen: Jetzt ist eine gute Zeit, Arten wie Ackerwinde, Klatschmohn, Schwertlilie, Margerite, Sterndolde, Glockenblume oder Wilde Möhre an ihren Platz im Garten zu setzen. So können sie gut einwurzeln und den Sommer über blühen.
  • Gemüse direkt aussäen: Im Mai lassen sich Bohnen, Mais, Zucchini, Gurken und viele Kräuter direkt ins Beet säen. Achte auf einen genügend erwärmten Boden und halte die Saat gleichmässig feucht.
  • Neue Rasenfläche anlegen: Wenn du eine neue Rasenfläche planst, ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt. Der Boden ist meist ausreichend warm und die Feuchtigkeit im Frühjahr unterstützt die Keimung.
  • Jungpflanzen abhärten: Gewöhne vorgezogene Pflanzen schrittweise an draussen. Kühlere Temperaturen und tägliche Stunden an der frischen Luft helfen ihnen, kräftiger zu werden und später besser im Beet anzuwachsen.
  • Vorgezogene Erdbeerpflanzen auspflanzen: Setze kräftige Erdbeerpflanzen jetzt an ihren endgültigen Standort, damit sie sich vor der Hauptwachstumszeit gut etablieren können.
  • Kartoffeln anhäufeln: Ziehe Erde locker an die Kartoffelpflanzen, sobald sie gewachsen sind. Das schützt die Knollen vor Licht, fördert die Bildung weiterer Knollen und stabilisiert die Pflanzen.

Was du im Mai besser vermeidest

  • Sommerpflanzen nicht zu früh ins Freie setzen: Vor den Eisheiligen können kalte Nächte noch grosse Schäden verursachen. Spätfrost kann empfindliche Pflanzen vollständig zerstören.
  • Junge Pflanzen nicht in der Mittagssonne einpflanzen: Setze sie besser am Morgen oder gegen Abend. So vermeidest du Sonnenbrand, Hitzestress und unnötige Verdunstung.
  • Gehölze jetzt nicht umsetzen: Der Maiaustrieb ist empfindlich und verlangt den Pflanzen viel Energie ab. Ein Standortwechsel kann sie in dieser Phase stark schwächen.
  • Nicht übermässig giessen: Der Mai ist oft wechselhaft, mit Regen und kühleren Phasen. Zu viel Wasser fördert Staunässe und kann die Wurzeln schädigen.

So gärtnest du im Mai ökologisch sinnvoll

  • Blühende Kräuter stehen lassen: Lasse etwa Schnittlauch oder Salbei weiterblühen, wenn möglich. Ihre Blüten sind wertvolle Nahrungsquellen für Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber.
  • Wildblumen und ungemähte Ecken zulassen: Solche Bereiche bieten Nützlingen Nahrung, Schutz und Rückzugsorte. Schon kleine wilde Inseln können die Artenvielfalt im Garten deutlich fördern.
  • Mulchen statt nackter Erde: Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung, unterstützt das Bodenleben und hilft dabei, unerwünschten Bewuchs zu verringern.
  • Vielfalt gezielt fördern: Wenn in deinem Garten zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Pflanzen blühen, profitieren Nützlinge über viele Wochen hinweg. Diese Vielfalt kann auch das natürliche Gleichgewicht gegenüber Schädlingen stärken.
  • Selbstgemachte Pflanzenjauche verwenden: Jauchen, etwa aus Brennnesseln, sind eine naturnahe Alternative zu synthetischem Dünger. Sie können Pflanzen stärken und den Gartenkreislauf sinnvoll ergänzen.

Unsere Redaktions-Highlights für den Mai für ein gutes Gelingen und viel Spass im Garten

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