Reiche Ernte für den ökologischen Gärtner

Die Süssen Beeren sind bei Kindern sehr beliebt.

Ananaskirschen sind leicht zu pflegen und versprechen eine grosse Ernte. Foto: igorr1, iStock, Thinkstock

Eine reiche Ernte, dazu einfach anzupflanzen, das macht die Ananaskirsche bei Kennern so beliebt. Sie bildet kirsch-grosse Früchte in ballonartigen, knistrigen Hüllen, die sich bei Reife gelbbraun verfärben. Bei Voranzucht im März kann schon im Juni mit der ersten Ernte gerechnet werden. Wenn die Früchte durch Schütteln der Pflanzen auf den Boden fallen, ist der Zeitpunkt für das Naschen gekommen. Denn die süssen Beeren schmecken herrlich nach Ananas und sind besonders bei Kindern sehr beliebt. Der Anbau kann draussen oder im grossen Kübel erfolgen. Pflegearbeiten fallen fast keine an und oft sät sich die Ananaskirsche an Ort und Stelle aus, sodass im darauffolgenden Jahr mit einer weiteren Ernte gerechnet werden kann.

In unseren Gegenden hat sich auch die Kiwipflanze bestens bewährt. Auch sie verspricht eine reiche Ernte - allerdings erst nach einigen Jahren. Kiwi ist eine Schlingpflanze und der Rebe durchaus ähnlich. Ihre Früchte wachsen letztlich an bis zu zwei Meter langen, einjährigen Trieben. Kiwis mögen besonders warme, windgeschützte Standorte mit geringer Spätfrostgefahr. Analog zu den Reben eignen sich Kiwis auch für das Hochziehen an einer Wand oder einer Pergola.

Ein Hauch von Süden

Doch nicht zuletzt werden Orangen stets mit einer exotischen Vorstellung verbunden: Man denkt an Früchte, die gereift sind an einem Südhang irgendwo in Argentinien oder Uruguay oder man hat Orangen- und Zitronenplantagen auf Mallorca vor Augen. Doch heute werden Orangen in fast allen Teilen der Welt mit tropischem oder subtropischem Klima angebaut, aber die Hälfte der weltweiten Orangenernte stammt aus Brasilien und den USA. Auch hier müssen sich die Bauern gedulden, denn es dauert drei bis vier Jahre, bis nach der Pflanzung Orangenbäume erstmals Früchte tragen. Dafür sind jedoch beispielsweise die in Florida üblichen Bäume bis zu 40 Jahre aktiv. Doch Kritiker prangern unter anderem die Ausbeutung und Kinderarbeit insbesondere auf brasilianischen Orangenfarmen an.

Das ist mitunter ein Grund dafür, weshalb sich seit einigen Jahren immer mehr Hobbygärtner aus unseren Breiten an Zitrusfrucht-Pflanzen wagen. Orangenbäumchen werden inzwischen in jeder grösseren Gärtnerei angeboten. Vom Frühling bis in den Spätsommer darf beispielsweise der Orangenbaum im Garten oder auf dem Balkon verbringen. Wichtig ist, dass sie es warm und sonnig haben. Im Winter mag es der Orangenbaum zwar kühl, doch ihre Schmerzgrenze liegt bei 5 Grad Celsius, weshalb er besser in die Wohnung kommt. Und in den Herbst- und Wintermonaten sind auch ihre Früchte reif, die einem praktisch vom Baum in den Schoss fallen.

Text: Anna Birkenmeier

Hier gibt's Informationen, Pflanzen und Früchte:

Auflistung der Max-Havelaar-Früchte, die im Schweizer Detailhandel erhältlich sind: