Tomaten-Pflanzen: Tipps zur erfolgreichen und nachhaltigen Ernte

Egal ob im Garten oder im Kübel auf dem Balkon, jetzt ist der richtige Moment, die Setzlinge der kleinen roten Vitaminlieferanten in den Boden zu pflanzen. Denn nun ist die Gefahr des Bodenfrostes vorbei und die Tomaten-Pflanzen können sich wunderbar entwickeln. Finden Sie hier Tipps für die richtige Aufzucht, mit denen Ihnen eine erfolgreiche Tomaten-Ernte sicher ist.

Tomaten-Pflanzen richtig pflegen für eine reiche Ernte.
Wer ein paar kleine Tipps beachtet, kann mit einer reichen Tomaten-Ernte rechnen. Foto: IT Stock Free, Polka Dot, Thinkstock
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Tomaten grosszügig pflanzen

Selbst angebaute Tomaten sind besonders aromatisch, wenn sie viel Platz zum wachsen haben. Das rote Gemüse zieht ihre Nährstoffe aus dem Boden und daher gilt: je mehr Erde, desto mehr Nährstoffe stehen zur Verfügung. Je grösser der Abstand zwischen den Setzlingen desto mehr Sonne kommt zudem an die Pflänzchen, was sie schneller reifen lässt. Als Orientierungshilfe empfiehlt es sich, maximal 2,5 Tomaten-Pflanzen pro Quadratmeter zu setzen.

Ausgeizen

Damit die Tomaten nachhaltig gedeihen können, sollten die Tomaten regelmässig «gegeizt» werden. Entfernen Sie etwa einmal die Woche überschüssige Blätter, die sich im Laufe des Wachstums zwischen dem Spross und den Blättern der Pflanze bilden. Werden diese nicht entfernt, so entwickeln sich dort Blüten und Blätter, die das Wachstum der Tomaten hemmen. Knipsen Sie daher die Triebe ab, die sich direkt am Stamm bilden. So haben die Tomaten-Pflanzen genügend Platz, um sich voll zu entwickeln.

Wasser marsch: regelmässig giessen

Tomaten brauchen viel Wasser. Giessen Sie die Pflanzen daher unbedingt regelmässig. Damit sie im Sommer nicht an Wassermangel leiden, am bestensogar jeden Tag. Denndie Tomaten, die sich an der Pflanze bilden, sind sehr empfindlich: werden Sie nicht genug gegossen, platzt die dünne Haut schnell auf. Achten Sie besonders darauf, dass das Wasser bis zu den feinen Wurzeln durchdringen kann. Giessen Sie zudem grossflächig, damit die flachen, verzweigten Wurzeln die Nährstoffe aufnehmen können. Um das Risiko von Fäule zu verringern, sollten die Tomaten-Pflanzen morgens gegossen werden, denn so kann die Feuchtigkeit über den Tag aufgenommen werden.

Tomaten-Pflanzen ausgeizen für eine reiche Ernte

Beim Ausgeizen einfach Nebentriebe abknipsen. Foto: © iStockphoto / thinkstockphotos.com

Nachhaltig düngen

Tomaten haben es gerne, wenn sie regelmässig gedüngt werden, etwa einmal die Woche. Dafür eignen sich besonders spezielle Tomatendünger aus dem Fachhandel. Wer gerne im Garten ist und garantiert auf Chemie beim Düngen verzichten möchte, der kann nachhaltig Kompost oder natürliche Holzspäne in die Erde geben. Holzspäne wirken durch die Abgabe von Stickstoff wachstumsfördernd und damit steigern Sie Ihren Ertrag zusätzlich. Ein weiterer Vorteil der Holzspäne: Sie wirken eine ganze Saison lang als Düngemittel.

Krautfäule natürlich vorbeugen und bekämpfen

Krautfäule stellt eine der grössten Gefahren für die Tomatenernte dar. Weisen die Blätter Ihrer Tomaten-Pflanze braune Flecken auf, dann sollten alle befallenen Blätter schnellstmöglich entfernt und verbrannt werden. Geben Sie diese auf keinen Fall in den Kompost, da sonst die Krankheit weiter verbreitet werden könnte. Um die Gefahr von Krautfäule zu minimieren, sollten die Tomaten-Pflanzen immer «direkt an der Wurzel», also am Ansatz des Stammes gegossen werden. So verhindern Sie, dass feuchte Blätter Krankheiten und Keime aufnehmen. Trockene Blätter sind weitaus weniger anfällig. Damit sich die Feuchtigkeit gar nicht erst ausbreiten kann, können Sie die Blätter unter den ersten Früchten abschneiden.

Tomaten im Kübel pflanzen

Auch wenn Sie nicht das Glück eines grossen Gartens haben, können Sie Ihre eigenen Tomaten nachhaltig auf dem Balkon pflanzen. Wichtig dabei ist, dass der Kübel gross genug ist. Wählen Sie daher einen Topf in der Grösse von mindestens 30 cm Durchmesser. Achten Sie darauf, helle oder braune Töpfe zu nehmen, jedoch keine schwarzen, denn diese heizen sich durch die Sonneneinstrahlung zu stark auf. Das kann zu Wurzelverbrennungen der Tomaten-Pflanzen führen. Zudem sollte Ihr Kübel über aussreichend Abzugslöcher verfügen, sodass sich überschüssiges Wasser nicht stauen kann. Damit die Nährstoffzufuhr der kleinen Vitaminbringer sicher gestellt ist, sollten Sie hochwertige Komposterde verwenden.

 

 

Quelle: gartennetz.de, LWG Gartenakademie Text: Miriam Dippe