Gartenboden durch Gründüngung nachhaltig verbessern

Jeder Gartenboden ist nach einiger Zeit ausgelaugt. Vor allem Starkzehrer entziehen dem Boden viele Nährstoffe. Um die Erde auf natürliche Weise nachhaltig zu verbessern, ist eine Gründüngung die beste ökologische Alternative. Gleichzeitig schützt Gründüngung vor Erosion und hält Unkraut in Schach.

Gründüngung: natürlich den Boden verbessern
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Boden durch Gründüngung schützen und verbessern

Unter Gründüngung versteht der Gärtner das Einsäen von sehr schnell wachsenden Pflanzen mit guter Wurzelbildung auf leere Beete. Zu den bekanntesten Vertretern von Gründünger-Pflanzen gehören Lupinen, Senfsaat, Klee und Phacelia, auch Bienenweide genannt. Die genannten Arten bilden sehr viel Grünmasse und reichern durch ihre Wurzeln den Boden mit Stickstoff an.

Neben dem düngenden Effekt schützt die Gründüngung den Boden vor Erosion durch Regenwasser. Unkraut kann sich unter den Pflanzen nicht gut entwickeln, sodass die Düngung auch für die Unkrautbekämpfung eingesetzt werden kann. Bei ganz neuen Gartenanlagen sollte der Boden durch Gründüngung für die ersten Anpflanzungen vorbereitet werden.

Die beste Zeit, den Gartenboden durch eine Gründüngung zu verbessern, reicht von August bis Anfang Oktober, wenn viele Beete bereits abgeerntet sind. Zur Vorbereitung auf das kommende Gartenjahr wird der Gründüngersamen auf die vom Unkraut befreiten Beete gesät und etwas feucht gehalten.

Die Saat läuft sehr schnell auf und es entwickeln sich die gewünschten Pflanzen. Sie dürfen auf dem Beet wachsen, bis sie Blütenstände ausbilden. Dann sollten die Gründüngerpflanzen rechtzeitig abgemäht werden. Anderenfalls säen sich die Pflanzen im nächsten Jahr neu aus und behindern die nachfolgenden Gemüsesorten in ihrer Entwicklung. Die Wurzeln verbleiben im Boden und führen ihm dadurch Stickstoff zu.

Beete düngen auf natürliche Weise

Das mit einer Gründüngung behandelte Beet braucht bis zum Frühjahr nicht mehr bearbeitet zu werden. Bei sehr grossen Pflanzen wie Lupinen kann es sinnvoll sein, die abgemähten Pflanzen zu häckseln und dann wieder auf den Boden zu bringen. Durch die Bodenbedeckung während des Winters wird die Erde vor dem Auslaugen und Auflaufen von Unkraut geschützt.

Im Frühjahr wird das Beet mit den Pflanzenresten umgegraben, die dabei in den Boden eingearbeitet werden. Durch den Zerfall der Pflanzen entsteht, wie beim Kompost, ein humusreicher Boden. Durch die Gründüngung lässt sich der Boden so nachhaltig verbessern, ohne dass dafür künstliche Stoffe eingesetzt werden müssen.