Winterwandern in der Schweiz: 12 leichte Touren mit bester Aussicht

Winterwandern in der Schweiz hat seinen ganz besonderen Reiz. Diese 12 Winterwanderungen bieten einmalige Aussichten und traumhafte Landschaften.

Winterwandern Schweiz
Foto: © swiss-image.ch/Lea Meienberg
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Die besten Regionen zum Winterwandern in der Schweiz und 8 spektakuläre Touren dazu finden Sie in der Bildgalerie. Bei allen Winterwander-Tipps handelt es sich um gut präparierte Wege. 

 

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Winterwanderwege auf der Rigi: Atemberaubende Aussicht auf Berge und Seen

Ein Wanderwegenetz von 35 Kilometern können Sie auf der Rigi ausnutzen. Da die «Königin der Berge» zwischen dem Vierwaldstättersee, dem Zugersee und dem Lauerzersee in der Zentralschweiz liegt, ist eine atemberaubende Aussicht vom Berg aus garantiert, sofern das Wetter einigermassen mitspielt.

Besonders viel zu sehen bekommen Sie, wenn Sie den Panoramaweg entlanggehen. Diese 7 Kilometer lange Strecke führt von Kaltbad aus nach Rigi Scheidegg auf dem Trassee einer ehemaligen Eisenbahn. Darum laufen Sie auf Ihrer Route auch über alte Eisenbahnbrücken, durch einen Tunnel sowie entlang einem ausgedienten Personenwagen.

Für die gesamte Strecke brauchen Sie in etwa 2 Stunden. Mehr zu diesem Winterwanderweg lesen Sie auf rigi.ch. Foto: © RIGI BAHNEN AG

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Von Aussichten auf 500 Berggipfel, philosophieren in traumhafter Winterlandschaft bis zum Winterwandern ans Ende der Welt: Diese vier Winterwanderungen bieten einige ganz besondere Highlights. Zudem erhalten Sie wichitge Tipps zur richtigen Kleidung und Ausrüstung. 

1. Winterwandern hoch über der Schweiz

Winterwandern Schweiz: Panoramawanderung Rosenboden Chäserrugg

Foto: © swiss-image.ch/Dolores Rupa

Der Panoramarundweg Rosenboden bietet Aussicht auf 500 Gipfel und gleichzeitig auf den Walensee tief unten im Tal. Diese Winterwanderung führt vom bekannten Toggenburger Berg Chäserrugg auf den Rosenboden und zurück zum Chäserrugg. Auf diesem Rundweg lässt es sich leicht winterwandern. Die Tour ist 3 Kilometer lang und es gibt lediglich 60 Höhenmeter zu überwinden. Der Rundweg liegt auf einer Höhe von rund 2250 Metern und bei sehr guten Wetterverhältnissen haben Sie Aussicht auf 6 Länder. 

Jene, die nach dieser Winterwanderung noch nicht genug von der atemberaubenden Aussicht haben, können ins Gipfelrestaurant auf dem Chäserrugg einkehren.

Auf den Chäserrugg gelangen Sie via Seilbahn von der Ortschaft Unterwasser her.

2. Winterwandern ans Ende der Welt

In Engelberg geht es auf dem Grottenweg auf eine einfache, aber aussichtsreiche Winterwanderung, die tatsächlich am Ende der Welt endet. Dieses erreicht der Wanderer nach nur einer Stunde des leichten Winterwanderns. Doch, keine Sorge, das Ende der Welt ist kein gruseliger, abgeschiedener Ort, sondern ein gemütliches Restaurant in Horbis, im hintersten Teil von Engelberg. Auf dem Weg dorthin bieten sich tolle Aussichten auf den Titlis, Spannörter und den Hausberg Hahnen.

Winterwandern auf dem Grottenweg in Engelberg

Foto: © Engelberg-Titlis Tourismus AG

Das Winterwandern startet beim Bahnhof Engelberg. Von hier aus geht es die Dorfstrasse hinauf bis zur Klosterkapelle. Von dort aus führt der Grottenweg vorbei an Globi’s Kinderland und zum gut ausgeschilderten Höhenweg. Wo der Wanderer im Sommer sieben glasklar sprudelnde Quellen bestaunen kann, erwartet den Betrachter jetzt eine glitzernde Welt aus Schnee und Eis.

Eines der Highlights, neben der Aussicht, ist die Lourdesgrotte, vor der, gut sichtbar auf einem Felsvorsprung, die Statue Muttergottes den Weg weist. Nach einer besinnlichen Pause geht es nach dem Überqueren einer Brücke über den Bärenbach weiter, bis ans Ende der Welt.

3. Auf Geniessertour im Graubünden

Nach einer schönen Wanderung stärken wir uns bekanntlich ganz gerne. Wie wäre es, wenn man das Winterwandervergnügen mit dem Genuss kombiniert? Das bietet der Kulinarik-Trail «Wald und Winter» in Flims, bei dem alle Sinne gleichermassen angesprochen werden. Auf dieser Winterwanderung geht es auf gut präparierten Wegen von Flims Waldhaus durch den romantischen Flimser Märchenwald und weiter nach Conn mit seiner spektakulären Aussichtsplattform hoch über der Rheinschlucht.

Winterwandern Schweiz: Am Caumasee wandern

Foto: © Oleh_Slobodeniuk/ iStock / Getty Images Plus

Weiter geht die Wandertour an den Caumasee. Im Sommer einer der schönsten Badeseen der Schweiz, bietet das kleine Gewässer auch im Winter reizvolle Aussichten. Das Highlight, neben dem Winterwandern in schöner Schweizer Natur: Das 3-Gänge-Menü mit regionalen Spezialitäten. So wird auf der Strecke von 7 Kilometern für jeden Gang ein kleiner Stopp eingelegt, bevor es weitergeht durch die wundervolle Winterlandschaft.

Der Kulinarik-Trail-Voucher ist in den Informationsbüros von Flims, Laax und Falera erhältlich. Tipp: Auch im Sommer werden in der Region Kulinarik-Wanderungen angeboten.

4. Eine philosophische Winterwanderung

Auf einer etwa 7 Kilometer langen Winterwanderung, dessen Start- und Zielort die Bergstation in Muottas Muragl ist, gibt es jede Menge zu entdecken. Die einfache Wanderung bietet geniale Aussichten auf das beeindruckende Berninamassiv und den phantastischen Blick hinunter auf die Engadiner Seenplatte von St. Moritz bis Maloja.

Doch dies ist längst nicht alles, was es beim Winterwandern auf dieser Tour zu entdecken gibt. Zahlreiche Tafeln mit Weisheiten von Philosophen wie Nietzsche, Sokrates oder Sartre, animieren den Leser zum Innehalten und Nachdenken.

Auf dem Philosophenweg wandern Sie vom Muottas Muragl in einem leichten Auf und Ab entlang dem Val Muragl, welches in einer Schleife umrundet wird.

Zum Abschluss der Winterwanderung geht es entweder mit der Standseilbahn hinunter nach Samedan, oder aber man gönnt sich auf einer rasanten Schlittelbahn eine Abfahrt zum Ausgangspunkt. Die Bahn hat insgesamt über 4 Kilometer Länge, mehr als 700 Höhenmeter und insgesamt 20 fordernde Kurven. Ein Spass, den sich Schlittelfans nach dem aussichtsreichen wie inspirierenden Winterwandern nicht entgehen lassen sollten.

Nachhaltigleben

Foto: © swiss-image.ch/Christof Sonderegger

Kleidung und Ausrüstung beim Winterwandern

  • Ziehen Sie zum Winterwandern mehrere Kleiderschichten an, denn beim Wandern durch den Schnee kommt man ganz schön ins Schwitzen. Kombinieren Sie beispielsweise warme Funktionsunterwäsche bzw. Thermounterwäsche mit einem dünnen Microfleece, darüber können Sie eine Weste tragen und zum Schluss kommt die Jacke. So können Sie je nachdem, wie sehr Sie ins Schwitzen kommen Schicht um Schicht abziehen und bei der nächsten Pause wieder anziehen.
  • Zum Winterwandern brauchen Sie keine speziellen Schneesporthosen. Wichtig ist eher, dass Sie unter der normalen Wanderhose zum Beispiel lange Thermohosen oder -Leggings tragen.
  • Nehmen Sie zum Winterwandern unbedingt gefütterte Handschuhe und eine Kappe oder ein Stirnband mit. Auf den Touren ist man doch einige Zeit in der Kälte. Die Kappe schützt Sie vor kaltem Wind und wenn Sie Handschue tragen, müssen Sie ihre Hände nicht immer in der Jackentasche haben. 
  • Achten Sie bei den Schuhen auf hochgeschnittene, gefütterte Wanderschuhe mit gutem Profil. Die Schuhe müssen gut imprägniert sein.
  • Für mehr Trittsicherheit können Sie je nach Schwierigkeitsgrad der Tour Wanderstöcke mit nehmen.

Winterwandern in der Schweiz: So vielfältig wie unsere Natur

Winterwandern in der Schweiz ist abwechslungsreich und hunderte von Wegen laden zum Schneevergnügen ein.

Quellen: engelberg.ch, laax.com, graubuenden.ch, myswitzerland.com