Ab in den Süden! Die schönsten leichten Wanderungen im Tessin

Einzigartige Landschaften mit Seen und Bergen wechseln sich auf den Wanderungen im Tessin mit malerischen Dörfern ab. Diese leichten Touren zeigen die schönsten Seiten des südlichen Kantons.

Wandern: Das Tessin lockt mit reizvoller Landschaft
Foto: © Die Post / Switzerland Tourism / swiss-image.ch
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Im Tessin wandern von Locarno nach Contra

Sie möchten im Tessin wandern mit der ganzen Familie? Dann ist die leichte Tour über knapp sechs Kilometer auf dem Panoramaweg von Locarno nach Contra ideal für Sie geeignet. Der malerische Weg startet in Locarno Monti mit einigen Ausblicken auf den Lago Maggiore.

Auf dieser Route geht es durch einen Kastanienwald, über eine alte Römerbrücke, die aufgrund ihrer Bauform den Namen Eselsrückenbrücke trägt, und ein Stück entlang des wildromatischen Bachs Navegna. Eines der weiteren Highlights der gut dreistündigen Tour ist die ominöse «Capèla rota», ein etwa um das Jahr 1500 angefangene Bauruine, die niemals fertiggestellt wurde.

Am Zielpunkt dieser Wanderung im Tessin liegt das Dorf Contra, in dem Sie zum Abschluss der Tour die mittelalterliche Kirche San Bernadino besichtigen können. Hier gibt es zahlreiche mittelalterliche Fresken. Die älteste ist mit dem Jahr 1467 datiert.

Wandern im Maggiatal durch einmalige Natur

Tief hat sich der Fluss ins Maggiatal geschnitten und steile Hänge hinterlassen mit einer urwüchsigen Natur. Dabei ist die Situation hier nahezu einmalig, zumindest für die Schweiz. Denn der Talboden hat sich durch einen über Jahrhunderte unveränderten Flussverlauf geprägt, was die Natur hier zu einer einmaligen Landschaft heranwachsen liess.

Vom Startpunkt Ponte Brolla aus gilt es die Region beim Wandern durch die malerischen Dörfer Avegno und Aurigeno auf einer meist einfachen Route nach Maggia zu entdecken. Diese Wanderung im Maggiatal dauert, je nachdem wie oft man verweilt, auf zehn Kilometern in der Regel etwas über 4 Stunden.

Hoch hinaus: Höhenwanderung im Tessin

Hoch oben auf etwa 800 bis 900 Metern Höhe geht es auf dem fast ebenen Höhenweg in den Monti des Gambarogno. Vom Startpunkt Monti die Vairano aus wandern Sie hier von Monte zu Monte und an sechs Alpwirtschaften vorbei.

Auf der gut vierstündigen Tour gilt es die herrliche Aussicht zu geniessen, unter anderem auf den Lago Maggiore und Locarnese. Eine Besonderheit sind die heute einzigartigen strohgedeckten Häuser, die auf dem Weg liegen. Sie waren einst dem Verfall geweiht, ehe sie wieder restauriert wurden. Traditionell sind sie mit Roggenstroh gedeckt, welcher in der unmittelbaren Nähe angebaut wird.

Dieser, wie nahezu alle Wanderwege in der Region Gambarogno, waren einst wichtige Pfade für die Bauern und Bewohner der bergigen Region und einzige Verbindung zur Aussenwelt.

Quellen: Ticino.ch, wanderland.ch,Ticinoweekend.ch, gambarognotourismo.ch

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann