Nachhaltige Parties machen mehr Spass

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Beim Feiern wird der Alltag ausgeschaltet. Das muss nicht bedeuten, Müllberge und hohe Stromrechnungen in Kauf zu nehmen. Mit kleinen Änderungen bei Kostüm, Dekoration oder Geschirr wird sogar an Fasnacht die Party umweltfreundlicher und der Spass noch grösser.

Ihre Party umweltfreundlich zu gestalten macht Spass und ist ganz einfach.
Mit nur wenig Aufwand wird Ihre Party ganz schnell zum nachhaltigen Event. Foto: nensuria / iStock / Thinkstock

Fasnacht ist mancherorts schon in vollem Gange und das bedeutet: den Alltag ausknipsen und nur an den Spass bei der Sache denken. Nebst unvergesslichen Momenten hinterlässt die fünfte Jahreszeit somit vor allem eines: Einen Berg Abfall. An der Basler Fasnacht, der grössten der Schweiz, sammeln sich je nach Witterung pro Jahr 200 bis 350 Tonnen Abfall an. Da wird vergessen, dass man zuhause trennt und der Plastikbecher schlicht fallen gelassen, wenn er leer ist. Da wird schnell noch ein Einweg-Plastik-Kostüm gekauft, das anschliessend in der Tonne landet. Luftschlangen und Konfetti als Dekoration überleben ohnehin keine Saison. Und so ist es nicht nur an Fasnacht, sondern meist auch am runden Geburtstag oder der Abschiedsparty. Dabei kann jeder einzelne ohne grossen Aufwand mithelfen, ein gelungenes Fest nicht zu einem Umweltdebakel werden zu lassen.

Grünes Outfit

So ist der Spass keinesfalls geringer, wirft man farbigen Papierschnipsel der biologischen Variante in die Luft. Bio-Konfetti bestehen entweder aus Reispapier, das zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist, oder aus Recycling-Papier. Wer einen stabilen Becher mit sich trägt, kann auch auf Einweg-Becher getrost verzichten. Und ebenso bei der Schminke lässt sich leicht umschwenken, beispielsweise auf Schminkstifte aus Bienenwachs aus kontrolliertem biologischen Anbau. Zum Abschminken braucht man auch hier nur Wasser und Seife.

Das Kostüm ist jedoch eine grössere Herausforderung: Denn fixfertige Verkleidungen, die nur noch übergezogen werden müssen, sollen meist billig sein und sind dementsprechend wenig nachhaltig. Omas Schürze und Mamas Apothekenkittel sind da gute Alternativen. In Second-Hand-Shops wie in Kostümverleihen findet man meist preiswerte Kostüme, die zwar alt, aber aufwendig gefertigt wurden. So verhindert man zudem, dass man der gleichen Kostümierung fünf mal am Abend begegnet. Ausserdem haben sich Händler wie «Coq en Pate» etabliert, die beispielsweise Kostüme aus Bio-Baumwolle für Kinder anbieten. Dass der Preis sich lohnt, zeigen Skandale rund um Fasnachts-Masken aus Plastik: Öko-Test warnte im letzten Frühling hiervor, da Schadstoffe durch den engen Kontakt mit der Haut Schaden anrichten könnten.