Urteil «ungenügend»: Drei getestete Schlitten fielen durch

Ein flotter Davoser: Der Family Flizzer von Graf Schlitten

Im Test auf Platz 3: Der Family Flizzer. Foto: Graf Schlitten

Insgesamt erhielten nur vier der zehn getesteten Schlitten das Urteil «gut». Drei erwiesen sich als «ungenügend». Am meisten beanstandet wurde der zusammenfaltbare Lillehammer-Rodel von Hamax: Als schlichtweg «unlenkbar» kritisierten die Tester das Gefährt, das auch wegen seiner schlechten Gleit- und Fahreigenschaften durchfiel und Mängel beim Klappmechanismus zeigte.

Schutzschicht auf gekauftem Schlitten bremst beim Test aus

Auch der «Davos Schlitten» von Graf (229 Franken) landete auf den hinteren Plätzen - ungenügende Lenkbarkeit und Spurtreue sowie mangelnde Gleitfähigkeit. Der Hersteller räumte diese Defizite ein, wies jedoch darauf hin, dass sich Davoser generell nicht durch besonders gute Gleiteigenschaften, sondern durch ihre sehr robuste und traditionelle Bauweise auszeichnen. Eine Besonderheit bei dem getesteten Modell sei obendrein eine Schutzschicht, die sich beim Kauf auf dem Neuprodukt befindet - der beständige Lack haftete am Ende des Tests noch auf den Kufen. Zumindest dieses Problem lässt sich mit einem Tipp schnell lösen: «Zieht man die Kufen mit einem Schleifpapier ab, läuft der Schlitten so gut wie jeder andere Davoser», verrät Rodel-Profi Albert Steffen.

Der amtierende Schweizermeister im Naturbahnrodeln gehörte zu der Jury, die für den Fernsehbeitrag Produkte testete. Neben fünf Mitgliedern des Naturrodelklubs Grindelwald waren fünf Laien dabei, darunter auch zwei Mütter, die den Testparcours mit ihren Kleinkindern absolvierten.

Schlitten kaufen: Auch auf die Sitzfläche achten

Ein weiteres «Ungenügend» erhielt der Eko Snowstar. Neben der unbefriedigenden Lenkbarkeit und Spurentreue sei die Sitzfläche zu rutschig, fanden die meisten Testerinnen und Tester. Immerhin punktete der Plastikschlitten durch passable Gleiteigenschaften und versank als eines der wenigen Modelle bei der Fahrt nicht im Tiefschnee.

Nachhaltigkeit: Schlitten aus heimischen Hölzern kaufen

Wer auch auf den Umweltaspekt achtet, wird eher auf Plastik verzichten wollen. Einige Firmen berücksichtigen diesen Aspekt in ihrer Philosophie. In der Schweiz ist dies die Graf Holzwaren AG aus Sulgen. Für die Schlittenproduktion werden zu 98 Prozent einheimische Hölzer aus der Ostschweiz verwendet. Der Chef persönlich kauft das Holz bei den Forstämtern in der Umgebung ein. «Somit können wir von der Waldstrasse bis zum fertigen Produkt, das unseren Betrieb verlässt, für die konstante Qualität garantieren», teilt der Hersteller mit, der den Rohstoff Holz auch als erneuerbaren Energieträger nutzt. Der Dampferzeuger für die hauseigene Biegerei sowie die Heizung im Betrieb werden ausschliesslich von einer modernen Holzheizung mit Energie beliefert.

Links

  • Hier gibt es Infos rund ums Schlitteln und Rodeln in der Schweiz sowie Kaufmöglichkeiten
  • Auch auf Schlittenkaufen.ch oder bei Schneeshop.ch können Sie Schlitten online bestellen
  • Weitere Testberichte finden Sie auf schlitten-test.de.
  • Die Firma Graf Schlitten hat eine Liste bereitgestellt, die im Detail erklärt, wo die Unterschiede zwischen Schlitten und Rodel liegen. So fällt die Entscheidung sicher leichter.

 

Quellen: Schweizer Radio und Fernsehen, Graf-Schlitten, schlitten.ch

Text: Christine Lendt