Essbare Pilze von den giftigen unterscheiden

Der Pfifferling, oder auch Eierschwamm genannt.

Der Pfifferling, oder auch Eierschwamm genannt, erkennt man gut an seinem Gelbton und seiner trichterförmigen Erscheinung. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Leicht zu identifizierende essbare Pilze

Der Pfifferling, auch Eierschwamm genannt, ist weit verbreitet. Von ihm gibt es zwei Arten: Den echten und den falschen Pfifferling. Auch wenn man mal daneben greift und den falschen Pfifferling erwischt, ist der Konsum unbedenklich – er schmeckt einfach nicht ganz so gut, wie der echte. Pfifferlinge finden Sie in Nadel- und Laubwäldern. Sie wachsen in der Regel in einem sogenannten Hexenkreis. Das heisst, sie wachsen nicht verstreut über den Boden, sondern in einer kreisförmigen Anordnung. Die Pilze sind dottergelb mit dicklichen Lamellen. Der junge Pilz hat einen gewölbten Hut, der sich beim wachsen trichterförmig nach oben biegt. Nur die Ränder rollen sich noch nach unten.

Junge Steinpilze.

Der Steinpilz. Sein Fleisch verfärbt sich nicht bei einer Verletzung. Foto: © Rosel Eckstein  / pixelio.de

Ein ebenfalls sehr beliebter und leicht zu identifizierender Pilz ist der Steinpilz. Sein Name rührt daher, dass er sehr festes Fleisch hat. Der Steinpilz hat einen dicken runden, bis zu 20 cm breiten Hut. Die Farbe geht von hellem haselnuss- bis dunkelbraun, ist glatt und mit einem feinen Pelz behaftet. Die Unterseite des Hutes ist bedeckt mit einem Polster aus feinen, weissen bis gelblichgrünen Röhren. Der Stiel kann bis zu 20 cm hoch werden und manchmal, besonders bei jungen Pilzen sehr dick oder gar kugelig sein. Er ist cremig weiss und mit einem feinen Netz aus Adern überzogen. Wichtig ist: Sein Fleisch verfärbt sich bei einem Bruch nicht! Dem Steinpilz ähnliche Pilze mit sich verfärbendem Fleisch können giftig sein!

Ein junger und ein älterer Parasol-Pilz.

Den Parasol erkennen Sie an seinem langen dünnen stiel und dem breiten geschuppten Schirm. Foto: © Christian Fischer

Der Parasol ist ein sehr würziger Pilz, der alleine mit etwas Butter, Salz und Pfeffer gebraten bereits eine prima Vorspeise ergibt. Sein besonderes Erkennungsmerkmal ist beim ausgewachsenen Pilz der riesige, bis zu 30 cm breite, flache Hut. Der Hut ist beim jungen Pilz noch braun und zu einer Kugel geformt und mit dem Stiel verbunden. Erst mit zunehmendem Alter wird er gegen die Ränder hin cremig weiss. Der Hut ist mit flockig aufreissend braunen Schuppen gespickt. Die Lamellen sind weiss, verfärben sich aber mit fortschreitendem Alter cremweiss. Der helle Stiel mit dunklen Schuppen ist lang und dünn und am Ende läuft er zu einem Klumpfuss zusammen. Die sogenannte Huthaut, ein Hautlappen um den Stiel, ist verschiebbar.

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Der Edel-Reizker ist essbar

Essbar: Der Edel-Reizker ist ein Speisepilz, der angebraten einen leicht süsslichen Geschmack entfaltet. Er darf nicht mit dem giftigen Schönen Zonen-Milchling verwechselt werden, der ihm in seiner orangen Farbe gleicht. Der Edel-Reizker wächst aber nur unter Kiefern, während der Zonen-Milchling unter Eichen zu finden ist. Foto: © frankhoekzema / iStock / Thinkstock

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Je nach Alter eines Pilzes verändert sich seine äussere Erscheinung. Manchmal ist es die Form, machnmal die Farbe. Doch in den meisten Fällen ist es gar beides. Diese Tatsache macht das Bestimmen eines Pilzes um so schwieriger. Daher suchen Sie lieber zur Sicherheit eine Pilzkontrollstelle auf, wenn Sie sich nicht 100 Prozent sicher sind, bevor sie die Pilze essen.

 

Quelle: drs.ch, pilze.ch, beobachter.ch Text: Jessica Buschor