Nachhaltige Vorsätze für das neue Jahr

Mit dem Rauchen aufhören, abnehmen, dem Partner wieder mehr zuhören: Auch 2013 beginnt für viele Schweizer mit guten Vorsätzen. Oft geht es dabei um den eigenen Mikrokosmos. Wie wäre es mit Vorsätzen, die zum Beispiel dem Klima zugute kommen - und damit dann doch wieder dem Menschen?

Nachhaltige Vorsätze für 2013: So schützen Sie das Klima im neuen Jahr
Mit guten Vorsätzen ins neue Jahr starten. Foto: © iStokphoto / Thinkstock
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Das ist ja noch einmal gut gegangen: Kein Weltuntergang am 21. Dezember 2012. Esoteriker hatten ihn bekanntlich vorhergesagt, weil der Maya-Kalender an diesem Tag endet. Doch noch immer zieht unsere Erde treuherzig ihre Bahnen um die Sonne.

Während man über den Wahrheitsgehalt solcher Prognosen diskutieren kann, könnte der Mensch mit seinem derzeitigen Verhalten zumindest langfristig zum Untergang des blauen Planeten beitragen. Grund genug also für jeden Einzelnen, mit nachhaltigen Vorsätzen in das neue Jahr zu starten.

An Ideen sollte es nicht scheitern. Wir haben die Top Five für Sie zusammengestellt:

1. Weniger oder kein Fleisch essen

Gut, mag dabei manch einer denken, damit erspare ich den Tieren eine Menge Leid, nur was hat das mit Klimaschutz zu tun? Eine ganze Menge.

Kühe und Rinder stossen mit ihren «Abgasen» CO2 aus. Hinzu kommt, dass Anbau und Transport der Futtermittel die Umweltbilanz belasten. Darüber berichtete zum Beispiel das Magazin «Einstein» am 3. Juni 2010. Dem TV-Beitrag zufolge verursacht Fleischkonsum 20 Prozent der Treibhausgase. Wer nur drei Mal pro Woche Fleisch isst, spart demnach rund 600 Kilogramm CO2 jährlich ein. Man überlege, was dies alleine schon für die Schweiz bedeutet mit ihren rund acht Millionen Einwohnern: Eine Ersparnis von 4,8 Milliarden Kilogramm des klimaschädigenden Gases. Eine vierköpfige Familie kann, rechnete der WWF Schweiz vor, somit den jährlichen CO2-Ausstoss eines durchschnittlichen Pkw einsparen. Bereits mit diesem nachhaltigen Vorsatz für das neue Jahr können Sie also dazu beitragen, den CO2 Ausstoss zu reduzieren.

2. Mehr Produkte aus der Region kaufen

Selbst Vegetarier können auf negative Weise zur Klima-Bilanz beitragen: Je länger die Transportwege der Lebensmittel sind, desto höher ist der damit einhergehende CO2-Ausstoss. Oftmals kommen diese Produkte auch aus Regionen, in denen Monokulturen die Umwelt belasten oder zum Beispiel ein besonders hoher Wasserverbrauch sich negativ auf die Anbauregion auswirkt. Also lautet ein weiterer nachhaltiger Vorsatz: Möglichst Lebensmittel aus der Region kaufen.

3. Jute (und Leitungswasser) statt Plastik

«Jute statt Plastik» war ein Leitsatz der Öko-Bewegung in den 1980er Jahren. Er hat eine neue Dimension erhalten. Teile der Erde ersticken an Plastik, wortwörtlich gilt dies etwa für viele Meerestiere. So kreist im Nordpazifik eine gigantische Masse aus Plastikabfällen. Sie soll Schätzungen zufolge so gross sein wie Westeuropa. Und: Für die Produktion der Kunststoffe wird umweltschädliches Erdöl benötigt. Bei der Verbrennung entweichen giftige Stoffe wie Formaldehyd oder Phenole in die Atmosphäre.

Daher unsere Vorschläge zu Vorsatz Nummer Drei:

Keine Papier- oder Plastiksäcke mehr kaufen, sondern immer die zusammengefaltete Baumwolltasche dabei haben - Sie ist heute gebräuchlicher als Jute, deutlich leichter und passt somit in jede Hand- oder Jackentasche. Der Faktor Nachhaltigkeit erhöht sich natürlich bei einer Bio-Baumwolltasche.

Leitungswasser statt PET-Flaschen. Wie das Zentrum für Marketing Management (ZMM) der ZHAW der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften berichtet, wird die Umwelt auf diese Weise bis zu 1 000 Mal weniger belastet. Das Schweizer Wasser hat vielerorts eine sehr gute Qualität - zum Beispiel in Winterthur.