In Corona-Zeiten nachhaltig Ferien machen in der Schweiz: 8 Tipps

Landluft schnuppern, hohe Berge besteigen oder ins kühle Blau der Schweizer Seen tauchen:  So machen wir dieses Jahr nachhaltig Ferien in der Schweiz.

In Corona-Zeiten nachhaltig Ferien machen in der Schweiz
Die Schweiz hat viele schöne Ferienziele zu bieten. Foto © Markus Thoenen / iStock / Getty Images Plus
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Die Ferienplanung wird dieses Jahr von der Corona-Krise bestimmt. Die gute Nachricht lautet: Ferien in der Schweiz sind mit wenigen Einschränkungen möglich. Und bei der Reise durchs eigene Land kann man viele traumhafte Orte neu entdecken – ohne um die Welt zu fliegen.

Wer im eigenen Land Ferien macht, kann besonders viel für den ökologischen Fussabdruck tun. Denn nicht nur die Distanzen sind massiv kürzer, in der Schweiz gibt es auch zahlreiche ökologische Resorts zwischen atemberaubenden Berglandschaften und idyllischen Seen. Mit diesen 8 Tipps reisen Sie nachhaltig durch die Schweiz.

1 Nachhaltig ans Ziel kommen

In Zeiten von Corona wird nach wie vor dazu geraten, öffentliche Verkehrsmittel zu meiden. Für weitere Distanzen bleibt also nur noch das Auto. Da die Reisestrecken in der Schweiz ohnehin schon begrenzt sind, sparen Sie auf der Fahrt viel CO2 im Vergleich zu einer Auto- oder Zugreise ins Ausland.

Für einen geringeren ökologischen Fussabdruck können Sie die Reise mit dem Auto beispielsweise bei My Climate kompensieren. Der Beitrag wird einfach anhand der Strecke errechnet und fliesst in die Förderung von Klimaschutzprojekten – in der Schweiz und im Ausland. Ausserdem können Sie hier ausrechnen, wie viel CO2 durch Ihre Reise in die Atmosphäre gelangt.

2 Ferienort geschickt wählen

Auch wer mit dem Auto anreist, kann in den Ferien nachhaltig unterwegs sein. Es gibt viele Reiseziele in der Schweiz, an denen zahlreiche Aktivitäten möglich sind. Wählen Sie einen Ort, von dem aus Sie viel unternehmen können, ohne dafür jedes Mal ins Auto steigen zu müssen.

Gerade Wanderregionen in den Bergen bieten Ortschaften, an denen man mehrere Wanderungen in der Umgebung machen kann. Im Flachland wiederum bieten sich Regionen an, von denen aus verschiedene Velotouren möglich sind. Schweizmobil bietet hier genau dir richtige Hilfestellung, um solche Orte zu finden.

3 Ferien im Bio-Hotel 

In den Ferien kann man nicht nur bei der Anreise auf den eigenen ökologischen Fussabdruck achten. Auch die Unterkunft macht den Unterschied: In der Schweiz gibt es zahlreiche Bio-Hotels, die möglichst klimaneutral wirtschaften und auf regionale Küche setzen, um die Umwelt nicht zu belasten.

Tipp: In der Schweiz mussten die Hotels theoretisch nie schliessen. Aber informieren Sie sich sicherheitshalber im Voraus, ob sich die Buchung stornieren lässt. Viele Hotels bieten wegen der unsicheren Situation kostenlose Stornierungen an.

Nachhaltige Hotels finden Sie etwa bei Anderswo, Green Pearls oder Bookitgreen. Ein besonderer Geheimtipp für alle, die sich in den Ferien richtig verwöhnen möchten: Die Hotels der Tschuggen Hotel Group verbinden Nachhaltigkeit mit purem Luxus.   

4 Auf dem Bauernhof entschleunigen

In der Schweiz gibt es zahlreiche Bio-Bauernhöfe, die Ferienwohnungen anbieten. Hier werden die Ferien für Gross und Klein zum Erlebnis: Beim Eintauchen in den Hofalltag lässt es sich bestens abschalten. Inmitten der idyllischen Landschaft des Juras etwa hat sich das Agrotourismus-Konzepts les chemins du bio etabliert. Hier können Naturliebhaber über mehrere Tage von Biohof zu Biohof wandern und dabei die Landluft und das atemberaubende Berg-Panorama geniessen.

5 Naturnah übernachten

Wer auf dem Campingplatz oder in einer Herberge Ferien macht, muss sich nicht an Buffett-Zeiten halten und kann den ganzen Tag in der Natur mit Wanderungen oder Velotouren verbringen. Noch ist wegen der Corona-Krise allerdings nicht sicher, ob auch Campingplätze dieses Jahr uneingeschränkt Gäste empfangen dürfen.  Aktuell ist ein Schutzkonzept des Branchenverbands beim Bundesrat hängig.

Campen in der Schweiz

Naturnah übernachten auf dem Campingplatz. Foto © ZoneCreative / iStock / Getty Images Plus

Wanderbegeisterte finden bei Naturfreunde.ch zahlreiche Herbergen in der ganzen Schweiz. Ob in Lugano, Neuenburg oder Luzern: Die Häuser stehen inmitten der Natur und eignen sich bestens als Unterkunft für Wanderer und Velofahrer.

Wer in den Ferien Waldluft schnuppern und selbst aktiv werden möchte, kann ab dem 24. Mai wieder an den gemeinnützigen Projektwochen der Stiftung Bergwaldprojekt teilnehmen. Hier helfen Sie bei der Erhaltung und Pflege des Waldes und der Kulturlandschaft in verschiedenen Regionen der Schweiz. Die Jugendherberge mit Waldhaus-Charme bietet Projektteilnehmern und anderen Gästen eine ländliche Unterkunft.

Auch Alphütten sind beliebt und garantieren das naturnahe Abschalten. Gekocht und geheizt wird in den modern sanierten Alphütten oft noch mit Holz, während Warmwasser und Strom via Solarenergie zur Verfügung stehen. Rustikal und Hightech sind hier kein Widerspruch mehr.

6 Flexibel bleiben mit wenig Gepäck

Mit leichtem Gepäck reist es sich bekanntlich besser. Aber nicht nur das: Schweres Gepäck lässt auch den Treibstoffverbrauch nach oben schnellen. Ein grosser Kofferraum verleitet zwar dazu, viel einzupacken – aber auch in den Ferien ist weniger mehr. Das gilt vor allem auf Rundwanderungen: Je leichter der Rucksack, umso unbeschwerter sind auch lange Touren.

7 Zero Waste durch die Ferien

Auch auf Reisen lässt sich vielerorts Abfall vermeiden. Wer nicht im Hotel übernachtet, kann gerade beim Essen unterwegs viel Geld und Abfall spare, wenn er das Lunchpaket in der Unterkunft vorbereitet, anstatt unterwegs etwas zu kaufen. Zwar können wir nicht immer die gesamte Zero-Waste-Ausstattung mit in die Ferien nehmen, aber Einkaufsnetzte fürs Gemüse sowie der Stoffbeutel für Brot und Gipferli oder die Thermoskanne passen meist noch ins Gepäck. Hier finden Sie mehr Tipps für Zero Waste auf Reisen.

8 Die Reise gut planen

In Corona-Zeiten ist nichts selbstverständlich oder gar berechenbar. Nichtsdestotrotz ist es gerade jetzt wichtig, die Ferienplanung frühzeitig in Angriff zu nehmen. Informieren Sie sich im Voraus beim Hotel, Campingplatz oder in der Jugendherberge, ob es Einschränkungen bei der Buchung gibt. Denn die oberste Priorität bleibt auch in den Ferienunterkünften die Ermöglichung des Mindestabstandes zwischen den Gästen.

Wie Markus Berger, Sprecher von Schweiz Tourismus, dem SRF berichtet, ist die Nachfrage nach Ferienwohnungen in der Schweiz sehr hoch, seit feststeht, dass Ferien im eigenen Land möglich sind. Daher ist es ratsam, die Urlaubsplanung nicht zu lange zu vertagen.

Planen Sie die Ferien so, dass vom Standort des Hotels oder Ferienhauses viele Ausflüge ohne Auto möglich sind. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern schonen gleichzeitig die Umwelt.

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