Umweltfreundlich Skifahren in Graubünden: Engadin St. Moritz

Umweltfreundliche Skigebiete: Engadin St. Moritz

Auch im Skigebiet Corviglia im Engadin geht es umweltfreundlich die Pisten hinab. Foto: © swiss-image.ch/Christian Perret

Die Wintersportregion Engadin St. Moritz steht bei skiresort.de auf Platz zwei der Hitliste in Sachen Umweltfreundlichkeit. Dabei wurden einige Skigebiete einzeln bewertet: Corviglia-Marguns erhielt fünf Sterne, gefolgt von Corvatsch-Furtschellas und Diavolezza-Lagalb mit jeweils vier Sternen. Ausschlaggebend war besonders das Gesamt-Energie-Projekt «Clean Energy». Damit setzt sich weltweit erstmals eine alpine Ferien- und Sportdestination konsequent für den Einsatz erneuerbarer Energien und effiziente Energieverwendung ein. Der Verbrauch von fossilen Energien (Heizöl, Benzin und Diesel) und Strom soll gesenkt werden. Sie werden durch vor Ort generierte Energie wie Wasser, Sonne, Geothermie und Biomasse ersetzt.

Den Testern gefielen in Engadin St. Moritz auch die Bahnanbindung und das umfangreiche Netz an Ski- und Linienbussen. In allen Bahnen wird auf Müllvermeidung und Mülltrennung hingewiesen. Auch viele Hotels in der Region setzen auf Nachhaltigkeit. So erfolgte 2010 die Erweiterung und Erneuerung des Berghotel Muottas Muragl als «erstes Plusenergie-Hotel der Alpen». Das Hotel Europa St. Moritz/Champfèr verfügt seit 2011 über eine Photovoltaik-Anlage.

Davos: Schatzalp-Strela als umweltfreundliches Skigebiet empfohlen

Nach der Einschätzung von Stefan Forster sollten die Schweizer Skiorte noch konsequenter auf umweltfreundlichen Tourismus setzen. Der Wirtschaftsgeograf leitet die Fachstelle Tourismus und nachhaltige Entwicklung im Center da Capricorns in Wergenstein GR, ein Aussenposten der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften. Seine persönlichen Favoriten nannte er gegenüber dem Magazin Beobachter Natur: Das Schatzalp-Strela-Skigebiet in Davos. «Dort setzen sie konsequent auf Entschleunigung. Angesprochen werden Leute, die genug vom Rummel haben. Das Gebiet verzichtet auch bewusst auf künstliche Beschneiung und wirbt mit Naturschnee». Am Herzen liegen ihm die Projekte, an denen er mit seinem Team selbst beteiligt ist - zum Beispiel der weltweit erste Solarskilift in Tenna im Safiental. «Ein einfacher, kleiner Skilift, der national Beachtung findet».

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Quellen: skiresort.de, Beobachter Natur, WWF Schweiz, 20 Minuten online

Text: Christine Lendt