Heisses Date für kalte Tage: Thermalquellen in Europa

Das Baden in Thermalquellen entspannt und kann die Gesundheit fördern. Wir zeigen, welche natürlich heissen Quellen hierzulande und im Rest Europas besonders einladend sind.

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Einmaliges Thermalbad erleben in der Blauen Lagune auf Island

Einmaliges Thermalbad erleben in der Blauen Lagune auf Island

Bei Grindavík im Südwesten von Island befindet sich ein geothermischer Salzwassersee, der auf Deutsch Blaue Lagune genannt wird. Die blaue Farbe wird hauptsächlich durch die hohe Konzentration an Kieselsäure hervorgerufen, die das Sonnenlicht reflektiert. Im Sommer kann der See wegen des Algenvorkommens grünlich erscheinen.

In 2'000 Metern Tiefe hat das Wasser hier eine Temperatur von bis zu 240 Grad Celsius und reichert sich auf dem Weg an die Erdoberfläche durch poröses Lavagestein mit Mineralien an. Ursprünglich zur Stromerzeugung genutzt, kam man erst spät auf den Gedanken, die heissen Quellen des Salzwassersees als Freilufttherme zugänglich zu machen. Bei einer wohligen Badetemperatur zwischen 37 und 40 Grad Celsius kann man hier mit Aussicht auf wilde Natur die Seele baumeln lassen. Foto: © francesco ricca iacomino / iStock Editorial / Thinkstock

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Warum Thermalquellen von Natur aus so heiss sind

Heisse Quellen oder Thermalquellen bestehen aus Wasser, das deutlich wärmer ist als normales Grundwasser. Der Grund hierfür ist entweder eine vulkanologische Aktivität unter der Erde oder die Tatsache, dass das Wasser in sehr tiefe Gesteinsschichten vordringt, in denen es sich merklich erwärmt.

Bis zu 80 Grad kann sich das Thermalwasser natürlich erhitzen, wie etwa im französischen Chaudes-Aigues. Ist es danach auf dem Weg an die Oberfläche abgekühlt, kann man bei lauschigen Temperaturen darin baden.

Mineralien bringen gesunde Wirkung heisser Quellen

Es liegt nicht nur an der Wärme, dass Baden in Thermalquellen als sehr angenehm empfunden wird. Mitverantwortlich ist auch der hohe Mineralgehalt. Denn beim Aufsteigen aus der Tiefe löst das Wasser der heissen Quellen eine Vielzahl von Mineralien aus den Gesteinen.

Die heissen Quellen in Baden haben in der Schweiz das mineralreichste Wasser.

Diese natürlichen Zusätze können zur Entspannung beitragen, aber teilweise auch Beschwerden lindern. Ist das Wasser von heissen Quellen schwefelhaltig, hilft es etwa gegen Hautkrankheiten. Eher salzhaltige Thermalquellen stärken dagegen Muskeln und Gelenke.

Thermalquellen liefern auch nachhaltige Energien

Die Isländer beispielsweise nutzen ihre üppig vorhandenen heissen Quellen nicht nur für regelmässige, gesunde Bäder. Sie produzieren damit auch umweltfreundlichen Strom und versorgen Haushalte oder öffentliche Gebäude mit nachhaltiger Wärme.

Hin und wieder wird auch mal ein Strassenbelag mit einer Fussbodenheizung ausgestattet, die sich aus Thermalquellen speist. Mehr dazu lesen Sie unter anderem in einem Artikel auf faz.net oder auf unter inreykjavik.is.

November 2017

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