Die Zeitumstellung naht: So stellen Sie sich am besten darauf ein

Ein Viertel der Weltbevölkerung lebt mit der jährlichen Sommer-Zeitumstellung. Ursprünglich sollte diese beim Energiesparen helfen, was tatsächlich nicht gelingt. Stattdessen gerät die innere Uhr aus dem Takt. Tricks können dabei helfen, sich einfacher auf die Sommerzeit umzustellen.

Die Zeitumstellung erfolgt von zwei auf drei Uhr nachts.
Mit dem Beginn der Sommerzeit habe wir eine Stunde weniger Schlaf. Vorteil: Es ist abends länger hell. Foto: © Zffoto / iStock / Thinkstock
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Ende März geht der Zeitdieb um. Normalerweise hat jeder Tag 24 Stunden. Doch diese Regel trifft am letzten Sonntag im März nicht zu. An diesem Tag beginnt die Sommerzeit. Deshalb muss man sämtliche Uhren um eine Stunde vorstellen. Danach fühlen sich viele wie auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Um zur Winterzeit zurückzukehren, wird am letzten Sonntag im Oktober wieder an der Uhr gedreht. Dann stellt man alle Zeitmesser zurück und erhält quasi eine Stunde als «Geschenk». Doch die Zeitsprünge bringen den Biorhythmus gehörig durcheinander. Aus diesem Grund findet die Sommer-Zeitumstellung nur wenige Anhänger und viele fragen sich, wozu der ganze Aufwand tatsächlich gut ist.

1981 war die 1. Umstellung auf Sommerzeit in der Schweiz

Die frühere Europäische Gemeinschaft führte die Sommerzeit aufgrund einer Ölkrise im Jahre 1977 ein. Die Grundidee war, dass man das Tageslicht besser nutzt und so den Energieverbrauch für die Beleuchtung senken kann. Ausschliesslich die Schweiz entschied sich mittels eines Referendums dagegen und lebte für wenige Jahre auf einer Zeitinsel. Das führte jedoch zu Koordinationsproblemen und Qualitätseinbussen im Güter- und Personenverkehr sowie im Postversand. Um sich nicht weiter zu isolieren, wurde die Sommer-Zeitumstellung endgültig 1981 umgesetzt. Doch nicht alle stehen hinter dieser Entscheidung: Erst 2010 lehnte der Bundesrat eine Motion zur Abschaffung der Sommerzeit ab.

Zeitumstellung auf Sommerzeit: unterm Strich keine Energie gespart

LED und Energiesparlampen waren 1981 noch unbekannt. Deshalb konnte man früher bei der Sommer-Zeitumstellung deutlich mehr Strom sparen als dies heute mit energieeffizienten Geräten und Beleuchtung möglich ist. Laut Umweltbundesamt gleichen sich jedoch die gesparten Kilowattstunden durch das verstärkte Heizen in den kühlen Morgenstunden wieder aus. Das bestätigt auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Zudem vermutet man, dass die Verbraucher im Sommer mehr Strom bei abendlichen Freizeitaktivitäten aufwenden und sich so der Energieverbrauch womöglich noch erhöht. Eine amerikanische Untersuchung ging dieser Frage auf den Grund. Die Forscher Matthew Kotchen und Laura Grant werteten den Stromverbrauch von sieben Millionen Privathaushalten über drei Jahre hinweg aus. Das Ergebnis war ernüchternd: Der Stromverbrauch stieg in der gesamten Sommerzeit durchschnittlich um ein Prozent - im Herbst sogar auf zwei bis vier Prozent. Das begründete man durch einen höheren Bedarf an Heizungswärme und Kühlung durch Klimaanlagen. Ob in Europa oder in den USA – die Umstellung hilft in keiner Zeitzone Energie einzusparen. 

Gut zu wissen: Umstellen auf Sommerzeit

Viele überlegen jedes Jahr erneut, in welche Richtung man den Zeiger verstellt. Dafür kann man sich eine Daumenregel merken: Sommerzeit vor – Winter zurück.