Zeitumstellung am Sonntag: Mehr Schaden als Nutzen!

Am kommenden Sonntag ist es wieder so weit: Die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt und wir können länger schlafen. Doch seit wann gibt es sie und was bringt die Zeitumstellung überhaupt? In erster Linie macht sie uns müder. Tipps und Tricks, mit denen Sie dagegen ankämpfen.

Zeitumstellung: am Sonntag endet die Sommerzeit
Sommerzeit ade! Ab Sonntag gehen die Uhren wieder normal. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Am 27. Oktober kommen Langschläfer voll auf ihre Kosten. Die Sommerzeit endet und schenkt uns eine extra lange Nacht. Am frühen Sonntag Morgen werden die Zeiger um drei Uhr noch einmal auf zwei Uhr zurückgedreht.

Durch die Zeitumstellung werden sich die meisten Schweizer am Montag Morgen dann bei Tageslicht statt Dunkelheit auf den Weg zur Arbeit machen. Genau aus diesem Grund wurde die Zeitumstellung in den 1970er Jahren eingeführt. Das Tageslicht sollte zu jeder Jahreszeit so gut wie möglich ausgenutzt und dadurch Energie eingespart werden.

So lobenswert die Idee ist: Studien zeigen inzwischen, dass die Zeitumstellung nicht so nachhaltig ist wie erhofft. Zwar werden Strassen- und Wohnungsbeleuchtung weniger angeknipst, wodurch laut Untersuchungen tatsächlich Energie eingespart wird. Diese Einsparungen fallen jedoch sehr gering aus. Zudem werden inzwischen hauptsächlich Energiesparlampen genutzt, die durch ihren ohnehin kleinen Energieverbrauch die Einsparungen nochmals sinken lassen. Der kleine Nutzen, den die Zeitumstellung bei der Beleuchtung bringt, verpufft am Ende dann sogar ganz. Denn in den Monaten März, April und Oktober wird durch die Umstellung auf die Sommerzeit morgens mehr geheizt. Einzelne Studien berichten sogar, dass der Energiebedarf durch die Zeitumstellung damit insgesamt etwas ansteige.

Zeitumstellung: Der Biorhythmus steht Kopf

Beim Energieverbrauch kann die Zeitumstellung also nicht punkten. Dafür kämpfen viele Menschen zwei Mal im Jahr mit einer Art Mini-Jetlag. Der Biorhythmus braucht oft bis zu drei Wochen, um sich an die Veränderung anzupassen. «Müdigkeit, Herz-Kreislauf-Probleme, Verdauungs- und Schlafstörungen sind die Folge», erklärt der Schlafexperte Günther W. Amann-Jennson gegenüber 20minuten.ch. Frauen haben laut einer Umfrage des Forschungsinstituts Forsa übrigens häufiger mit der Umstellung zu kämpfen als Männer, da sie im Herbst und Winter vermehrt das Bedürfnis haben, länger zu schlafen.

Immerhin können Sie mit einigen Tricks der unsinnigen Zeitumstellung ein Schnippchen schlagen. Experten raten dazu, sich dem neuen Tagesrhythmus schrittweise zu nähern. Wer in den kommenden Tagen jeweils eine viertel Stunde später schlafen geht, hat mit dem Wechsel am Wochenende dann weniger zu kämpfen. Um den Kreislauf in Schwung zu bringen hilft Bewegung an der frischen Luft – möglichst bei Tageslicht.

Quelle: 20min.ch, focus.de

Text: Leena Heinzelmann