Yoga im Alltag einbinden und damit Krankheiten bekämpfen

Yoga hilft der Gesundheit von Geist und Körper

Der Vorteil an einem Yoga-Kurs ist, dass man die Übungen genau gezeigt bekommt. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Stressabbau und die Erhaltung der Gesundheit sind nicht die einzigen Gründe, warum die Lehren des Yoga immer beliebter werden. Ob alt oder jung - jeder kann Yoga-Übungen an jedem beliebigen Ort praktizieren. Neben den klassischen Trainings eignen sich Finger-Yoga (Mudras) oder Atemübungen beispielsweise als Pausenfüller oder zur Überbrückung von Wartezeiten. Nicht umsonst sagt man, dass Stress «weggeatmet» werden kann. Vielsitzer und Wenigbeweger können Nackenverspannungen sowie Rückenschmerzen mit kurzen Yoga-Übungen bekämpfen. Dafür genügt ein Bürostuhl, auf dem die Übung «Palme» den oberen Teil des Körpers und die Schultern lockert.

Bei Schmerzen sollten Sie jedoch vorsichtig sein, denn Yoga ersetzt nicht den Gang zum Arzt! Es ist keine medizinische Behandlung, sondern wird unterstützend zur Schulmedizin eingesetzt. Wer an einem Infekt oder unter starken Schmerzen leidet, sollte nicht alle Asanas praktizieren. Dann sind als Ergänzung zur konventionellen Behandlung eher bestimmte Atemübungen, Mudras und Meditationen ratsam.

Studien zeigen: Bei diesen Erkrankungen hilft Yoga

Yoga hilft nachweislich bei Herzkreislauferkrankungen, Rückenschmerzen, Asthma, Reizdarm und dient sogar als Jungbrunnen. 2011 veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, dass zwei Mal wöchentliche Yogastunden das Vorhofflimmern nachweislich senkt. Die Probanden fühlten weniger Herzstolperer, was die Lebensqualität verbesserte. Yoga hatte positive Wirkung auf Blutdruck, Cholesterinspiegel und Stress. Deshalb wird Yoga neben der medikamentösen Behandlung begleitend empfohlen.

Untersuchungen des ACSM (American College of Sports Medicine) zeigten, dass 150 Minuten Yoga wöchentlich genügen, um die Asthmaerkrankung zu lindern. Herzkranke, die regelmässig trainieren, steigern zudem ihre körperliche Leistungsfähigkeit.

Vorbereitung für die eigene Yoga-Stunde

Am besten lässt sich Yoga in einem Kurs unter professioneller Anleitung erlernen. Wer dafür nicht genug Zeit hat, kann aber auch anhand von Lernvideos oder Büchern die ersten Versuche machen. Für daheim empfiehlt es sich, die Yoga-Übungen am Morgen - vor dem Frühstück - auszuüben.

Wer abends oft erschöpft ist, kann mit Yoga aber auch dann neue Energie tanken. Damit Sie die Verdauung nicht unterbrechen, sollten Sie die letzte grosse Mahlzeit etwa zwei Stunden zuvor eingenommen haben.

Damit Yoga ein fester Teil Ihres Alltags werden kann, hilft es, sich einen bestimmten Ort auszusuchen. Stellen Sie alle störenden Geräuschquellen ab, die Sie ablenken könnten. Dazu gehört auch bequeme Kleidung, die bei den Yoga-Übungen nicht zwickt. Dann steht dem entspannten Loslassen nichts mehr im Wege.

Quellen: „Yoga – neue Lebensenergie und Harmonie“ von Naumann   & Goebel,  „Stark mit Yoga“ und „Gesund werden mit Yoga“ von Zora Gienger, Kompetenznetzwerk Yoga, idw, ACSM, grouphealthresearch.org, sanofi

Text: Kerstin Borowiak