Pestizide schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Menschen

In den Lebensmitteln, die wir täglich zu uns nehmen, stecken Rückstände von Pestiziden. Aus einer aktuellen Studie geht nun hervor, dass diese sich negativ auf die Gesundheit auswirken und sogar schwere Krankheiten wie Krebs verursachen können.

Pestizide vergiften unsere Nahrung: Kinder besonders gefährdet
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Pestizide können sich schädlich auf die Gesundheit von Menschen und Tieren auswirken, dies belegt der Report «Pestizide und unsere Gesundheit – die Sorge wächst» zu einer aktuellen Untersuchung der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Viele der chemischen Inhaltsstoffe können Entwicklungsstörungen bei Kindern, zahlreiche Krebsarten und neurologische Funktionsstörungen, wie die Parkinson-Krankheit begünstigen. Besonders gefährdet sind laut der Untersuchung, bei der diverse bestehende Studien ausgewertet wurden, nicht nur Landwirte und Pestizidausbringer, die häufig in Kontakt mit den Chemikalien kommen, sondern generell auch Kleinkinder und schon Ungeborene im Mutterleib. Die Pestizide, welche die Mutter über die Nahrung aufnimmt , werden teilweise direkt auf das ungeborene Kind übertragen. Kleinkinder haben noch kein voll entwickeltes Immunsystem und können deshalb die giftigen Substanzen wesentlich schlechter abbauen als Erwachsene.

Pestizide belasten bereits Luft, Boden, Wasser und Nahrung

Die Pestizide lagern sich in Böden ab, schweben in der Luft und werden in Gewässer gespült. Sie sind praktisch überall im Essen zu finden, nicht nur in gespritztem Obst und Gemüse. Auch im Fleisch von Nutztieren können sich durch die Aufnahme mit dem Futter Pestizide anreichern. Diese lagern sich meist im Fett, in Muskeln und Organen ab. Auch Eier, Milch und Milchprodukte sind häufig mit Rückständen von Pestiziden kontaminiert.

Mit ihrem Report plädiert die Umweltschutzorganisation für eine ökologische Landwirtschaft, die ohne Pestizide und andere Chemikalien auskommt und eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion. Besonders gefordert seien dafür die Behörden und die Politik. Wer jetzt schon für sich selbst sicher gehen will, dass seine Lebensmittel möglichst wenig belastet sind, der kann zu zertifizierten Bio-Produkten greifen.

Quellen: greenpeace.org, schweizerbauer.ch, Autor: Regina Rohland