Pestizide erhöhen Risiko für Autismus bei Kindern

Frauen, die während der Schwangerschaft Pestiziden ausgesetzt sind, gebären mit grösserer Wahrscheinlichkeit autistische Kinder. Auch das Risiko für geistige Störungen sei höher, da die Umweltgifte die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen, wie jetzt Forscher herausfanden.

Pestizide können Autismus und geistige Störungen verursachen
Pestizide in der Landwirtschaft schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch Kindern - und das bereits im Mutterleib. Foto: © Stoyko Sabotanov / iStock / Thinkstockphotos
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Für die Studie wurden an der Davis-Universität in Kalifornien rund 1'000 Mütter in Kalifornien zu ihrem Wohnort während der Schwangerschaft und Geburt befragt. Zudem wurde untersucht, wie viele der Frauen Kinder mit Autismus oder kognitiven Störungen zur Welt gebracht haben.

Aus den Ergebnissen ging hervor, dass Frauen, die sich während der Schwangerschaft dauerhaft in nur 1,25 bis 1,75 km Nähe zu einem pestizidbelasteten Feld aufhielten, ein um zwei Drittel höheres Risiko für autistischen Nachwuchs zeigten. Je weiter entfernt sie wohnten, desto tiefer sank das Risiko. Aus diesem Grund raten die Forscher dringend, sich während der Schwangerschaft von Umweltgiften und belasteter Nahrung fernzuhalten.


Quellen: scinexx.de, welt.de
Autor: Cristina Bürgi