Natürliche Schlafmittel: Neben Baldrian helfen auch Tees und Bäder

Tees als Natürliche Schlafmittel

Auch manche Teesorten, wie beispielsweise Hopfen-, Lanvedel- oder Melissetee, können bei Schlafstörungen helfen. Foto © iStockphoto / Thinkstock

Wie der Experte Martin Koradi betont, ist Baldrian die am besten erforschte Heilpflanze im Bereich der Behandlung von Schlafstörungen. Relevante Studien gebe es allerdings ausschliesslich für Baldrianextrakt-Präparate, nicht für Baldriantee und Baldriantinktur. In der Pflanzenheilkunde bewährt hätten sich bei Schlafproblemen auch Lavendel (als Öl oder Bad), Melisse (Öl, Bad oder Tee), Hopfen (Tee oder Extrakt) sowie ein Extrakt aus Passionsblumenkraut. Interessante Alternativen seien zudem der in der Krankenpflege häufig angewendete Orangenblütentee sowie der bei Kindern beliebte Goldmelissentee. Zur Wirkung dieser beiden Tees gebe es allerdings keine fundierten Erkenntnisse.

Gesund schlafen mit einfachen Mitteln

Diese Tipps tragen zum Einschlafen ohne Medikamente bei:

  • Tagsüber für Bewegung sorgen, nach 20 Uhr jedoch keinen Sport mehr treiben
  • Jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett gehen
  • Vor der Nachtruhe Alkohol und schweres Essen vermeiden
  • Im Bett nicht Lesen, Essen, Fernsehen oder zum Beispiel E-Mails auf dem Smartphone checken
  • Kamillentee, ein warmes Bad oder eine Wärmflasche wirken entspannend und damit schlaffördernd
  • Auf ein dunkles, ruhiges und nicht zu warmes Schlafzimmer achten

 

Schlaffördernde Massnahmen

Oft geht es sogar ganz ohne Medikamente oder natürliche Schlafmittel. So berichtet Gesundheits-Tipp von den Erfolgen des Schlaftrainings. Die Betroffenen müssen sich an kurze, aber regelmässige Bettzeiten halten. Wer nach zehn Minuten nicht eingeschlafen ist, muss aufstehen und sich mit etwas anderem beschäftigen, bis er sich müde fühlt. Dem Bericht zufolge machen sich nach zwei Wochen erste Fortschritte bemerkbar. «Nach rund acht Wochen haben die meisten wieder zu einem normalen Schlaf gefunden», erklärte Jürg Schwander, Leiter der Klinik für Schlafmedizin in Zurzach, gegenüber dem Magazin. Er schätzt, dass etwa 85 Prozent der chronischen Schlafstörungen geheilt werden können, ohne Medikamente zu schlucken.

Quellen: Sprechzimmer, Martin Koradi, Gesundheits-Tipp

Text: Christine Lendt

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