Mit Lichttherapie und Johanniskraut gegen Wintermüdigkeit

Johanniskraut hellt die Stimmung auf

Johanniskraut ist ein echter Stimmungsmacher. Foto: © Hemera / Thinkstock

Mittel gegen Wintermüdigkeit: Johanniskraut

Auch die Natur hat etwas gegen Wintermüdigkeit zu bieten. «Eine Tasse Johanniskraut-Tee wirkt Wunder», informiert Regina Helfenstein auf ihrer Homepage. Die Kinesiologin und Ernährungsberaterin führt eine Praxis in Dornach. Sie empfiehlt das gut verträgliche Johanniskraut bei Antriebsschwäche und Tagesmüdigkeit. Es helle die Stimmung auf, bringe in Schwung und mache dabei nicht abhängig. «Allerdings erhöht Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut, doch dies ist im Winter wohl das kleinere Problem».

Eine positive Wirkung haben laut der Expertin auch tryptophanhaltige Nahrungsmittel. Aus diesem Eiweissbaustein produziere der Körper Serotonin. Er steckt in Nüssen, Sonnenblumenkernen, Weizenkeimen, Buchweizen, Haferflocken, Dinkel, Fisch, Fleisch, Hühnerei und Emmentaler Käse. Und Vorsicht mit Schokolade & Co. als Seelentröster: Süssigkeiten lösen schneller wieder Heisshungergefühle aus als vollwertige Nahrungsmittel.

Tipp: Farben und Aroma-Öle gegen Wintermüdigkeit

Neben diesen und anderen Tipps rät Regina Helfenstein, die Sinne gezielt anzuregen. «Gelbe, orangefarbene und rote Farbtöne wirken anregend und belebend. Sommerdüfte wie Jasmin, Bergamotte oder Zitrusöle in einer Aromalampe unterstützen diese positiven Gefühle».

Lichttherapie kann helfen

In gravierenden Fällen kann eine Lichttherapie helfen. Dabei werden Menschen, die unter SAD leiden, von einer hellen Speziallampe bestrahlt. Um eine Winterdepression therapieren zu können, ist laut Prof. Wirz-Justice eine Therapielampe mit einer Beleuchtungsstärke von 2 000 bis 10 000 Lux nötig. Wellness-Leuchten mit Lichtstärken von 1 000 Lux, wie sie im Handel erhältlich sind, sind für eine Lichttherapie nicht geeignet. Darauf weist das Magazin Konsumententipp hin, das ebenfalls die Expertin aus Basel zitiert. Ohnehin sei es nicht ratsam, ohne Vorabklärung eine teure Therapielampe anzuschaffen.

Wer bei sich Anzeichen für eine Winterdepression entdeckt, sollte zuerst einen Arzt oder die Lichttherapie-Sprechstunde in einer psychiatrischen Poliklinik aufsuchen. Auch das Solarium ist nach den Worten der Chronobiologin keine Alternative bei Winterdepression. Zumal die Hautkrebsgefahr durch die schädlichen UV-Strahlen hinzukommt. Bei den Therapieleuchten hingegen werden diese Strahlen herausgefiltert.

Quellen: Gesundheitstipp, Konsumententipp, ch-Forschung, Praxis Regina Helfenstein

Text: Christine Lendt