Weg mit dem Winterblues: Tipps gegen Müdigkeit

Der graue Wolkenpanzer lässt kaum Tageslicht durch. Ist es mal einigermassen hell geworden, wird es auch schon bald wieder dunkel. Vielen machen im Winter Müdigkeit und Stimmungstiefs zu schaffen. Die gute Nachricht: Gegen den Winterblues kann man viel tun.

Winterblues adé: So kommen Sie schwungvoll durch den Winter
Auch an trüben Tagen raus zu gehen macht gute Laune. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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So düster wie der Blick nach draussen ist die Stimmung an manchen Wintertagen. Bei vielen Menschen geht das mit Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Heisshungerattacken einher. Aus gutem Grund nennt man die jahreszeitbedingte Stimmungslage auch «saisonal abhängige Depression» (SAD). Betroffen ist durchschnittlich jeder zehnte Erwachsene. Bei zwei Prozent der erwachsenen Schweizer sind die Auswirkungen so stark, dass sie therapeutisch behandelt werden.

Gegen Müdigkeit im Winter: Die innere Uhr umstellen

Eine Möglichkeit, den Winterblues zu vertreiben, ist die «innere Uhr» auszutricksen. Davon berichtet das Magazin «Gesundheitstipp». Der Beitrag bezieht sich auf Forschungen von Prof. Anna Wirz-Justice von der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel. Die Chronobiologin untersuchte mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds die saisonale Depression und Therapiemöglichkeiten. Dabei widmete sie sich auch dem Phänomen der inneren Uhr. Diese genetisch vorprogrammierte Kontrollinstanz steuert den Tagesrhythmus des Menschen und seine Körperfunktionen.

Nur tickt die innere Uhr noch in einer Weise, wie sie das Überleben vor Jahrtausenden sicherte. «Mit der Erfindung des elektrischen Lichtes und der Zentralheizung ist die Saisonalität immer mehr aus unserem Leben verschwunden», erklärte die gefragte Expertin in einem Interview gegenüber dem Wissensmagazin ch-Forschung. In früheren Zeiten hingegen war es erforderlich, sich für die karge Jahreszeit ein Polster anzufuttern und mehr zu ruhen, um mit den Energiereserven hauszuhalten. Es ist demnach biologisch vorprogrammiert, dass der Mensch im Winter ein erhöhtes Bedürfnis nach Schlaf und einen grösseren Hunger auf Kohlenhydrate verspürt.

Tipp: Spaziergänge gegen Wintermüdigkeit

Stimmen die innere Uhr und der reale Tagesablauf nicht überein, können depressive Verstimmungen die Folge sein. Umgekehrt lässt sich das Wohlbefinden steigern, wenn beides in Einklang gebracht wird. Nach Einschätzung von Prof. Wirz-Justice ist Lichtzufuhr dafür ausschlaggebend. Schon ein Spaziergang von einer halben Stunde könne die Stimmung heben, selbst an grauen Wintertagen. Denn das Tageslicht ist draussen dann immer noch deutlich stärker als in Innenräumen. Weil sich die meisten Menschen im Winter weniger im Freien aufhalten, erhalten sie zu wenig davon.

Unter Einfluss von Licht produziert der Körper verstärkt den stimmungsaufhellenden Botenstoff Serotonin, bei Lichtmangel (beziehungsweise Dunkelheit) dagegen mehr von dem müde-machenden Melatonin. Für die Spaziergänge nennt die Professorin den Morgen als optimalen Zeitpunkt, weil das Licht dann am wirkungsvollsten sei.

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