Grippeimpfung fast wirkungslos: Stärken Sie Ihre Abwehr natürlich

Die Grippeimpfung wirkt gegen die aktuell am häufigsten auftretenden Erreger kaum. Natürliche Mittel können jedoch dabei helfen, Ihre Abwehr zu stärken und bei Krankheit Symptome zu lindern.

Aktuelle Grippeimpfung teilweise unwirksam
Foto: © Pixland / Thinkstock
  • 122
  • 0

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Grippeviren. Mit einer Grippeimpfung kann man jedoch nur einen kleinen Teil davon abdecken. Aus dem «Pool» an Erregern werden deshalb jedes Jahr drei ausgewählt, von denen Experten ausgehen, dass sie in der folgenden Grippesaison am heftigsten zuschlagen könnten. Für die gesamte Nordhalbkugel wird dann ein einziger Impfstoff entwickelt, der gegen diese drei Erreger einen Impfschutz bieten soll. Dieses Jahr lagen die Forscher mit ihren Annahmen jedoch leider daneben.

Grippeimpfung wirkt dieses Jahr nur bedingt

Wissenschaftler der amerikanischen Seuchenbehörden CDC, Centers for Disease Control and Prevention, haben Anfang Oktober 100 Blutproben von Grippeinfizierten untersucht. 82 Prozent hatten sich mit dem erwarteten Virus H3N2 infiziert. Bei den Tests entdeckten die Forscher jedoch, dass der Impfstoff nicht gegen alle Unterformen dieses Grippevirus wirkt.

Geschätzt wird deshalb nun, dass 48 Prozent der Infektionen mit dem H3N2-Virus trotz Impfung zum Ausbruch einer Grippe führen können. Dies lässt Fachpersonen bereits befürchten, dass es zu einer besonders heftigen Grippewelle kommen wird.

Die restlichen 18 Prozent der Infizierten erkrankten übrigens an verschiedenen anderen Viren. Gegen diese zeigt die aktuelle Grippeimpfung sowieso keinerlei Wirkung, da sich der Stamm der Erreger zu sehr von denen unterscheidet, gegen die geimpft wurde.

Natürliche Hilfe zum Stärken der Abwehr und bei Symptomen

Ob Sie eine Grippeimpfung bekommen haben oder nicht, die Abwehr natürlich zu stärken kann, gerade bei der befürchteten Grippewelle, nicht schaden. Generell sind vorbeugend ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und regelmässiges Händewaschen wichtige Faktoren. Aber auch so einige Heilkräuter können zum Beispiel als Tee das Immunsystem stärken. Mehr dazu in dem Beitrag «Erkältung: Mit Hausmitteln die Abwehrkräfte nachhaltig stärken». Dazu kann auch das Schwitzen in der Sauna helfen, das Immunsystem anzukurbeln. Sind Sie erst einmal erkrankt, sollten Sie den Saunagang jedoch auf jeden Fall meiden.

Wer schon eine Grippe hat, kann mit Hilfe der Natur zumindest die Symptome lindern. Bevor Sie anfangen, sich selbst zu therapieren, sollten Sie jedoch unbedingt bei Ihrem Hausarzt abklären, ob tatsächlich eine Grippe vorliegt und welche Hausmittel für Sie sinnvoll sind. Das können unter anderem Nasenduschen, Inhalieren oder auch Heilpflanzen wie Ingwer und Salbei wie auch die klassische Hühnersuppe sein. Ein Erkältungsbad ist ebenfalls ein bekanntes natürliches Mittel zur Bekämpfung von Krankheitssymtomen. Hierbei sollten Sie jedoch unbedingt vorab Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, ob das in Ihrer Verfassung sinnvoll ist. Denn es kann der Gesundheit unter Umständen mehr schaden als nützen. Welche Hausmittel es sonst noch gibt und wie Sie die einzelnen Helfer am besten anwenden, erklärt der Artikel «Symptome einer Grippe und hilfreiche Hausmittel».

Grippeimpfung: Gegen was dieses Jahr geimpft wurde

Dieses Jahr impfen Ärzte gegen den Grippevirus H3N2, den Schweinegrippevirus H1N1 und einen Virus namens B/Massachusetts/2/2012. Die beiden letzteren waren bereits letztes Jahr Bestandteil der Grippeimpfung.

Weitere generelle Infos und Tipps zur Grippeimpfung finden Sie in dem Beitrag «Wie sinnvoll ist eine Grippeimpfung und hat sie Nebenwirkungen?»

Quellen: BFS.admin.ch, SRF, NZZ, Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann

Grippe weiter stark verbreitet: Jetzt noch mal die Abwehr stärken

Grippe weiter stark verbreitet: Jetzt noch mal die Abwehr stärken

Lindenblütentee hilft bei Grippe und bringt Entspannung

Lindenblütentee hilft bei Grippe und bringt Entspannung

Abwehrkräfte stärken: Diese Hausmittel helfen am besten

Abwehrkräfte stärken: Diese Hausmittel helfen am besten