Wie Sie hautschonend und gesund braun werden

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Selbst mit der dicksten Schicht Creme sollten Sie sich nicht übermässig lange sonnen, damit Sie Ihre Haut nicht gefährden. Um gesund braun zu werden, können Sie aber auf einige Hilfsmittel setzen.

Gesund braun werden: Wie das geht und gibt es Hausmittel zum braun werden
Foto: © petrunjela / Digital Vision / Thinkstockphotos

Ein gewisses Mass an Sonnenstrahlen zu geniessen ist für die Haut kein Problem. Es ist sogar wichtig, da es die Bildung von VItamin D anregt. Doch zu viel Sonne kann zu schlimmen Hautschäden führen. Besonders, wenn ein Sonnenbad mit Sonnenbrand endet. Nur einmal krebsrot lässt die Haut sechs Monate älter aussehen. Doch es gibt Alternativen für alle die auch ohne übermässiges Sonnenbaden braun werden möchten.

Gesund braun werden mit Selbstbräunern?

Ökotest hat Selbstbräuner unter die Lupe genommen. Leider gab es für viele Produkte dabei ein «mangelhaft». Der Grund war, dass diese Mittel die Bräunung der Haut durch DHA erreichen. DHA, Dihydroxyaceton, ist ein Zucker, der sich durch Aminosäuren mit der Haut verbindet, dadurch einen chemischen Prozess auslöst und uns braun werden lässt.

Dieses DHA, so warnen die Ökotester, kann allerdings bei langer Lagerung in der Packung oder bei grosser Wärme schädliches Formaldehyd bilden. Und genau dieses wurden in einem Grossteil der Selbstbräuner gefunden. Daher sollte der Selbstbräuner zuhause nicht besonders lange im Schrank stehen. Problematisch dabei ist, dass man beim Kauf kaum feststellen kann, wie lange das Produkt bereits im Supermarktregal gelegen hat.

Abgesehen davon kann der Selbstbräuner eine gute Alternative sein, die gesund braun werden lässt. Zumal beim Ökotest auch einige Produkte gut abgeschnitten haben und es einige Selbstbräuner in Bio-Qualität gibt, wie von Lavera oder Santé. Mehr dazu in dem Beitrag «Selbstbräuner im Test: Die gesunde Alternative zum Sonnenbad?»

Auch Bräunungsdusche lässt gesund braun werden

Eine weitere Alternative, um gesund braun zu werden ist die Bräunungs- oder Sonnenduschen. Das Ergebnis hält, ähnlich wie bei dem Selbstbräuner, so etwa sieben bis 10 Tage. Vorher sollte man sich aber abschminken, dann in die kleine Kabine rein und im Handumdrehen ist man braun.

Auch hier kommt leider DHA zum Einsatz und es gelten die gleichen Vorbehalte wie beim Selbstbräuner. Allerdings dürfte bei einem gut laufenden Studio das Bräunungsmittel kaum lange lagern. Daher ist die Gefahr der Entwicklung von Formaldehyd hier relativ gering.

Tipp zum Selbstbräuner und der Bräunungsdusche: Vorher ein Peeling machen. Denn dann sind Hautschüppchen, die in den nächsten Tagen sowieso abfallen würden, schon einmal weg und die Bräune hält sich etwas länger.

Einfache Hausmittel, die braun werden lassen

Haut bräunen mit Beta-Carotin? Es gibt einige Hersteller von Pillen, die damit werben, dass ihre Beta-Carotin-Kapseln wahre Wunder wirken. Man soll von Innen heraus schön braun werden und ein optimaler Schutz gegen UV-Strahlung sei es auch noch. Die Verbraucherzentrale im deutschen Nordrhein-Westfalen warnt vor diesen Werbeversprechen. Denn man müsse die Pillen regelmässig und bereits 10 Wochen vor dem ersten Sonnenbad schlucken, damit eine leichte Bräunung und ein geringer UV-Schutz entstehen. Dazu sind die Mittel meist ein teurer Spass.

Das Gleiche kann man zudem einfach über Lebensmittel erreichen. Natürliches Beta-Carotin kommt etwa in Karotten, roter Paprika, gekochtem Kohl und Spinat sowie Marillen vor. Diese unterstützen die Haut nicht nur ein wenig beim braun werden. Wie die Zeitschrift Brigitte schreibt, ist das dort enthaltene natürliche Beta-Carotin auch ein Radikalenfänger, der gut für das Bindegewebe ist und die Haut weniger erschlaffen lässt. Als natürlicher Sonnenschutz sind sie allerdings eher ungeeignet.

Die Haut bräunen mit anderen Hausmitteln geht generell auch. So ist etwa ein simples, haushaltsübliches Öl (Olivenöl, etc.) ein Bräunungsbeschleuniger. Aber Achtung: Damit eingerieben wirkt es wie eine Lupe und die Intensität der Sonnenstrahlung wird noch erhöht. Das hilft dann zwar beim Braunwerden. Gesund ist es allerdings nicht, weil es die Haut stärker belastet und schneller zu Sonnenbrand führen kann.

Wie bei so vielem, hilft es auch beim braun werden, wenn man ausreichend Wasser trinkt. Eine gut versorgte Haut kann das UV-Licht bei einem Sonnenbad besser verarbeiten. In Bewegung sein, anstatt nur in der Sonne zu liegen, ist dazu ein einfaches Mittel, um gleichmässig braun zu werden.

Vorsicht: Nicht braun werden um jeden Preis

Was auch immer Sie anwenden, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist unerlässlich für gesundes braun werden. Diese braucht es übrigens auch im Schatten, denn Kleidung oder Sonnenschirme lassen oft einen Teil der UV-Strahlung durch. Die gute Nachricht dabei ist, dass Sie auch im Schatten braun werden und dass zwar langsamer, aber deutlich gesünder als in der prallen Sonne.

Gerade, wenn Sie empflindliche Haut haben und zu Sonnenbrand neigen, sollten Sie sich zudem überlegen, ob der Aufwand und das Risiko die Bräune wert sind. Sie können nur lange Freude an Ihrer Haut haben, wenn sie diese nicht übermässig belasten. Denn während die Bräune im Winter wieder verschwindet, bleibt die damit verursachte Hautalterung für immer.

Quellen: Netdoktor.at, Brigitte.de, vz-nrw.de, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann