Schluss mit Gähnen: 8 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Je näher wir dem Frühling kommen, umso müder werden viele von uns. Doch mit einigen Tricks holen Sie sich Ihre Power schnell zurück. 

Frühjahrsmüdigkeit: Symptome und Tipps gegen die Frühlingsmüdigkeit
Foto: © SIphotography / iStock / Thinkstock
  • 47
  • 0

Ob zu Hause oder im Büro – im Frühling ist immer das grosse Gähnen angesagt, die Frühjahrsmüdigkeit hat viele von uns fest im Griff. Laut Gesundheitsförderung Schweiz betrifft das Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit gut 50 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Obwohl die Tage länger werden und die Sonne mehr scheint, fühlen sich Betroffene müde und antriebslos.

Gewusst: Auch Tiere können unter Frühlingsmüdigkeit leiden.

So entsteht Frühjahrsmüdigkeit

Zwischen März und April stellt unser Körper von Winter auf Sommer um. Dabei passt er seinen Hormonhaushalt an. Frühlingsmüdigkeit ist also definitiv keine Krankheit, sondern ein vorübergehender Zustand. Der Körper produziert dank mehr Sonne auch mehr vom Glückshormon Serotonin. Vom langen Winter ist unser Serotoninspiegel nämlich im Keller. Zudem hat der Winter dafür gesorgt, dass wir mehr Melatonin produzieren, also jenes Hormon, das unseren Schlafrhythmus steuert. Im Frühling, wenn die Tage wieder länger werden, produzieren wir weniger Melatonin. Diese hormonellen Anpassungen können unseren Körper vorübergehend durcheinander bringen.

Kommt hinzu, dass das wechselhafte Frühlingswetter den Kreislauf strapazieren kann.

Diese Symptome können bei Frühjahrsmüdigkeit auftreten:

  • Müdigkeit trotz genügend Schlaf
  • Antriebslosigkeit
  • Kreislaufschwäche
  • Schwindel
  • Gereiztheit
  • Kopfschmerzen

Nebst der harmlosen Frühjahrsmüdigkeit gibt es ernstzunehmende Formen von Müdigkeit oder Erschöpfung. Sollten Sie sich unabhängig von der Jahreszeit über längere Zeit müde und schlapp fühlen, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Während draussen also endlich die Sonne wieder länger scheint, würden wir am liebsten drinnen die Füsse hochlegen. Das muss aber nicht sein.

Das können Sie gegen Frühjahrsmüdigkeit tun

Grundsätzlich können Sie Ihren Körper unterstützen, indem Sie ihn mit genügend Vitaminen versorgen. Trinken Sie viel, zwei bis drei Liter Wasser und Tee dürfen es sein am Tag. Ebenfalls hilfreich gegen die Müdigkeit: Vermeiden Sie üppige Mahlzeiten, die Sie zusätzlich matt und träge machen. Daneben gibt es einige einfache und natürliche Mittel und Massnahmen, die gegen das Frühjahrstief helfen:

1. Sonnenbaden lohnt sich – auch bei Wolken

Selbst das bisschen Sonnenlicht, das es durch dicke Wolkenschichten schafft, kann richtig munter machen. Denn das Tageslicht signalisiert dem Körper, dass er in den Wachmodus umschalten soll. Mit einmal fünf Minuten auf dem Balkon stehen ist es zwar nicht getan.

Sonnenbaden lohnt sich auch bei Wolken

Foto: © swissmediavision/ E+

Aber zwei bis drei Mal die Woche bei Tageslicht spazieren gehen, bringt schon viel. Das gewöhnt uns zudem nicht nur an die endlich wieder längeren Tage, sondern füllt auch die Speicher des Glückshormons Serotonin auf.

2. Die Müdigkeit einfach wegknacken

Wissenschaftler streiten zwar darüber, ob sich ausreichend Serotonin auch über Lebensmittel aufnehmen lässt. Schaden kann eine Extraportion aber bestimmt nicht. Am meisten von dem Glückshormon enthalten Baumnüsse.

 Die Müdigkeit einfach wegknacken

Foto: © Madeleine_Steinbach / iStock / Thinkstock

Aber auch die Vorstufe Tryptophan, die unser Gehirn zu Serotonin umwandelt, haben die Nüsse in sich. So richtig fit macht uns das Superfood zudem mit Omega-3-Fettsäuren, Zink und jeder Menge Vitamin B 6, das die Nerven stärkt und die Konzentration fördert.

Tryptophan als Fitmacher ist zudem in Kürbiskernen, Haselnüssen, Fisch, Eiern oder getrockneten Datteln zu finden.

Als wahre Muntermacher haben sich auch Peterli, Kresse und Löwenzahn bewährt. Die passen super zu jedem Salat.

3. Dem Frühlingstief fett was draufgeben

Fett ist ein essenzieller Bestandteil unseres Körpers und Treibstoff für unser Gehirn. Um Ihre spätere Sommer-Figur brauchen Sie sich trotzdem nicht sorgen. Denn hier geht es um ungesättigte Fette, die dem Körper helfen statt dick zu machen – wenn Sie nicht übermässig viel davon essen.

Dem Frühlingstief fett was drauf geben

Foto: © Elenathewise / iStock / Thinkstock

Wissenschaftler der Harvard-Universität haben zudem nachgewiesen, dass Omega-3-Fettsäuren unsere Stimmung heben. Es soll sogar erwiesen sein, dass depressive Menschen häufig einen Mangel an diesen essentiellen Fettsäuren haben.

Die vorteilhaften Fette finden Sie beispielsweise in Leinöl, Nüssen und Meeresfischen. Mehr dazu hier: «11 fettreiche Lebensmittel, die so richtig gesund sind.»

4. Einen eiskalten Energieschub erhalten

Den Kreislauf anregen können Sie ideal schon morgens in der Dusche, aber dafür müssen Sie mutig sein. Zwischendurch kaltes Wasser aus der Brause kommen lassen, bringt nämlich richtig in Schwung und vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit.

Einen eiskalten Energieschub erhalten

Foto: © artbokeh / iStock / Thinkstock

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Sie Wechselduschen allerdings erst mit Ihrem Arzt abklären. Und es braucht nicht gleich der gesamte Körper unter dem kühlen Nass leiden.

Es reicht, wenn Sie auf der dem Herz abgewandten, rechten Seite den Körper mit dem kalten Wasser kurz abbrausen. Zunächst die Füsse, dann die Waden und so weit nach oben rantasten, wie es eben geht. Dazu noch die Arme kalt abbrausen.

5. Auf winterliche Vitaminbomben setzen

Die eingeflogene Mango oder eine unreif gepflückte Banane müssen es auch im Winter und Frühling nicht sein, um an Vitamine zu kommen. Zumal darin meist weit weniger Nahrhaftes steckt als in regional gezogenem Wintergemüse.

Auf winterliche Vitaminbomben setzen

Foto: © OksanaKiian / iStock / Thinkstock

Randen, Kabis, Federkohl und Rettich essen bringt da deutlich mehr, ebenso wie Rüebli, Kürbis, Lauch, Radieschen und Äpfel aus der letzten Saison. Und sogar auf gesunde Salate brauchen Sie nicht verzichten. Wintersalate wie Cicorino Rosso, Chicorée oder Zuckerhut versorgen jetzt mit vielen Vitaminen und Bitterstoffen.

6. Fit trinken mit der richtigen Mischung

Ausreichend Obst und Gemüse über den Tag verteilt essen, füllt die Reserven für wichtige Vitamine und Mineralstoffe auf. Doch die berühmten «Fünf am Tag» zu schaffen, ist nicht immer einfach. Ein frischer Smoothie kann hier helfen.

Fit trinken mit der richtigen Mischung

Foto: © SKunevski / iStock / Thinkstock

Zwar lässt sich nicht der gesamte Bedarf mit einem Powerdrink abdecken, aber zumindest ein Teil. Und wenn Sie in den Smoothie noch Lebensmittel mit besonders viel Tryptophan geben – wie die Nahrungsergänzung Spirulina oder Kürbiskerne – bringt Ihnen das gleich noch mehr von dem Fitmacher Serotonin.

Hier einige Ideen für Ihren Energydrink: «Mit drei Power-Smoothie-Rezepten den Winterblues besiegen»

7. Den Alltag so richtig scharf machen

Würziges macht munter und sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen. Damit überwinden Sie die Frühjahrsmüdigkeit gleich doppelt gut.

Den Alltag so richtig scharf machen

Foto: © toeytoey2530 / iStock / Thinkstock

Bei Chilis, Ingwer, Knoblauch oder auch Meerettich und Pfeffer können Sie daher ruhig öfter mal zugreifen. Wer allerdings einen eher empfindlichen Magen hat, sollte etwas aufpassen bei scharfen Zutaten. 

8. Mit leichter Fitness die Müdigkeit austreiben

Es muss nicht gleich das Training für den Marathon sein. Aber schon ein Spaziergang oder leichtes Joggen können den Kreislauf ausreichend in Schwung bringen, um die Müdigkeit zu vertreiben.

Mit leichter Fitness die Müdigkeit austreiben

Foto: © ViktorCap / iStock / Thinkstock

Nur, wenn Sie noch eine Grippe oder Erkältung auskurieren, sollten Sie darauf besser verzichten. Dann können die Anstrengungen das Gegenteil bewirken und der Gesundheit schaden.

Trockene Haut pflegen: Die besten Hausmittel

Trockene Haut pflegen: Die besten Hausmittel

7 natürliche Helfer, die chemische Putzmittel bestens ersetzen

7 natürliche Helfer, die chemische Putzmittel bestens ersetzen

Beim Düngen im Frühjahr gilt: Viel hilft nicht unbedingt auch viel

Beim Düngen im Frühjahr gilt: Viel hilft nicht unbedingt auch viel