Farbtherapie: Gesund durch Farben?

Sonniges Gelb, dramatisches Rot, kühles Blau - ohne Zweifel haben Farben eine Wirkung auf den Betrachter. In der Farbtherapie werden sie sogar zur Behandlung eingesetzt. Wie funktioniert diese Therapie und ist sie wirklich geeignet?

Gesund durch Farbtherapie
Farbtherapie: Wie stark beeinflussen Farben unsere Gesundheit und Psyche? Foto © iStockphoto / Thinkstock
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Ob in der Wohnung, bei Kleidungsstücken oder beim Autokauf, die Wahl der «richtigen» Farbe ist so eine Sache. Wohl jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass sie weitreichende Folgen haben kann. Wurde die falsche Entscheidung getroffen, kann es zu regelrechtem Unwohlsein führen. Auch ist es kein Zufall, dass beispielsweise Schwarz die Farbe der Trauer  im hiesigen Kulturkreis ist oder man bei Wut förmlich «Rot» sieht.

Die Psychologie der Farben

«Farben haben auch eine psychologische Wirkung», bestätigt Karin Kuhn, «Dies erklärt, warum die Farbtherapie einen positiven und tiefgreifenden Einfluss in allen Bereichen wie Körper, Seele und Geist hat.» Die Therapeutin betreibt eine eigene Praxis in Gais und bietet zudem eine farbtherapeutische Sprechstunde in einer kooperierenden Kleintierpraxis an. Vom gesundheitlichen Nutzen der Anwendungen auf Mensch und Tier ist sie überzeugt. Nach Einschätzung der Expertin kann Farbtherapie unter anderem helfen, verdrängte Konflikte und Probleme bewusst zu machen, die sich in Störungen des inneren Energiegleichgewichtes äussern. Somit würden die Heilprozesse bei körperlichen und psychischen Beschwerden unterstützt. «Als ganzheitliche Therapieform eignet sich Farbtherapie hervorragend zur Wiederherstellung und Harmonisierung des inneren Gleichgewichtes und allgemeinen Wohlbefindens», lautet ihr Fazit.

Verschiedene Therapieformen mit Farben

Um die Farbschwingungen therapeutisch zu nutzen, sind verschiedene Methoden verbreitet. Die Farbpunktur vereint die Farbtherapie mit der klassischen Akupunkturlehre. Dabei werden die Akupunktur-Punkte über Kaltlichtquellen mit farbigen Lichtstrahlen stimuliert. Die Farbmeridiantherapie wiederum soll ihre Wirkung mithilfe farbiger Seidenringe erzielen: Dabei werden die Ringe auf Hautstellen gelegt, die mit den Meridianen aus der traditionellen chinesischen Medizin verbunden sind. Die deutsche Krankengymnastin Christel Heidemann entwickelte diese Therapieform.