Heilpflanzen zur Vorbeugung und Reinigung

Thymiantee bringt Linderung bei Erkältungen.

Thymiantee hilft bei Schnupfen und kann zudem inhaliert werden. Foto: © Studio Barcelona - Fotolia.com

Reichen Vorbeugung und die Stärkung des Immunsystems nicht aus, eine Erkältung abzuwenden, können Heil- und Hausmittel gezielt bei Krankheitssymptomen helfen.

Fieber natürlich behandeln

Durch die Erhöhung der Temperatur reagiert der Körper auf eine Infektion und setzt die Immunabwehr in Gang. Da viele Erreger 38,5 Grad nicht überleben, hilft Fieber bei der Heilung und sollte nicht unterdrückt werden, es sei denn, es steigt sehr hoch an. Sollte das Fieber zudem bei Eigenbehandlung innerhalb von zwei Tagen nicht zurückgehen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Bis dahin können Sie es aber mit den folgenden Tipps versuchen, oder mit einer Schwitzkur, wie auf Seite 1 zu sehen.

So unterstützen Sie Ihren Körper in den verschiedenen Fieberphasen

1. Wärmen

Wenn die Körpertemperatur ansteigt, fängt man an zu frieren und in dieser Periode unterstützt man den Körper am besten durch Wärme. Ziehen Sie sich warm an, legen Sie sich mit einer Wärmflasche ins Bett oder nehmen Sie ein heisses Bad bei dem Sie die Temperatur von 36 Grad langsam auf 38 Grad steigern.

 

2. Kühlen

Wenn die Körpertemperatur wieder sinkt, schwitzt man und Sie können den Körper unterstützen, indem Sie kühle Luft ins Zimmer lassen (aber Vorsicht, Durchzug vermeiden), kühle Getränke zu sich nehmen oder Wadenwickel machen, die in lauwarmes Wasser getaucht wurden.

 

Schnupfen natürlich behandeln

Die Nase juckt, die Schleimhäute sind geschwollen und man muss niessen, so kündigt sich ein Schnupfen an, dem mit folgenden Mitteln Abhilfe geschaffen werden kann.

Zuerst einmal sollten Sie ausreichend trinken. Besonders geeignet für eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr sind schleimverflüssigender Schlüsselblumentee, aber auch Thymian-, Majoran-, Fenchel- und Eisenkrauttee, die in der Apotheke einzeln oder in Teemischungen erhältlich sind. Viele davon erhalten Sie auch im Einzelhandel.

Inhalation oder Spülung

Um einem Schnupfen vorzubeugen oder das schnelle Abklingen zu beschleunigen, kann die Nase mit Salzwasser gespült werden, oder man kann mit Thymiantee inhalieren.

Wohltuendes Fussbad

Bei beginnendem Schnupfen kann ein Fussbad helfen: Füsse mit den Unterschenkeln in 36 Grad warmes Wasser tauchen und nach und nach heisses Wasser hinzugiessen, bis die Temperatur etwa 40 Grad beträgt, etwa zehn Minuten baden.

Meerrettichsalbe

Bei Schnupfen hilft Meerrettich, ein altbewährtes Hausmittel, das die Nase öffnet und die Heilung beschleunigt. Man reibt von einer frischen Wurzel etwas ab, mischt es mit Honig und nimmt bis zu dreimal täglich einen Teelöffel davon ein. Alternativ dazu können Sie aber auch Meerrettich aus der Tube löffeln.

Nebenhöhlenentzündung natürlich behandeln

Bei vielen Menschen kommt es im Anschluss an einen Schnupfen zu einer Nebenhöhlenentzündung. Man leidet unter einer verstopften Nase und Schmerzen im Gesicht oder Kopfschmerzen.

Inhalieren mit Salzwasser

Besonders gute Erfolge verspricht eine Behandlung mit leichtem Salzwasser. Stellen Sie hierzu eine Lösung aus 9 g Salz für einen Liter Wasser her, erhitzen Sie das Wasser und verwenden Sie es als Dampfbad zum Inhalieren.

Meerrettich- oder Zwiebel-Kur

Diese kann schon bei ersten Anzeichen oder zur Vorbeugung gemacht werden. Ist die Entzündung schon da, erleichtert die Kur die Atmung und die Verflüssigung des Nasen-Sekrets. Nehmen Sie ebenso wie zur Behandlung eines Schnupfens dreimal am Tag einen Teelöffel frisch geriebenen Meerrettich ein. Als Alternative eignen sich auch rohe Zwiebeln, die in dünnen Scheibchen mit Salz bestreut durch ihre Schärfe den Schleim lösen. Führen Sie dies noch eine Woche nach dem Abklingen der Beschwerden fort.

Leinsamenpäckchen

Wickeln Sie mit wenig Wasser gekochte, entzündungshemmende Leinsamen in Gaze (oder Mull) ein, formen Sie dies zu mehreren Päckchen und legen Sie sich während 30 Minuten etwa alle fünf Minuten ein neues Päckchen auf die Stirn und die Nasenwurzel.

Husten und Halsschmerzen natürlich behandeln

Husten ist ein Reflex, mit dem der Organismus Fremdkörper aus den Atemwegen katapultiert. Meist leidet man erst unter trockenem Reizhusten, dann unter Schleimhusten.

Tee und heisse Milch mit Honig

Spitzwegerich-, Hagebutten- oder Käslikraut-Tee (Malve) wirken reizmindernd bei trockenem Husten. Bei feuchtem Husten empfiehlt sich Schlüsselblumen-, Fenchel-, Anis- oder Thymiantee. Alle Tees sind in Apotheken erhältlich. Bei Halsschmerzen empfiehlt es sich, viel Kamillen-, Salbei- oder Thymiantee zu sich zu nehmen, denn dieser wirkt entzündungslindernd. Heisse Milch mit Honig hat den gleichen Effekt, denn Honig wirkt antibakteriell. Um die Reizung zu mildern helfen ebenfalls Kräuter-, Honig- oder Früchtebonbons, denn das Lutschen regt die Tätigkeit der Speicheldrüsen an, und der Rachen trocknet nicht aus.

Halswickel gegen die Entzündung

Kartoffelwickel: Dazu Kartoffeln kochen, zerdrücken und in eine Mullbinde geben. Handtuch auf die Brust legen, Kartoffeln darauf geben und mit einem Wollschal umwickeln. Etwa eine Stunde einwirken lassen. Aber Vorsicht: Nicht zu heisse Kartoffeln verwenden.

Zitronenwickel: Handtuch in reinen Zitronensaft tauchen und auf die Brust legen. Mit zweitem Handtuch umwickeln und bis zwei Stunden einwirken lassen. Vorsicht: Bei manchen Menschen kann Zitrone zu allergischen Hautausschlägen führen.

Zwiebelsirup

Man kann sich auch selbst seinen Zwiebel-Hustensirup brauen, indem man zwei gehackte Zwiebeln mit zwei Esslöffeln flüssigem Honig vermischt, zwei Stunden ziehen lässt, absiebt und dann mehrmals täglich einnimmt.

Gurgeln

Regelmässiges Gurgeln beruhigt den Hals. Am besten geben Sie lauwarmem Wasser zehn Tropfen Ringelblumentinktur (aus der Apotheke) hinzu oder verwenden Salzwasser, Salbeitee oder mischen Sie Zitrone und Wasser im Verhältnis eins zu drei. Auch Arnika wirkt antibakteriell und eignet sich zum Gurgeln. Übergiessen Sie ein bis zwei Teelöffel getrocknete Arnika-Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lassen ihn abkühlen, bis er lauwarm gegurgelt werden kann.

Quellen : sprechzimmer.ch, netdoktor.de, beobachter.ch/natur, josefeeapotheke-leoben.at, heilkraeuter.de

Text: Miriam Dippe