Besser schlafen: Richtige Ernährung sorgt für mehr Nachtruhe

Wenn das Ein- und Durchschlafen schwerfällt, kann es durchaus an der falschen Ernährung liegen. Während einige Lebensmittel den Schlaf stören, können andere ihn tatsächlich fördern, wie eine Studie zeigt.

Besser schlafen durch die richtige Ernährung: So geht es
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Schlechte Schläfer sollten sich besonders die Chipstüte oder eine Tafel Schokolade abends vor dem Fernseher wohl besser verkneifen. Eine sehr fett- oder zuckerhaltige Ernährung kann laut Untersuchungen des Medical Center der Columbia University in New York den Schlaf nämlich deutlich verschlechtern. Das Ein- und Durchschlafen fördern kann dagegen laut der im «Journal of Clinical Sleep Medicine» veröffentlichten Untersuchung Essen, das viele Ballaststoffe enthält.

Für ihre Studie überwachten die Wissenschaftler fünf Tage und Nächte lang den Schlaf von 26 Probanden im Alter von durchschnittlich 35 Jahren. Über die Tage hinweg wurde die Ernährung zwischen gesund und frei nach den eigenen Wünschen variiert. Dabei zeigte sich, dass an freien Tagen insgesamt mehr Fett und Zucker konsumiert wurde. Während die Tester bei gesunder Ernährung bereits nach 17 Minuten einschliefen, brauchten sie an den Tagen mit freiem Essen eine halbe Stunde länger.

Mit diesen Lebensmitteln besser schlafen

Zu den ballaststoffreichen und damit schlaffördernden Lebensmitteln gehören unter anderem Getreideprodukte und Gemüse wie Karotten oder Kabis. Aber auch Äpfel, Bananen und diverse Nüsse haben grosse Mengen an Ballaststoffen.

Unter den Salaten ist der Nüsslisalat besonders gut zum Einschlafen durch seinen hohen Anteil an Vitamin B 6. Zudem liefert er viel Vitamin C und ist einer der wertvollsten Eisenlieferanten.

Wem das für die gesunde Nachtruhe noch nicht ausreicht, der kann zusätzlich auf Lebensmittel setzen, die das Schlafhormon Melatonin freisetzen. Der Klassiker Milch gehört dazu, ebenso wie Kiwi und Kirsche. Aber auch fetthaltiger Fisch wie Lachs oder Hering lässt besser schlafen. Der Grund: Sie enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, die den Körper dazu anregen, Melatonin zu bilden.

Darüber hinaus machen Kräuter dank ihrer ätherischen Öle viele Speisen nicht nur würziger, sondern auch bekömmlicher. Besonders effektiv ist es, sie frisch über das Abendessen zu geben. Denn liegt nichts schwer im Magen, schläft es sich noch mal besser.

Quellen: Wikipedia, , kochbar.de, lebensmittel-warenkunde.de, 5amtag.de; Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann