Aromatherapie: Mit Düften zu mehr Wohlbefinden?

Düfte und Aromen wirken nicht nur über den Geruchssinn. Auch über die Haut aufgenommen, können sie eine heilende Wirkung entfalten. Dieser Eigenschaften bedient sich die Aromatherapie, der Kritiker jedoch stets nur einen Placebo-Effekt vorwerfen. Eine Studie beweist das Gegenteil.

Aromatherapie: Düfte und ätherische Öle lindern Beschwerden
Rosmarin wirkt belebend. Foto: iStockphoto
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Verfechter der Aromatherapie mussten sich lange Zeit gegen Kritiker wehren, die ihnen das Fehlen einer wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkung unterstellten. Diesen nahm eine im Jahr 2010 veröffentlichte Studie den Wind aus den Segeln. Denn Forscher der Universitäten Bochum und Düsseldorf fanden heraus, dass der Duft bestimmter Pflanzen die gleiche Wirkung hat wie gängige Psychopharmaka und viele Beruhigungsmittel. Es ist also doch etwas dran, an der heilenden Wirkung ätherischer Öle.

Unter Aromatherapie versteht man die Anwendung von Düften und ätherischen Ölen, um das Wohlbefinden zu steigern oder Erkrankungen zu lindern. Im Zuge der Therapie setzen Ärzte und Heilpraktiker pflanzliche Öle und Duftstoffe gezielt ein. Dieses Vorgehen ist keineswegs neu, denn die Ursprünge der Aromatherapie liegen weit zurück. Schon im alten Ägypten war man sich der Wirkung bestimmter Pflanzen bewusst und setzte die aus ihnen gewonnenen Öle für medizinische Zwecke ein.

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Schlapp oder träge? Eine Aromatherapie mit Rosmarin kann helfen

Fühlen Sie sich des Öfteren schlapp oder träge und kommen einfach nicht in den Tag hinein? Dann hilft Rosmarin vielleicht, denn das ätherische Öl wird in der Aromatherapie verwendet, um Geist und Körper zu beleben.

Bei innerer Anwendung kann Rosmarin zudem Verdauungsprobleme lindern, hilft gegen Haarausfall oder bei Infektionen der Harnwege, bei Bronchitis oder anderen Erkältungskrankheiten. Das Öl wirkt gegen einige Bakterien und Schimmelpilze sowie durchblutungsfördernd. Foto: © -lvinst- / iStock / Thinkstock

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Aromatherapie: So funktioniert sie

Die ätherischen Öle werden aus den Blättern, Blüten oder Wurzeln der gewünschten Pflanze hergestellt und im Zuge der Anwendung über die Atmung oder die Haut aufgenommen. Aromatherapie profitiert von der unterschiedlichen Wirkung der Öle und Düfte. So wirkt Kamille beispielsweise entzündungshemmend und Salbei löst Krämpfe. Bei Zahnschmerzen hilft Knoblauch und Ingwer soll den Appetit anregen. Thymian oder Pfefferminzöl sind bei starkem Schleim ratsam. Auch bei Problemen mit dem Partner können Pflanzen zum Einsatz kommen: So soll Moschus bei Sexualproblemen helfen.

Ätherische Öle können aber nicht nur bei körperlichen Leiden helfen. Auch psychische Beschwerden werden oftmals mit dem richtigen Wirkstoff gelindert. Bei Stress, Angstzuständen oder Schlafstörungen sind Pflanzen, die eine entspannende und beruhigende Wirkung haben, hilfreich. Darunter fallen beispielsweise Lavendel, Fenchel oder Anis. Fühlt man sich hingegen träge und schlapp, wirkt Rosmarin stimulierend. Eine belebende, anti-depressive und stimmungsaufhellende Wirkung wird Jasmin- und Zitronenöl nachgesagt.

Aromatherapie: Überdosierung der Düfte vermeiden

Trotzdem muss man bei der Anwendung und im Umgang mit ätherischen Ölen Vorsicht walten lassen. Denn im Fall einer Überdosierung oder zu hoher Konzentration können Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Kopfschmerzen auftreten. Auch allergische Reaktionen wie Hautreizungen – und im schlimmsten Fall sogar Verätzungen – können unter Umständen hervorgerufen werden. Wer also mit pflanzlichen Aromen sein Allgemeinbefinden verbessern möchte, sollte diese unbedingt verdünnen. Dies gilt auch für Schwangere, stillende Mütter, ältere Menschen sowie Kleinkinder, denen eine Aromatherapie prinzipiell gut bekommt, auch wenn wegen allfälligen Unverträglichkeiten oder Bedenken zuvor ein Arzt konsultiert werden sollte.

Quellen: wikipedia.org, sueddeutsche.de, focus.de, derstandard.at

Text: Nina Grünberger

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