Mit dem Bullet Journal den Alltag perfekt nutzen: So geht’s

Mit einem Bullet Journal organisierst und ordnest du deinen Alltag kreativ und schaffst Platz für schöne Erinnerungen. Wie du dein ganz persönliches BUJO machst und Ideen zum Gestalten.

Bullet Journal: Wie das gemacht wird und kreative Ideen für Ihr BUJO
Foto: © Estée Janssens / Unsplash
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Oft erleben wir hektische Zeiten mit zu vielen Terminen und zu vielen To-Dos. Da kommt ein Bullet Journal genau richtig. Es hilft uns, den Kopf zu befreien, unsere Kreativität auszuleben und uns aufs Wesentliche zu konzentrieren - ein Digitaler Detox für Geist und Seele.

Die Bullet-Journal-Methode – So einfach geht's

Das Bullet Journal ist ein einfaches Notizbuch, kann aber so viel mehr übernehmen. Ideenskizzen, Tagebucheinträge, Erinnerungsfotos oder die gute alte To-Do-Liste ergänzen Termineinträge und Einkaufslisten. Dazu kannst du dein Bullet Journal oder BUJO, wie es viele Fans liebevoll nennen, mit kleinen Zeichnungen oder anderen Dekos gestalten.

Notizbuch, Stift und ein bisschen Kreativität ist alles, was es für ein Bullet Journal braucht.

Notizbuch, Stift und ein bisschen Kreativität – mehr braucht es nicht, um ein Bullet Journal zu erstellen. Foto: © Jan Kahánek / Unsplash

 

Das BUJO-Prinzip hat weltweit schon hunderttausende von Fans erreicht. Ein Grund dafür ist sein vielfältiger Nutzen: Doch den Zweck deines Bullet Journals definierst immer du selber. Grundsätzlich dient es als übersichtliches und individuelles Planungssystem – oder einfacher gesagt, als Kalender. Ziel ist es, den Kopf zu befreien und Termine, Pläne sowie jegliche Gedanken aus dem Kopf aufs Papier zu bringen.

Eine Lernschwäche führte zum ersten Bullet Journal

Der Mann hinter dem Konzept ist Ryder Carroll. Der New Yorker Grafikdesigner entwarf die Bullet Journal Methode aufgrund seiner Lernschwäche. Für Carroll bildet das Bullet Journal ein leeres Gehäuse, welches jeder mit seinem eigenen Leben füllen kann.

Das Bullet Journal schafft die Möglichkeit, mit mehr Achtsamkeit den Alltag zu gestalten, Werte zu überdenken und sich auf die eigenen, wesentlichen Ziele zu fokussieren. Ryder Carroll weiss: «Das Bullet Journal macht den Unterschied zwischen Hektik und Produktivität.»

Das eigene Bullet Journal erstellen Step by Step

Bevor du ein eigenes BUJO zu führen beginnst, solltest du dir darüber Gedanken machen, wieso du ein Bullet Journal willst. Möchtest du dich loslösen von der digitalen Welt? Den Kopf befreien? Oder möchtest du dich kreativ ausleben können? Den Zweck deines Bullet Journals solltest du dir immer vor Augen halten.

1. Um ein Bullet Journal zu erstellen braucht es nicht viel. Ein leeres Notizbuch, gepunktet, liniert oder auch blank dient als Grundlage. Im Internet gibt es auch schon zahlreiche Vorlagen. 

Nachhaltigkeitstipp: Achte beim Kauf des Bullet Journals darauf, dass du eines aus Recyclingpapier wählst. Es gibt viele schöne Büchlein aus recyceltem Papier und letztlich zählt der Inhalt nicht das Aussehen.

Wichtig ist, dass das Bullet Journal nummeriert ist oder du selber Seitenzahlen hinzufügst. Denn:

2. Auf der ersten Seite erstellst du ein Inhaltsverzeichnis. Hier vermerkst du jeden neuen Abschnitt deines Bullet Journals mit den Seitenzahlen. So fällt es dir leichter, Inhalte im Bullet Journal wiederzufinden.

3. Darauf folgt ein einfacher Jahresüberblick, der sogenannte Zukunftslog. Hier können auch Geburtstage eintragen werden. Natürlich ist es aber auch möglich einen separaten Geburtstagskalender zu erstellen.

Jahreskalender im Bullet Journal

Foto: © Estée Janssens / Unsplash

4. Auf den Jahresüberblick folgt der Monatskalender. Dieser erstreckt sich auf zwei Seiten. Auf der ersten Seite schreibst du die Daten aller Tage im Monat nieder und fügst den Wochentag hinzu. Die darauffolgende Seite füllst du mit den Aufgaben, die in diesem Monat anfallen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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5. Als nächstes erstellst du den Daily Log: Schreibe das Datum jedes Tages nieder und ergänze den Tag mit: Aufgaben, Events und deinen persönlichen Notizen. Verwende für die Tasks den klassischen Bullet Point, für Events einen Kreis und für deine Notizen einen Strich. Dies schafft einen einfachen Überblick über deinen Tag.

6. Am Ende des Monats reflektierst du den vergangenen Monat. Hake alle Aufgaben ab, welche du erledigen konntest. Jene, die noch offen sind, werden umstrukturiert. Überleg dir: Ist es mir die Zeit wert, die Aufgabe später noch zu erfüllen oder ist diese nicht mehr relevant? Falls nicht, streiche die Aufgabe durch. Wenn doch, trage die noch ausstehenden Aufgaben im Jahres- oder Monatsplan ein.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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7. Dein Bullet Journal kann noch viel mehr enthalten. Es sind dir dabei keine Grenzen gesetzt. Du kannst beispielsweise Platz reservieren, um deine Jahresziele niederzuschreiben, persönliche Projekte zu dokumentieren oder aber nützliche Listen zu erstellen. Das BUJO kann auch als Ernährungsplan, Sportkalender oder beispielsweise als Tagebuch dienen.

«Betrachten wir Ziele als Leuchttürme. Leuchttürme dienen als Führer ... Unserer Ziele als Führer zu sehen hilft uns, unsere Erwartungen zu erfüllen und das Gesamtbild zu erfassen.» - Ryder Carroll

Der einfache Start für das eigene Bullet Journal

Inhalt und Gestaltung ist dir überlassen. Es ist ratsam mit einem einfachen Layout zu starten, das wenig Zeit beansprucht, damit du dich in deinem Bullet Journal zurechtfindest und regelmässig deine Einträge schaffst. Hast du etwas Routine und möchtest kreativer sein, dann kannst du mit Sketch Notes, Farben, Fotos und jeglichen weiteren Gestaltungsmöglichkeiten arbeiten und dich kreativ ausleben.

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Von einfach bis ausgefallen: Tolle Bullet Journal Inspiration

Am wichtigsten ist jedoch, dass das Bullet Journal persönlich und angepasst auf die Bedürfnisse des Nutzers oder der Nutzerin gestaltet ist.

Foto: © elegantbooks / Instagram

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Zuerst die Basics dann das Drumrum

Aber aufgepasst: Oft kommt es vor, dass sich Bullet-Journal-User überfordert fühlen, da sie zu hohe Ansprüche an die Gestaltung haben und keine Zeit mehr für ihre Einträge finden. Anstatt das Bullet Journal aufzugeben, erinnere dich an den Grundgedanken des Bullet Journals. Wieso hast du dich dazu entschieden ein BUJO zu erstellen? Das Bullet Journal soll dein Leben vereinfachen und dokumentieren, auf die Weise wie du es möchtest. Gehe zurück zu den Basics. Ein einfacher Stift und ein Notizbuch ist alles, was du dafür brauchst.

In diesem kurzen Video ist einfach und praktisch erklärt, wie du die Grundlagen für dein BUJO schaffen kannst.

Auf Youtube und Instagram gibt es aber noch viel mehr Inspiration in From von Bildern und Videos von Bullet Journal Nutzern und Nutzerinnen, die dir Ideen mitliefern können.

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